{"id":1223,"date":"2017-11-20T18:08:57","date_gmt":"2017-11-20T17:08:57","guid":{"rendered":"https:\/\/wahrscheinkontrolle.wordpress.com\/?p=1223"},"modified":"2024-09-13T18:44:00","modified_gmt":"2024-09-13T16:44:00","slug":"machen-maenner-frauen-krank-die-wahren-zusammenhaenge-von-gesundheit-familienstand-und-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/en\/machen-maenner-frauen-krank-die-wahren-zusammenhaenge-von-gesundheit-familienstand-und-arbeit","title":{"rendered":"Do men make women sick? \u2013 The real connections between health, marital status and work"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 8px;\">Photo by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/j8a-TEakg78?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Melanie Wasser<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/span><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/77c02e66fe7146deb3db734e09852a55\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n<h3 id=\"Aus-Spa\u00df-wird-Ernst\">Aus Spa\u00df wird Ernst<\/h3>\n<p>In den letzten Tagen ging durch die Sozialen Netzwerke eine Schlagzeile der Frauenzeitschrift ELLE-online: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.elle.de\/maenner-machen-frauen-krank\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jetzt ist es wissenschaftlich best\u00e4tigt: M\u00e4nner machen Frauen psychisch krank!<\/a>&#8220; Die Resonanz war gro\u00df; Frauen versahen den Artikel mit einem schallend lachenden Smily und schrieben, dass sie &#8222;es ja schon immer gewusst&#8220; h\u00e4tten, oder, dass sie &#8222;ohne Partner schon lange pumperlgsund&#8220; seien. Indirekt schwang bei den Kommentaren mit, dass es ihnen nicht nur um Depression, sondern allgemein um Krankheit geht. Und auch ELLE-online scheint das so zu sehen, denn die Internetseite tr\u00e4gt den Titel \u201eM\u00e4nner machen Frauen krank\u201c. Was die ELLE da so sicher macht, dazu kommen wir sp\u00e4ter. W\u00e4re die Krankheit von Frauen aber nicht so ein schwerwiegendes Problem, dann h\u00e4tte die Schlagzeile wahrscheinlich nicht eine so eine gro\u00dfe Aufmerksamkeit erregt.<\/p>\n<p>Ich besch\u00e4ftige mich mit dem Thema Gesundheit schon sehr lange und sammle wissenschaftliche Artikel und Studien, die gesellschaftspolitische Relevanz besitzen. Daher wei\u00df ich, dass solche Aussagen mit Vorsicht zu genie\u00dfen sind. Das Thema hat in Wahrheit so viel Brisanz und ist so ernst, dass es geradezu fahrl\u00e4ssig ist, die Sache leichtfertig zu behandeln und einen &#8222;Scherz-Artikel&#8220; daraus zu machen.<\/p>\n<p>Auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen, es ist ganz allgemein eine Tatsache, dass wir Frauen in besonderem Ma\u00dfe leidgepr\u00fcfte Wesen sind. Frau und Leid sind fast schon synonym. Menstruationsschmerzen, PMS, Geburtsschmerzen, Wechseljahrsbeschwerden, Blasenentz\u00fcndungen, Inkontinenz, Reizdarm, Endometriose, Fibromyalgie, Lymph\u00f6dem, Thromboseneigung, Depressionen, PTBS, Panikattacken und so weiter. Manches ist Veranlagung, vieles ist Geburtsfolge, manches ist auf andere &#8211; manchmal sehr schlimme &#8211; Weise erworben. Fast immer hat es mit dem spezifischen Frauenleben zu tun. Es gibt aber auch Frauen, die nichts von alledem kennen, oder solche, die eine chronische Krankheit haben, welche keine Schmerzen verursacht und gut eingestellt ist. Unter den Berufst\u00e4tigen gibt es einige von ihnen, die scheinbar schwerelos durchs Leben gleiten. Sie besitzen eine besonders gute Resilienz.<\/p>\n<p>Um nur einmal im Leben ein Kind zu bekommen, hat manche Frau mitunter 40 Jahre lang, manchmal sogar noch l\u00e4nger, jeden Monat starke Schmerzen. Das durchschnittliche Alter bei der Menopause liegt bei 51 Jahren. Die Zahlen schwanken sehr. Jedenfalls verliert sie viel Blut und erleidet h\u00e4ufig einen folgenreichen Eisenmangel, der nur schwer auszugleichen ist und oft gar nicht diagnostiziert wird. Die Krankenkasse zahlt nur in seltenen F\u00e4llen. Von der leider immer noch peinlichen Kleckserei und Geruchsentwicklung, die es aufw\u00e4ndig zu verhindern gilt, ganz zu schweigen. Auch der Vater des Kindes zahlt kein Schmerzensgeld, und versucht manchmal sogar ihr das schwer erarbeitete Kind, an dem er so wenig Anteil hat, zu entrei\u00dfen.<\/p>\n<p>Was Natur ist, muss ausgehalten werden. Das ist die gerechte Strafe Gottes (welcher im \u00dcbrigen selbst ein geb\u00e4render Vater sein will)! Ja, wenn sie Schmerzen hat, ist sie selbst Schuld, es gibt doch Tabletten, und es soll ja wie gesagt Frauen geben, die das nicht haben. Was k\u00f6nnen denn Gesellschaft und V\u00e4ter daf\u00fcr?! Tats\u00e4chlich finden sich in einer Handtasche jede Menge Tampons, Binden, Schmerztabletten und andere Dinge, die der Frau das (\u00dcber-)Leben im Patriarchat erm\u00f6glichen. Die Gesellschaft hat sehr viel damit zu tun und der Frauenk\u00f6rper ist ein kultureller K\u00f6rper, dessen Integrit\u00e4t st\u00e4ndig infrage gestellt wird, ganz in Gegensatz zum m\u00e4nnlichen.<\/p>\n<h3 id=\"Die-Schmerzensfrau-eine-sehr-kleine-Kulturgeschichte\">Die Schmerzensfrau &#8211; eine sehr kleine Kulturgeschichte<\/h3>\n<p>Wenn M\u00e4nner also tats\u00e4chlich Frauen krank machen, wie all die Leserinnen im Internet es sp\u00fcren, dann sind Frauen schon sehr lange krank, n\u00e4mlich ungef\u00e4hr 8000 Jahre, und das muss sich in der Geschichte niedergeschlagen haben und nicht erst heute. Ein Blick in die Bibel und wir werden f\u00fcndig. Eva wird nach dem S\u00fcndenfall mit Geburtsschmerzen bestraft, Adam dagegen mit Arbeit. Das ist interessant, denn heute bekommen Frauen nicht nur unter Schmerzen Kinder, sondern m\u00fcssen zus\u00e4tzlich auch zur Arbeit. So will es jedenfalls die Politik, die damit die Strafe Gottes sogar noch \u00fcbertrifft. Das passiert ausgerechnet in einer Zeit, in der die Bev\u00f6lkerung beginnt, umzudenken gegen den Zwang zur Arbeit und mit der Forderung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Diese Forderung hat bemerkenswerterweise mehr Anh\u00e4ngerInnen als die Forderung nach einem M\u00fcttergehalt und M\u00fctterrente!<\/p>\n<p>Die Katholiken gedenken der Madonna mit den sieben Schmerzen, der Schmerzensmutter immer am 15. September. Diese sieben Schmerzen beziehen sich aber im Wesentlichen auf den Leidensweg ihres Sohnes Jesus, an dem sie als Mutter nat\u00fcrlich mitleiden muss. Das erste Leid ist die Prophezeiung des Simeon, dass ihre Seele von einem Schwert durchbohrt werde. Leid und Mitleiden scheinen in der Maria eins zu sein. Das Schwert symbolisiert aber auch einen vollendeten Muttermord, wenn man so will, das Ende des Leids der Mutter und &#8230;den Endsieg des Patriarchats. Wir sehen an diesem Beispiel, dass das Patriarchat eine bizarre Logik verfolgt, die den Namen nicht verdient.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Madonna mit den sieben Schmerzen, Loretokapelle mit Schwarzer Madonna bei Bad Zurzach, eigenes Werk\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/schmerzensmutter-badzurzach1.jpg?resize=300%2C427&#038;ssl=1\" alt=\"Madonna mit den sieben Schmerzen, Loretokapelle mit Schwarzer Madonna bei Bad Zurzach, eigenes Werk\" width=\"300\" height=\"427\" \/><br \/>\nFoto: Madonna mit den sieben Schmerzen, Loretokapelle mit Schwarzer Madonna (Hintergrund) bei Bad Zurzach\/Schweiz (Gabriele Uhlmann)<\/p>\n<p>Maria war h\u00f6chstens 12 Jahre alt, als sie Jesus gebar. Denn im Judentum gilt ein M\u00e4dchen nur so lange als Jung(e)frau. Das Leid, das ihr selbst im erzpatriarchalischen Israel wegen ihrer unehelichen Schwangerschaft &#8211; aus einer Vergewaltigung und Kindersch\u00e4ndung &#8211; zuteil geworden ist, wurde durch die L\u00fcgengeschichte von Mari\u00e4 Empf\u00e4ngnis vollverschleiert. Wo sie sonst ge\u00e4chtet und zu Tode bestraft worden w\u00e4re, muss sie nun \u201enur\u201c sieben Schmerzen erleiden, die mit denen ihres Sohnes identisch sind. Selbst Schuld ist sie, so die patriarchalische Denke! Ihr Leid h\u00e4ngt eindeutig mit M\u00e4nnern zusammen, n\u00e4mlich mit ihrem Vergewaltiger und mit den M\u00e4nnern, die ihren Sohn hingerichtet haben. Mutterleid ist unbeschreiblich, und so manche zerbricht daran. Nicht so Maria, die sp\u00e4ter noch weitere Kinder bekommen wird, und als Schmerzensheldin gefeiert wird. Maria h\u00e4lt aus, Maria h\u00e4lt durch. Sie weint, aber nicht \u00fcber sich selbst, sondern \u00fcber ihren Sohn. Damit ist sie seit jeher ein Vorbild f\u00fcr alle Gl\u00e4ubigen, nicht aber f\u00fcr Frauen, die etwas ver\u00e4ndern wollen. Im wahren Leben werden oder sind viele Frauen wegen einer Vergewaltigung oder Missbrauchs im Kindesalter erwerbsunf\u00e4hig. In der Bibel wird stillschweigend davon ausgegangen, dass Joseph Maria ern\u00e4hrte.<\/p>\n<p>In der weiblichen Literaturgeschichte heben sich besonders die Schwestern Charlotte, Emily und Anne Bront\u00eb ab, die in der ersten H\u00e4lte des 19. Jh. lebten und alle drei sehr fr\u00fch starben. Ihre B\u00fccher sind Denkm\u00e4ler des Frauenleids ihrer Zeit. Schon ihre Mutter starb 38-j\u00e4hrig ein Jahr nach der Geburt von Anne. Die Gesundheit der Kinder litt unter der anschlie\u00dfenden Unterbringung im Pensionat, weshalb sie auch oft Zeit zu Hause verbrachten. Ihr Vater, ein Dorfpfarrer, verlangte von ihnen sp\u00e4ter, als Gouvernanten zu arbeiten, um ihrem Bruder Branwell das Studium zu erm\u00f6glichen. Sie hatten keine Freude an diesem Beruf, und litten unter den Arbeitsbedingungen, die sie k\u00f6rperlich und psychisch krank machten. Viel lieber wollen sie daheim und zusammen Autorinnen sein, aber dahin war es im frauenfeindlichen, victorianischen Zeitalter ein weiter Weg. Sie pflegten auch die kranke Kinderfrau bis an deren Lebensende. An ihrem eigenen Ende hatten sie nicht viel von ihrem Ruhm, der sich schlie\u00dflich doch noch einstellte. Charlotte starb mit 39 w\u00e4hrend und wegen ihrer Schwangerschaft, Emily starb mit 30 an einer Lungenentz\u00fcndung und Anne mit 29 an Tuberkulose. Ihr Vater \u00fcberlebte alle seine Kinder (auch Branwell, 31) und wurde f\u00fcr die Zeit sehr alt. (vgl. Maletzke 2008) Wie w\u00e4re ihr Leben verlaufen, h\u00e4tte die Mutter noch lange gelebt?<br \/>\n<a title=\"Branwell Bront\u00eb [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3AThe_Bront%C3%AB_Sisters_by_Patrick_Branwell_Bront%C3%AB_restored.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"Anne, Emily, and Charlotte Bront\u00eb\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/a\/ab\/The_Bront%C3%AB_Sisters_by_Patrick_Branwell_Bront%C3%AB_restored.jpg\/256px-The_Bront%C3%AB_Sisters_by_Patrick_Branwell_Bront%C3%AB_restored.jpg\" alt=\"Anne, Emily, and Charlotte Bront\u00eb\" width=\"256\" \/><\/a><br \/>\nBild: Anne, Emily und Charlotte Bront\u00eb, Gem\u00e4lde von Branwell Bront\u00eb, ca. 1834<\/p>\n<p>In unserer modernen Welt der Hochleistungsmedizin stirbt nur noch ausnahmsweise jemand sehr fr\u00fch und wer krank ist, hat trotzdem meist noch ein langes Leben vor sich. Damit r\u00fcckt das Problem der Erwerbsminderung und -unf\u00e4higkeit in den Vordergrund. Wer krank ist, der ist von Arbeitslosigkeit und Armut bedroht. Unsere Leistungsgesellschaft folgt der Philosophie, dass nur der, der arbeitet, auch ein Recht auf ein gutes Leben hat. Verm\u00f6gende werden in unserem Gesundheitssystem bevorzugt behandelt, und zahlen nicht einmal in die gesetzlichen Krankenkassen ein. Sie k\u00f6nnen sich in ihrer Freizeit besser regenerieren und f\u00fcr K\u00f6rperpflege mehr Geld ausgeben. Wer mehr Geld hat, ist in der Regel schneller wieder gesund. Berufst\u00e4tige Frauen besitzen eine h\u00f6here sog. Bew\u00e4ltigungskompetenz und bessere sog. Bew\u00e4ltigungsstrategien bei Belastungen aller Art. Ihre Resilienz, ihre gute Gesundheit macht sie zu dem, was sie sind. Gesundheit und finanzielle Sicherheit stehen in einer engen Wechselbeziehung zu einander.<br \/>\nAber jeder Kranke steht unter Generalverdacht, stinkfaul zu sein, und es sich auf Kosten anderer nett zu machen. Nun sind Kranke doppelt gestraft, denn sie leiden unter ihrer Krankheit und gut leben d\u00fcrfen sie auch nicht. Vater Staat hat eine komplexe, sogenannte Sozialpolitik hervorgebracht, die alles tut, um sich davor zu dr\u00fccken, sich um die kranken Mitglieder der Gesellschaft so zu k\u00fcmmern, dass sie am allgemeinen Leben und Wohlstand teilhaben k\u00f6nnen. Zwar gibt es mittlerweile viele Initiativen f\u00fcr ein barrierefreies Leben, was K\u00f6rperbehinderten zugute kommt, aber psychisch Kranke sind immer noch allein gelassen und obendrein stigmatisiert. Wenn es stimmt, dass M\u00e4nner Frauen psychisch krank machen, dann w\u00e4ren M\u00e4nner noch viel unmittelbarer an Frauenarmut beteiligt, als bisher gedacht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/440091_web_r_by_maren-bec39fler_pixelio-de.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Altersarmut ist weiblich\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/440091_web_r_by_maren-bec39fler_pixelio-de.jpg?resize=266%2C400&#038;ssl=1\" alt=\"Altersarmut ist weiblich\" width=\"266\" height=\"400\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"font-size: 8px;\">Foto: Maren Be\u00dfler \/ pixelio.de<\/span><\/p>\n<p>Die eingangs genannten Frauenleiden, die unmittelbar mit der Geb\u00e4rf\u00e4higkeit zu tun haben, haben wie die Depression nicht selten Erwerbsminderung bis hin zur Berufsunf\u00e4higkeit zur Folge. Das f\u00e4llt nur deshalb nicht auf, weil viele Frauen aufgrund ihrer Beschwerden gar nicht erst versuchen, einen Beruf auszu\u00fcben. Und so fallen sie aus der Arbeitslosenstatistik heraus.<\/p>\n<h3 id=\"tabu-kranke-frau\">Tabu Kranke Frau<\/h3>\n<p>Ich wei\u00df, das lesen Feministinnen gar nicht gern, aber es ist an der Zeit, nicht nur \u00fcber die Mehrwertsteuer von Binden und Tampons zu reden (\u201e<a href=\"http:\/\/taz.de\/Petition-der-Woche\/!5459147\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bluten f\u00fcr die Gesellschaft<\/a>\u201c), sondern auch \u00fcber die leidvolle Wahrheit eines Frauenlebens. <strong>Sprechen wir also endlich auch einmal \u00fcber das letzte Tabu der Frauenbewegung: die kranke Frau.<br \/>\n<\/strong><br \/>\nFrauen sind, wie milliardenfach bewiesen, nicht wegen ihres Geschlechts weniger f\u00fcr eine T\u00e4tigkeit geeignet, und sind nicht \u201edas kranke Geschlecht\u201c. Ganz im Gegenteil, schon von Geburt an sind M\u00e4dchen lebensf\u00e4higer und stabiler als Jungen. Das m\u00e4nnliche Immunsystem ist dagegen lebenslang anf\u00e4lliger, weil ihm der \u00d6strogenschutz fehlt (Kieselbach 2017).<br \/>\n<strong>Frauen werden anders krank und sie haben andere Bed\u00fcrfnisse als M\u00e4nner.<\/strong> <strong>Sie werden auch krank, weil ihre Bed\u00fcrfnisse \u00fcbergangen werden.<\/strong> So haben Frauen im Laufe ihres Lebens vielf\u00e4ltige Beschwerden, die zwar nicht lebensgef\u00e4hrlich sind, aber in den Bereich des Normalen versetzt werden und gleichzeitig auf fatale Weise tabuisiert sind. Ob und inwieweit diese Tabus und ihre Verdr\u00e4ngung die Beschwerden erst herbeif\u00fchren, sollte dringend einmal untersucht werden.<\/p>\n<p>Wie auch immer, in der einseitig auf M\u00e4nner ausgerichteten Arbeitswelt f\u00fchlen sich viele Frauen den ganzen Tag nicht gut, und w\u00fcrden am liebsten nach Hause gehen und sich hinlegen. Frauenbeschwerden betreffen eher den Bauch und die Tabuzone ihres Intimbereiches. Sie schr\u00e4nken die Leistungsf\u00e4higkeit, die ein stressig gestalteter Beruf erfordert, erheblich ein. Viele Frauen gehen damit nie zur \u00c4rztin und arrangieren sich notgedrungen irgendwie, weil<\/p>\n<ul id=\"liste2\">\n<li>das &#8222;normal&#8220; ist,<\/li>\n<li>es die Kasse sowieso nicht zahlt,<\/li>\n<li>schon die Mutter &#8222;das&#8220; hatte und &#8222;nicht dran gestorben&#8220; ist,<\/li>\n<li>sie wissen, dass die Medizin daf\u00fcr noch kein Heilmittel kennt,<\/li>\n<li>sie es aus Scham immer wieder verschieben,<\/li>\n<li>sie Angst vor Zur\u00fcckweisung, Papierkram und Gerichtsverfahren haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Viele Frauen w\u00fcrden es auch niemals zugeben, dass sie sich t\u00e4glich zur Arbeit qu\u00e4len, weil es heutzutage <em>en vogue<\/em> ist, die multitaskingf\u00e4hige Powerfrau raush\u00e4ngen zu lassen und keinerlei Schw\u00e4che zu zeigen. Denn sie laufen Gefahr, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2017-11\/sexismus-buero-arbeit-maenner-frauen-beziehung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">sich den M\u00e4nnern gegen\u00fcber l\u00e4cherlich zu machen.<\/a> <strong>Weibliche Krankheit oder &#8222;Unp\u00e4sslichkeit&#8220; wurde seit jeher dazu ausgeschlachtet, Frauen aus der Berufswelt herauszuhalten. Aus diesem Grund verdr\u00e4ngt die Frauenbewegung die Tatsachen.<\/strong> Aber das ist ein gro\u00dfer Fehler; ein #metoo-Aufschrei ist auch in Bezug auf Frauenkrankheit \u00fcberf\u00e4llig.<\/p>\n<p>Viele Frauen sind erwerbsgemindert. Erwerbsminderung bedeutet nicht, das eine Frau nicht arbeiten kann, sondern, dass sie nicht in die Anforderungen einer Firma passt, bzw. sie aufgrund ihrer Beschwerden nur kurzzeitig arbeiten kann oder nicht schnell genug oder nur zu bestimmten Tageszeiten. Entweder bleibt eine Kranke ganz zuhause oder schleppt sich in die Firma, es gibt nur schwarz oder wei\u00df. Aber eine dauernd fehlende Mitarbeiterin? Welche ArbeitgeberInnen und welche KollegInnen machen das (lange) mit? Fakt ist deshalb oft, dass eine Erwerbsminderung identisch ist mit Erwerbsunf\u00e4higkeit, also auch Berufsunf\u00e4higkeit. Auch Berufsunf\u00e4higkeit muss erst einmal bewiesen werden, und das ist nicht leicht. Die Ignoranz gegen\u00fcber dieser Realit\u00e4t spart Kassen und Versicherungen wahrscheinlich Milliarden.<\/p>\n<h3 id=\"auswegsackgasse\">Ausweg Ehe \u2013 Sackgasse Ehe<\/h3>\n<p>Beschwerden sind ein wichtiger Grund, warum viele Frauen am liebsten nur Teilzeit arbeiten, trotz der tr\u00fcben Aussicht auf eine geringe Rente oder die sogenannte Grundversorgung. Was liegt da n\u00e4her, als auch nach anderweitiger Versorgung Ausschau zu halten? \u201cIn guten und in schlechten Zeiten, bei Gesundheit und Krankheit, bis dass der Tod Euch scheidet\u201c, so lautet das klassische Eheversprechen, auf das sich Frauen lange verlassen konnten, allerdings nur halbwegs. Die Ehe ist traditionell eine Versorgungseinrichtung, die aber nur ein schwacher Ersatz ist f\u00fcr die zerst\u00f6rte matrilineare Sippe, die Frauen in Europa mancherorts noch bis vor 4500 Jahren bedingungslos und voll absicherte. Frauen, die das patriarchale System nicht mehr \u00e4ndern konnten und k\u00f6nnen, waren und sind meist noch heute auf die Ehe angewiesen. Bis vor kurzem funktionierte das, viel mehr schlecht als recht, aber immerhin (noch) irgendwie. Nur beim Ausbruch aus dem patriarchalischen Zwang zur Monogamie, der die Vaterschaft sicherstellen soll, also bei Ehebruch (Stichwort <em><a href=\"http:\/\/www.gabriele-uhlmann.de\/femalechoice.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">female choice<\/a><\/em>), kam eine Scheidung infrage. Welche sich den v\u00e4terlichen Bedingungen nicht unterordnete, bekam gar nichts mehr, wurde ausgepeitscht oder gleich umgebracht, welche sich z\u00fcchtig verhielt, wurde manchmal sogar mit Pelzen und Juwelen \u00fcberh\u00e4uft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/cristian-newman-141875.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1255\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/cristian-newman-141875.jpg?resize=600%2C410&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/cristian-newman-141875.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/cristian-newman-141875.jpg?resize=300%2C205&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"font-size: 8px;\">Photo by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/tnxRFtXI9dI?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Cristian Newman<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/span><br \/>\nSeit einigen Jahren ist es mit der Versorgung nicht mehr weit her. Konnte eine Frau auch nach einer Scheidung noch bis vor kurzem Unterhaltsanspr\u00fcche geltend machen, muss sie heute wieder arbeiten gehen. Es sei denn, sie ist erwerbsunf\u00e4hig. Wenn sie Pech hat, entzieht sich der Exmann auch dann der Zahlungsverpflichtung. M\u00f6glich ist ihm das n\u00e4mlich, und der Staat zahlt dann einen Unterhaltsvorschuss. Die Ehe soll &#8222;nach dem Willen des Gesetzgebers&#8220; keine Versorgerehe mehr sein, auch nicht f\u00fcr M\u00fctter, daher wird nun auch das Ehegattensplitting infrage gestellt. Heiraten lohnt dann gar nicht mehr. Aber das ist nicht der Untergang des Abendlandes! Denn es wird Druck ausge\u00fcbt, dass die Mutter den Kindsvater benennt, um ihm das Sorgerecht zu sichern. <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/elterliche-sorge-den-vaetern-die-rechte-den-muettern-die.1005.de.html?dram%3Aarticle_id=320034\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Das fesselt sie wieder an ihn, ganz so als sei sie mit ihm verheiratet.<\/a> Existenziell bleibt die Frau aber auf sich selbst zur\u00fcckgeworfen und vom guten Willen des Kindsvaters abh\u00e4ngig, wenn sie ihr Kind nicht in fremde H\u00e4nde geben will.<\/p>\n<p>In der Geschichte der Menschheit ist das einzigartig und brandneu. Kein Mensch, besonders keine Frau ist daran angepasst, denn wir sind soziale Wesen durch und durch. <strong>&#8222;Sozial&#8220; bedeutet nicht, miteinander zu whatsappen oder einen Hartz4-Antrag zu stellen, sondern uns gegenseitig zu helfen, und zwar lebenslang wirksam, verl\u00e4sslich und bedingungslos.<\/strong> Wir sind so, weil unsere Kinder so lange brauchen, um erwachsen zu werden. Aus diesem Grund w\u00fcrden wir von Natur aus nicht patriarchal, sondern matrilinear leben, und nicht in Familien, sondern in matrilinear\/matrilokalen Sippen (vgl. Blaffer Hrdy 2010b). Die Vereinbarkeit von Arbeit und Kinderpflege w\u00e4re problemlos gew\u00e4hrleistet. Unter diesen Bedingungen wurde der Mensch ein intelligentes, erfinderisches Wesen. Dass uns heute der Boden unter den F\u00fc\u00dfen weggerissen ist, ist der wahre Grund, warum Menschen nicht selten an ihrer Lebenssituation erkranken.<br \/>\n<strong><br \/>\n<\/strong>Kranke Frauen sind gegen\u00fcber kranken M\u00e4nnern noch in gewissem Vorteil &#8211; sofern sie nicht von Behinderung betroffen sind &#8211; denn sie k\u00f6nnen heiraten und sich unter Berufung auf ihre Mutterschaft und Krankheit versorgen lassen. Kein Wunder, dass eine Studie aus den USA (Waldron <em>et al. <\/em>1982), an welcher Hausfrauen \u00fcber einen Zeitraum von fast 20 Jahren teilnahmen, Folgendes herausfand:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;<strong>Stabilere und ges\u00fcndere Frauen beteiligen sich eher am Arbeitsmarkt und bleiben &#8211; wenn sie die Wahl haben &#8211; auch l\u00e4nger erwerbst\u00e4tig als labilere und weniger gesunde Frauen.<\/strong>&#8220; (paraphr. nach Gavranidou 1993, S. 237)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die weltweit wichtigste Expertin auf dem Gebiet der \u201esozialen und verhaltensbedingten Ursachen von Geschlechtsunterschieden bei Gesundheit und Sterblichkeit\u201c, die amerikanische Biologin Ingrid Waldron, die diese Studie federf\u00fchrend auflegte, betont, <strong>dass diese labilen und weniger gesunden Frauen sich ihr Befinden nicht \u201enur\u201c eingebildet hatten<\/strong>. Das wurde durch deren nachgewiesene h\u00f6here Sterblichkeit am Ende der Untersuchungszeit bewiesen. Sie sagt damit nat\u00fcrlich nicht, dass Hausfrauen grunds\u00e4tzlich krank sind, sondern lediglich, dass kranke Frauen dazu neigen, sich in der Ehe abzusichern &#8211; ich muss das nur dazu sagen, weil es Hausfrauen gibt, die das falsch verstehen und sich diskriminiert f\u00fchlen, wie ich es vor einiger Zeit erleben durfte.<br \/>\nIngrid Waldron war 1989 auch an einer Meta-Studie beteiligt, die eine Zusammenschau der Untersuchungen vieler Kollegen lieferte. Dort schreibt sie:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Jennings <em>et al.<\/em> zeigten zuerst, dass (&#8230;) besch\u00e4ftigte Frauen ges\u00fcnder waren als Hausfrauen. Insbesondere war es weniger wahrscheinlich, dass erwerbst\u00e4tige Frauen berichteten, dass ihre Gesundheit schlechter war als die der anderen Frauen im gleichen Alter, und dies galt sogar f\u00fcr Analysen, die die Anzahl der Tage chronischer Krankheit und eingeschr\u00e4nkter Aktivit\u00e4t mit einbezogen. Die Beziehung zwischen Gesundheits- und Besch\u00e4ftigungsstatus wurde erneut getestet, diesmal ausgenommen der Frauen, die berichteten, dass ihre Gesundheit ihren Besch\u00e4ftigungsstatus beeinflusste. Insbesondere schlo\u00df die zweite Analyse Hausfrauen aus, die berichteten, da\u00df ihre schlechte Gesundheit ein sehr oder m\u00e4\u00dfig wichtiger Grund f\u00fcr ihre Nichtanstellung sei. In dieser Analyse drehte sich die Beziehung zwischen Besch\u00e4ftigungsstatus und Gesundheit um, wobei Hausfrauen jetzt einen besseren Gesundheitszustand angaben als erwerbst\u00e4tige Frauen.\u201c (Repetti et al. 1989, S. 1395, meine \u00dcbersetzung)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Behauptung, dass (Ehe-)M\u00e4nner Frauen psychisch krank machen w\u00fcrden, ist damit eine unzul\u00e4ssige Pauschale. Dennoch erkranken in Deutschland doppelt so viele Frauen an Depressionen wie M\u00e4nner (vgl. Kontio 2012). Die Studie, auf die sich die ELLE-online bezog, stammt von der Universit\u00e4t Padua (Trevisan <em>et al.<\/em> 2016) und untersuchte Daten \u00e4lterer Menschen, wobei deutliche Unterschiede zwischen verwitweten Frauen und M\u00e4nnern festgestellt wurden. Die Schlussfolgerungen der Psychiaterin Caterina Trevisan wurden in der ELLE-online wiedergegeben:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs ist also der viel zu hohe Anspruch an uns selbst, schier Unm\u00f6gliches leisten zu wollen, der uns irgendwann umhaut. Denn selbst, wenn wir merken, dass alles \u00fcber uns zusammenbricht und wir schon gar nicht mehr wissen, wie wir es managen sollen, versuchen wir es doch. Unsere eigenen Bed\u00fcrfnisse haben wir dabei schon l\u00e4ngst aus den Augen verloren. Ernste Warnhinweise wie Schlafmangel, Migr\u00e4ne oder R\u00fcckenschmerzen werden selbstverst\u00e4ndlich ignoriert.\u00a0W\u00e4hrend es M\u00e4nnern nach einer Trennung richtig schlecht geht, bl\u00fchen die meisten Frauen regelrecht auf. Die Begr\u00fcndung der Forscher: Weil Frauen sich ab dem Moment nicht mehr um zwei Leben k\u00fcmmern m\u00fcssen, was W\u00e4sche, Haushalt und Organisation betrifft, f\u00e4llt ein gro\u00dfer Teil der Verantwortung ab. Dadurch werden sie entspannter und haben zudem wieder mehr Zeit, sich ihren Hobbies, Freunden und sich selbst zu widmen. M\u00e4nnern geht es hingegen nachweisbar schlechter als vorher, weil sie sich um eben diese Dinge nun selbst k\u00fcmmern m\u00fcssen. Nat\u00fcrlich sollst du dich nun nicht sofort von deinem Freund trennen, um ges\u00fcnder zu leben. Aber Psychologen raten Frauen dringlich dazu, in Beziehungen h\u00e4ufiger klare Ansagen zu machen, damit die Arbeit gleichm\u00e4\u00dfig verteilt wird \u2013 und die Zeit einzufordern, sich nur mit sich besch\u00e4ftigen zu d\u00fcrfen.\u201c (Koopmann 2017)<\/p><\/blockquote>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1239\" title=\"depression\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/hanna-morris-277321.jpg?resize=600%2C400&#038;ssl=1\" alt=\"Depression\" width=\"600\" height=\"400\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 8px;\">Photo by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/CIVe9Ff2l1w?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Hanna Morris<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/span><br \/>\nDamit scheint es, als sei die Therapie gegen Depressionen ganz simpel. Ist die weibliche Depression aber wirklich nur auf die mangelnde Mithilfe der M\u00e4nner im Haushalt zur\u00fcckzuf\u00fchren? Die Psychologin Ursula Nuber meint dagegen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Frauen haben eine viel h\u00f6here Beziehungsbed\u00fcrftigkeit als M\u00e4nner. Sie definieren sich und ihr Wohlbefinden \u00fcber ihre Beziehungen zu anderen. Und genau dieses Gef\u00fchl der Abh\u00e4ngigkeit kann zur Depression f\u00fchren&#8220;. (Nuber 2012)<\/p>\n<p>&#8222;\u2019Frauen haben sehr viel mehr Grund zum Gr\u00fcbeln als M\u00e4nner, weil es in ihrem Leben mehr Anl\u00e4sse zu Sorge gibt\u2019 (&#8230;) Dazu kommt, dass sie l\u00e4ngere Antennen als M\u00e4nner haben und sensibel Leid und N\u00f6te anderer wahrnehmen. \u201aDie Sorgen der Mitmenschen werden schnell zu ihren Sorgen.\u2019 M\u00e4nner tun das nicht \u2013 so das klare Fazit.&#8220; (vgl. Kontio 2012)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Beziehungsarbeit der Frauen ist der Kitt, der die patriarchale Gesellschaft, die Frauen krank macht, zusammenh\u00e4lt. Der Lohn ist die Depression, M\u00fctterrente gibt es nicht. Die Krankheit ist ganz klar eine Reaktion auf das System, das nicht unserer artgerechten Lebensweise folgt, und keine bedingungslose Versorgung anbietet.<\/p>\n<h3 id=\"machen-frauen-maenner-krank\">Machen Frauen M\u00e4nner krank?<\/h3>\n<p>Auch M\u00e4nner sind heute \u00fcberfordert, wie es die amerikanische Soziologin Christin Munsch in den USA bei einer neuen Untersuchung herausfand. Die Studie verwendet Daten des \u201aNational Longitudinal Survey of Youth\u2019 aus den Jahren 1997 bis 2011, um die Auswirkungen der Haushaltseinkommensdynamik auf das psychische Wohlbefinden und die Gesundheit in einer national repr\u00e4sentativen Stichprobe von verheirateten Personen im Alter von 18 bis 32 Jahren zu untersuchen. Als wichtigstes Ergebnis stellt sie fest:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eUnsere Studie tr\u00e4gt zu einer wachsenden Anzahl von Forschungsarbeiten bei, die zeigen, wie sch\u00e4dlich geschlechtsspezifische Erwartungen auch f\u00fcr M\u00e4nner sind. Von M\u00e4nnern wird erwartet, dass sie der Ern\u00e4hrer sind, aber die Versorgung der eigenen Familie mit wenig oder gar keiner Unterst\u00fctzung hat negative Auswirkungen.\u201c (ASA 2016, meine \u00dcbersetzung)<\/p><\/blockquote>\n<p>Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass es einst M\u00e4nner waren, die dieses System selbst installiert haben. Noch bis 1977 konnten M\u00e4nner in Deutschland Frauen Berufst\u00e4tigkeit verbieten, und die meisten taten das auch. Es war Jahrtausende lang f\u00fcr M\u00e4nner die Quelle ihres Selbstbewusstseins, dass ihre Frau \u201enicht arbeiten musste\u201c und sie von ihnen abh\u00e4ngig war. Einerseits wird jetzt festgestellt, dass die M\u00e4nner v\u00f6llig \u00fcberfordert sind mit ihrer Rolle, andererseits sind es die M\u00e4nner selbst, die ihre Macht mit \u00fcbelsten Mitteln wie dem Sexismus verteidigen. Die Journalistin Jana Hensel schreibt \u00fcber die weit verbreiteten Herrenwitze im B\u00fcro:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Dieses Lachen ist in Wahrheit eine Geste der Dem\u00fctigung und Unterwerfung, ein Versuch der Vertreibung, der in letzter Konsequenz sagen will: Eine Frau geh\u00f6rt hier nicht her, eine Frau geh\u00f6rt nicht dazu. Ich glaube keinem Mann, der behauptet, die Aggression so eines Lachens nicht zu bemerken. Sexismus im B\u00fcro ist eine allt\u00e4gliche und ziemlich einge\u00fcbte m\u00e4nnliche Kommunikationsform, die den Zweck hat, die eigene Macht zu sichern. Frauen, zumal wenn sie selbstbewusst auftreten, st\u00f6ren n\u00e4mlich in den Augen vieler M\u00e4nner den normalen Betriebslauf, sie ver\u00e4ndern die Routinen, die Rituale, die \u00dcbereink\u00fcnfte. Sie mischen sich ein. Noch dazu mit einer oft anderen Art zu sprechen, zu denken, zu Entscheidungen zu gelangen. Und sie k\u00f6nnten besser sein als man selbst. Sie k\u00f6nnten eines Tages der Chef sein.<br \/>\nDer Aufstieg der Frauen bereitet den meisten M\u00e4nnern Angst. Dass Frauen in gro\u00dfen Zahlen und mit viel Selbstbewusstsein seit einigen Jahren in die Arbeitswelt dr\u00e4ngen, eine Sph\u00e4re, die bis vor wenigen Jahrzehnten ganz selbstverst\u00e4ndlich ihnen geh\u00f6rte, und dass der Zeitgeist dabei ganz auf der Seite der Frauen steht, versetzt viele M\u00e4nner in Panik. Ich habe diese Panik in vielen Momenten gesp\u00fcrt, ich habe sie bei Kollegen genauso gesehen wie bei Freunden. Immer wieder droht sie dann aufzuflammen, wenn eigentlich harmlose Meinungsverschiedenheiten in grunds\u00e4tzliche Auseinandersetzungen m\u00fcnden, wenn Kritik damit endet, dass einem g\u00e4nzlich die Kompetenz abgesprochen wird.<br \/>\nMan darf diese Angst nicht untersch\u00e4tzen, man darf sie nicht bagatellisieren. Sie hat gute Gr\u00fcnde: Denn die Arbeitswelt ist f\u00fcr M\u00e4nner, anders f\u00fcr Frauen, der fast einzige Bereich im Leben, aus denen sie Sinn sch\u00f6pfen, der ihnen eine Identit\u00e4t und Halt gibt. Familien k\u00f6nnen, anders als f\u00fcr Frauen, M\u00e4nnern diese Stabilit\u00e4t nicht ersetzen. Wenn M\u00e4nner ihren Einfluss in der Arbeitswelt einb\u00fc\u00dfen, dann bleibt ihnen nicht mehr viel. So einen Verlust als schmerzhaft zu beschreiben bedeutet gleichsam, ihn zu kleinzureden. Dieser Verlust ist ein existentieller.&#8220; (Hensel 2017)<\/p><\/blockquote>\n<p>M\u00e4nner besitzen wenig Bewusstsein f\u00fcr ihr selbst fabriziertes Leid, so lange sie es mit Macht kompensieren k\u00f6nnen. Es sind m\u00e4chtige, egoistische M\u00e4nner &#8211; neoliberale, globalisierungss\u00fcchtige CEOs \u2013 die uns die Probleme bereiten. Aber immer weniger Durchschnittsm\u00e4nner haben Macht und immer weniger wollen sie eigentlich haben, denn Macht im Kleinen ist mit Verantwortung verbunden, w\u00e4hrend sich die M\u00e4chtigen ganz oben davon befreit haben. Viele M\u00e4nner haben auch keine sicheren Arbeitspl\u00e4tze mehr und verdienen weniger. Deshalb m\u00fcssen viele Frauen heute berufst\u00e4tig sein, ob sie wollen oder nicht, es wird aber auch moralischer Druck ausge\u00fcbt. Es waren die Frauen und M\u00e4nner der Gender Studies, die aus falsch verstandenem Mitleid mit den \u201earmen, rechtlosen V\u00e4tern\u201c, angef\u00fchrt von einer maskulistischen, gewaltbereiten Gurkentruppe, daf\u00fcr gesorgt haben, dass die l\u00e4stigen M\u00fctter sp\u00e4testens nach einer Scheidung wieder arbeiten m\u00fcssen oder sich in Armut und die Kinder automatisch in der Kita oder im sog. Wechselmodell wiederfinden. Den Frauen wird allein die Schuld gegeben, f\u00fcr alles. Nach einer Scheidung wollen und sollen M\u00e4nner wieder mit einer anderen Frau Kinder haben k\u00f6nnen, sollen wieder v\u00e4terlich \u00fcber sie bestimmen k\u00f6nnen, aber es fehlt den M\u00e4nnern an allem, was sie dazu bef\u00e4higt, ein gutes Leben f\u00fcr ihre Familie herzustellen, n\u00e4mlich das nat\u00fcrliche, m\u00fctterliche Netzwerk bedingungsloser Liebe und ein in diesem Sinne aufgekl\u00e4rtes Problembewusstsein &#8230; und alles Elend beginnt von vorne.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/alex-iby-278048a.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1252\" title=\"Frau zwischen W\u00e4nden\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/alex-iby-278048a.jpg?resize=350%2C468&#038;ssl=1\" alt=\"Frau zwischen W\u00e4nden\" width=\"350\" height=\"468\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/alex-iby-278048a.jpg?w=350&amp;ssl=1 350w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/alex-iby-278048a.jpg?resize=224%2C300&amp;ssl=1 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"font-size: 8px;\">Photo by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/mJOCYM6NV_A?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Alex Iby<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/span><\/p>\n<h3 id=\"Machen-sich-Hausfrauen-an-ihrer-Gesundheit-schuldig\">Machen sich Hausfrauen an ihrer Gesundheit schuldig?<\/h3>\n<p>Um allen gerecht zu werden, sollen Frauen, die offenbar allen in jeder Lebenslage nur zur Last fallen, vollzeit berufst\u00e4tig sein, m\u00fcssen sich dort aber Sexismus gefallen lassen. Um es den Frauen schmackhaft zu machen, ihre Einstellung zu manipulieren, und vor allem den Politikern Argumente zu liefern, wird behauptet, dass Berufst\u00e4tigkeit Frauen ges\u00fcnder mache, ein wahrer Hohn. Die eben genannte Psychiaterin Christin Munsch tutet in dieses Horn.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die Versorgerrolle hat den umgekehrten Effekt f\u00fcr Frauen, wenn es um das psychologische Wohlbefinden geht. Es hat sich gebessert, weil sie einen gr\u00f6\u00dferen wirtschaftlichen Beitrag leisten. Umgekehrt verschlechterte ihr psychologisches Wohlbefinden, wenn sie weniger zum Familieneinkommen beitrugen. (&#8230;) Munsch f\u00fchrt diesen unterschiedlichen psychologischen Nutzen auf kulturelle Erwartungen an M\u00e4nner und Frauen zur\u00fcck: &#8222;\u2019M\u00e4nner, die viel mehr Geld verdienen als ihre Partnerinnen, k\u00f6nnen sich mit einem Gef\u00fchl der Verpflichtung und der Sorge um den Erhalt des Status als Ern\u00e4hrer mit dem Broterwerb begn\u00fcgen\u2019, sagt Munsch. \u201aFrauen hingegen k\u00f6nnen den Broterwerb als Chance oder Wahlm\u00f6glichkeit ansehen. Sie k\u00f6nnen Stolz empfinden, ohne sich zu sorgen, was andere sagen werden, wenn sie es nicht k\u00f6nnen oder nicht durchhalten (&#8230;) eine gute Nachricht, wenn man bedenkt, dass beide, Ehemann und Ehefrau, normalerweise arbeiten. \u201aUnsere Studie zeigt, dass die Entkoppelung von Ern\u00e4hrerrolle von der M\u00e4nnlichkeit konkrete Vorteile f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen hat\u2019, sagt Munsch. \u201aW\u00e4hrend das psychische Wohlbefinden und die Gesundheit von M\u00e4nnern tendenziell zunehmen, wenn ihre Frauen mehr wirtschaftliche Verantwortung \u00fcbernehmen, verbessert sich auch das psychische Wohlbefinden von Frauen, wenn sie mehr wirtschaftliche Verantwortung \u00fcbernehmen.\u2019&#8220; (ASA 2016, meine \u00dcbersetzung)<\/p><\/blockquote>\n<p>Ist das wirklich eine gute Nachricht? Hier wird das Wohl des Vaters ganz offen gegen den Rest der Familie aufgewogen. Im Patriarchat geht es letztlich immer nur um das Wohl des Vaters. Jetzt seien es also die (Haus-)frauen, die M\u00e4nner krank machen! W\u00e4hrend M\u00e4nner als Ern\u00e4hrer nun regelrecht psychisch krank werden, werden Frauen als Ern\u00e4hrerinnen angeblich einfach nur zufrieden und stolz? Aber was ist mit den Frauen, die ihre Arbeit weder als Chance noch als Wahlm\u00f6glichkeit noch als gutes Leben wahrnehmen? So etwas kommt in Munschs Denken nicht vor. Stolz scheint f\u00fcr sie ein erstrebenswertes Ziel zu sein. Stolz hebt von anderen ab, aber Stolz ist auch narzisstisch. Und Patriarchat macht ja immer irgendeinen stolz, bisher vor allem die M\u00e4nner, deren Stolz die Welt l\u00e4ngst in die Katastrophe getrieben hat. Und: Dummheit. Die w\u00e4chst ja bekanntlich mit Stolz auf einem Holz. Was ist, wenn es eines Tages aufgrund des enormen gesellschaftlichen Drucks weibliche Vollbesch\u00e4ftigung gibt und sie so selbstverst\u00e4ndlich ist, dass es keine Chancen mehr braucht und Frauen keine Wahl mehr haben? Dann kann Stolz nicht mehr aufkommen \u2013 es sei denn alle M\u00e4nner bleiben nun zuhause bei den Kindern &#8211; und dann sind die Frauen nur noch die \u201eDummen\u201c, denn sie werden weiterhin M\u00fctter, mit ihrem ganzen K\u00f6rper und ihrer Seele, und werden noch kr\u00e4nker als die M\u00e4nner. Mutterschaft ist n\u00e4mlich keine Rolle, die frau ablegen kann, Vaterschaft dagegen sehr wohl. Heutzutage sind M\u00fctter zum Wohle des Vaters l\u00e4ngst am Rande der Ersch\u00f6pfung. Aber zum Gl\u00fcck arbeitet das Patriarchat ja schon an der k\u00fcnstlichen Geb\u00e4rmutter, die die l\u00e4stige Mutter \u00fcberfl\u00fcssig macht.<\/p>\n<p>Berufst\u00e4tige M\u00fctter m\u00fcssen viel Arbeit an andere delegieren, \u00fcbrigens schlechtbezahlte Frauen, meist, weil die eigene Mutter, die gar nichts bek\u00e4me, auch berufst\u00e4tig ist oder weit weg wohnt. So f\u00e4llt am Ende zwar weniger Haus- und Familienarbeit an, aber ein schlechtes Gewissen den Kindern gegen\u00fcber bleibt. Gegen das schlechte Gewissen, das wir ja nur haben, weil wir von Natur aus matrifokal sind, wird inzwischen intensiv mit dubiosen Studien Gehirnw\u00e4sche betrieben, nach denen M\u00fctter ihren Kindern sogar schaden.<\/p>\n<p>Schon seit l\u00e4ngerem liefern auch zahlreiche deutsche Studien, die sich mit der Lebensqualit\u00e4t von Hausfrauen und berufst\u00e4tigen M\u00fcttern befassen, PolitikerInnen Argumente. Hier wurden keine Vorher-Nachher Untersuchungen angestellt, sondern Frauen aus ihrer Situation heraus befragt und daraus Kausalketten konstruiert. Folgender Satz ist symptomatisch:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Nach unseren Ergebnissen ist daher festzuhalten, dass Berufst\u00e4tigkeit von Frauen, insbesondere von Schwangeren und M\u00fcttern in hohem Ausma\u00df zu besserer Gesundheit, h\u00f6herer Lebenszufriedenheit und deutlich ges\u00fcnderer Bew\u00e4ltigung von Lebensanforderungen f\u00fchrt.&#8220; (Quelle: Borchert, Cotlatz 1992)<\/p><\/blockquote>\n<p>Es macht sich demnach im Umkehrschluss eine Frau nicht nur an der Gesundheit ihres Mannes schuldig, sondern auch an ihrer eigenen, wenn sie nur Hausfrau ist. Die Vertauschung von Ursache und Wirkung, die Ingrid Waldron schon entlarvt hatte, wird uns hier geschickt untergejubelt. Etwas anderes dringt auch nicht mehr an die \u00d6ffentlichkeit. Die Botschaften solch unseri\u00f6ser Forschung werden schon seit langem \u00fcber Frauenzeitschriften lanciert, wie in diesem Beispiel, als es in der BRIGITTE um den Themenkreis Endometriose ging:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;(&#8230;) Wer am Arbeitsplatz h\u00e4ufig wegen Regelschmerzen fehlt, st\u00f6\u00dft auf kaum Verst\u00e4ndnis. So streben Frauen mit schweren Verl\u00e4ufen sogar die Fr\u00fchverrentung an. \u201aDabei geht es berufst\u00e4tigen Endometriose-Patientinnen nachweislich besser.\u2019, sagt Iris Brandes. \u201aDas Problem ist nicht ihr Job, sondern die Therapie: Mit der richtigen Behandlung k\u00f6nnen Frauen arbeiten.\u2019 Doch die finden viele erst am Ende eines langen Leidensweges: auf der Reha-Station einer der wenigen auf Endometriose spezialisierten Kliniken. Dort kann die Suche nach einer individuell passenden Schmerz- und Hormonbehandlung mit Ratschl\u00e4gen zur Ern\u00e4hrung, Bewegungs- und K\u00f6rpertherapie kombiniert werden. (&#8230;)<\/em>&#8220;<br \/>\n(Baumgart in: Brigitte 9\/2009)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Botschaft lautet: \u201eFrauen, rei\u00dft Euch zusammen, geht zur Arbeit und alles wird gut.\u201c Oder noch sch\u00f6ner \u201ees geht Euch schlecht, WEIL ihr nicht arbeitet.\u201c Tabletten schlucken das ganze Arbeitsleben hindurch und Operationen sollen es erm\u00f6glichen. Dass Chemie kein normales Wohlbefinden herstellen kann, ist ja jeder Frau bewusst. Schlimmer ist, dass wir uns damit neue Probleme einhandeln. Schon durchschnittliche <a href=\"https:\/\/generation-pille.com\/byebyepille\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pillen-Nutzerinnen<\/a> wissen das.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/maira-gallardo-330697.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/maira-gallardo-330697.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"font-size: 8px;\">Photo by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/ix645sk3r3g?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Maira Gallardo<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/span><br \/>\nAuch die im Artikel zitierte Medizin\u00f6konomin Iris Brandes vertauschte unzul\u00e4ssigerweise Ursache und Wirkung. Denn Frauen, die eine leichte Endometriose haben, gehen auch h\u00e4ufiger in den Beruf, dies aber auch nicht ohne Schmerztabletten. Ihre Behauptung, dass die Endometriose zufriedenstellend behandelbar sei, ist schlicht weg nicht wahr. Tats\u00e4chlich geht es vielen Endometriose-Patientinnen bis heute auch mit Therapie so schlecht, dass Selbsthilfegruppen und Internet-Foren regen Zulauf haben, und sie nicht berufst\u00e4tig sein k\u00f6nnen. Auf der Homepage der amerikanischen \u201eEndometriosis Association\u201c k\u00f6nnen wir daher immer noch lesen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;<em>Je st\u00e4rker der hormonelle Eingriff um so ausgepr\u00e4gter die Nebenwirkungen. Daher wird der Einsatz von GnRH -Agonisten heute kritisch gesehen. Alternativmedizinische Konzepte wie die TCM (traditionelle chinesische Medizin\/ u.a. Akupunktur) k\u00f6nnen vielen Frauen eine nebenwirkungsfreie Behandlung anbieten. (&#8230;) Bei F\u00e4llen von schwerer Endometriose kann es aber sogar nach Radikaloperationen oder den Wechseljahren zum Wiederauftreten der Erkrankung im Zusammenhang mit einer Hormonersatztherapie oder noch vorhandener k\u00f6rpereigener Hormonproduktion kommen. Daher empfehlen manche Sachverst\u00e4ndige, w\u00e4hrend einer kurzen Zeit nach der Entfernung der Eierst\u00f6cke auf eine Hormonersatztherapie zu verzichten. <\/em>(&#8230;) <em>Vielleicht werden wir eines Tages dieses komplexe Krankheitsbild verstehen und eine L\u00f6sung f\u00fcr alle Unklarheiten, Schmerzen und Frustrationen, die dieses Leiden mit sich bringt, finden.&#8220; (Endometriosis Association 1999)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Fr\u00fcher konnte sich eine Frau mit Bauchschmerzen ins Bett legen, heute soll sie sich zur Arbeit qu\u00e4len. Es ist wirklich kein Wunder: Viele Frauen mit Endometriose sind Hausfrauen oder arbeiten Teilzeit; sie sind auf die Versorgung durch ihren Partner angewiesen. Aber: Das Teuflische an der Endometriose ist, dass betroffene Frauen oft Schmerzen beim Sex haben. Anders als bei den meisten anderen Krankheiten haben sie damit genau bei der Sache Schwierigkeiten, wof\u00fcr die Ehe einst erfunden wurde! Die Ehe dient ja der Kontrolle der Sexualit\u00e4t der Frau und der Verf\u00fcgbarkeit ihres K\u00f6rpers, bzw. der Unterdr\u00fcckung ihrer <em>female choice<\/em>, und ist die Basis der Herrschaft des Vaters, kurz des Patriarchats. Daher muss sie ihrem Manne exklusiv und jederzeit zur Verf\u00fcgung zu stehen und soll auch noch Freude zur Schau stellen. Heute ist die Vergewaltigung in der Ehe zwar verboten. Eine Frau, die ihrem Manne aber nicht &#8222;dienlich&#8220; sein kann und will, ist st\u00e4ndig von Scheidung bedroht, was ihr Verhalten wiederum beeinflusst. Und so kommt es, dass Frauen auch heute Dinge tun, die sie nicht wollen, und die sie noch kr\u00e4nker machen. Im \u00dcbrigen gilt das auch f\u00fcr Frauen, die beim Sex immer eine Blasenentz\u00fcndung bekommen. Es gibt hierbei einen deutlichen Zusammenhang mit der missachteten <em>female choice<\/em> (vgl. Uhlmann 2015). Gleiches gilt auch f\u00fcr das gerade erst \u00f6ffentlich gewordene Krankheitsbild der <a href=\"http:\/\/wienerin.at\/home\/lieben\/psyche\/5103156\/Postkoitale-Dysphorie_Depressiv-nach-dem-Sex-Das-koennte-der-Grund\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">postkoitalen Dysphorie<\/a>, deren Ursachen nur wenig verstanden werden, weil die <em>female choice<\/em> in der Schulmedizin bisher nicht vorkommt. Betroffenen Frauen bleibt oft nur die Berufst\u00e4tigkeit ohne m\u00e4nnlichen Lebenspartner oder ein sehr einsichtiger Partner, den frau lange suchen muss.<\/p>\n<p>Abgesehen von diesen, das Sexualleben einer Partnerschaft st\u00f6renden Krankheiten, sch\u00fctzt die Partnerschaft kranke Frauen offenbar recht gut vor krankheitsbedingtem sozialem Abstieg. Ingrid Waldron legte Ende der Neunziger Jahre drei weitere Studien auf, mit denen sie die Zusammenh\u00e4nge von Krankheit und Ehe untersuchte, ausgehend von der Beobachtung, dass verheiratete Erwachsene im Allgemeinen ges\u00fcnder sind als unverheiratete Erwachsene. Alle drei Studien untersuchten dieselbe Gruppe von 3.331 Frauen, eine gro\u00dfe nationale Stichprobe aus den USA, die in die \u201eNational Longitudinal Surveys of Young Women\u201c (nationale Langzeituntersuchung an jungen Frauen) einfloss. Die Frauen waren zu Beginn zweier aufeinanderfolgender f\u00fcnfj\u00e4hriger Nachbeobachtungsintervalle (<em>Follow-up<\/em> 1978-1983 und <em>Follow-up<\/em> 1983-1988) 24-34 Jahre alt.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/8816016\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" id=\"die-erste-studie\">Die erste Studie<\/a> \u00fcberpr\u00fcfte, ob \u201edie Ehe mit guter Gesundheit verbunden ist, weil sie gesundheitsf\u00f6rdernde Wirkungen hat (Heiratsschutzeffekte) und \/ oder weil ges\u00fcndere Personen eher heiraten und verheiratet bleiben (Heiratsselektionseffekte).\u201c Sie kam zu folgendem Ergebnis:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die Auswertungen der (&#8230;) Daten deuten darauf hin, dass es signifikante Heiratsschutzwirkungen gab, jedoch nur bei Frauen, die nicht angestellt waren. <strong>Insbesondere bei Frauen, die nicht berufst\u00e4tig waren, hatten verheiratete (&#8230;) bessere Gesundheitstrends als unverheiratete.<\/strong> Es scheint, dass die Ehe als alternative Quelle finanzieller und sozialer Unterst\u00fctzung gesundheitsf\u00f6rdernde Wirkungen f\u00fcr Frauen hatte, die nicht berufst\u00e4tig waren. <strong>(&#8230;) Insbesondere Frauen, die eine bessere Gesundheit hatten, waren anf\u00e4nglich eher verheiratet und erlebten weniger wahrscheinlich eine Scheidung, was aber nur f\u00fcr Frauen gilt, die nicht in Vollzeit und nur w\u00e4hrend des ersten Follow-up-Intervalls besch\u00e4ftigt waren.<\/strong> Es ist augenscheinlich, dass bei Frauen, die nicht berufst\u00e4tig waren, Heiratsschutzeffekte und Heiratsselektionseffekte zum Unterschied (&#8230;) im Familienstand beitrugen. <strong>Im Gegensatz dazu wurden bei Frauen, die Vollzeit besch\u00e4ftigt waren, weder Heiratsschutz- noch Heiratsselektionseffekte beobachtet.<\/strong> Wie erwartet, zeigen die Daten, dass die Unterschiede in der Gesundheit je nach Familienstand sehr gro\u00df waren, und f\u00fcr Frauen, die nicht erwerbst\u00e4tig waren, hoch signifikant waren, wohingegen sie f\u00fcr erwerbst\u00e4tige Frauen viel kleiner und oft nicht signifikant waren. <strong>Frauen, die weder verheiratet noch berufst\u00e4tig waren, hatten eine besonders schlechte Gesundheit.<\/strong> Zus\u00e4tzliche Beobachtungen deuten darauf hin, dass <strong>Frauen, die weder verheiratet noch berufst\u00e4tig waren, unter mehreren wechselseitigen Benachteiligungen litten, darunter schlechte Gesundheit, niedrige Einkommen und soziodemographische Merkmale, die Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche nach sich zogen.&#8220;<\/strong> (Waldron <em>et al.<\/em> 1996, meine paraphrasierte \u00dcbersetzung, Verk\u00fcrzungen dienen der Verst\u00e4ndlichkeit, meine Hervorhebungen)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Ausgangsannahme der gesundheitsf\u00f6rdernden Wirkung der Ehe wurde damit nur f\u00fcr wenig oder nicht berufst\u00e4tige Frauen best\u00e4tigt. W\u00e4hrend leicht kranke Hausfrauen in der Ehe sogar ges\u00fcnder werden, haben schwer kranke Frauen auf dem Heiratsmarkt wenig Chancen. Vollzeit berufst\u00e4tig profitiert keine Frau von der Ehe.<br \/>\nEs ist ja ganz klar, dass Frauen, die aufgrund ihrer Verfassung in die Ehe gezwungen sind, um abgesichert zu sein, auch nicht besonders gl\u00fccklich sind, aber doch immerhin gl\u00fccklicher als ohne jede Sicherheit, was sich nat\u00fcrlich positiv auswirken muss. Gleichzeitig hatten es kranke Ehefrauen viel schwerer, \u00fcberhaupt einen Partner zu finden, so dass sie wahrscheinlich einfach nur froh und dankbar sind, und sich das Gef\u00fchl von Sicherheit positiv auswirkt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/9351156\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" id=\"die-zweite-studie\">Die zweite Studie<\/a> \u00fcberpr\u00fcfte, ob \u201esich der Familienstand auf die Gesundheit zwischen nie verheirateten Frauen und geschiedenen und getrennten Frauen unterschiedlich auswirkt\u201c. Sie kam zu folgendem Ergebnis:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;(&#8230;) Wegen k\u00f6rperlicher Beeintr\u00e4chtigungen und allgemeiner Gesundheitsprobleme tendierten im ersten Follow-up-Intervall nie verheiratete Frauen zu schlechterer Gesundheit als geschiedene und getrennte Frauen. <strong>F\u00fcr psychosomatische Symptome gab es jedoch keine tendenziellen Unterschiede zwischen nie verheirateten Frauen und geschiedenen und getrennten Frauen des Follow-up-Intervalls auch nicht f\u00fcr irgendeine andere gesundheitliche Messgr\u00f6\u00dfe im zweiten Follow-up-Intervall.<\/strong> Unsere Analysen der Daten zeigten nur wenige signifikante Unterschiede im Gesundheitszustand zwischen nie verheirateten Frauen und geschiedenen und getrennten Frauen. <strong>Zusammengenommen weisen die Ergebnisse unserer Studie und fr\u00fcherer Studien darauf hin, dass Unterschiede zwischen nie verheirateten Frauen und geschiedenen und getrennten Frauen je nach Alter und\/oder Kohorte variieren k\u00f6nnen.<\/strong> Die augenscheinlichen Befunde f\u00fcr die 1970er und 1980er Jahre legen nahe, dass bei \u00e4lteren Frauen geschiedene und getrennte Frauen m\u00f6glicherweise sch\u00e4dlichere gesundheitliche Auswirkungen davon trugen als nie verheiratete Frauen; bei j\u00fcngeren Frauen war dieser Unterschied jedoch m\u00f6glicherweise nicht vorhanden oder m\u00f6glicherweise aufgehoben worden.&#8220; (Vgl. Waldron <em>et al.<\/em> 1997, meine paraphrasierte \u00dcbersetzung, Verk\u00fcrzungen dienen der Verst\u00e4ndlichkeit, meine Hervorhebungen)<\/p><\/blockquote>\n<p>Anders gesagt bedeutet das: Dass nie verheiratete Frauen h\u00e4ufiger k\u00f6rperlich krank sind, best\u00e4tigt noch einmal die Ergebnisse der ersten Studie, nach der sie schwerer einen Partner finden. Was die psychosomatischen Symptome angeht, vergleicht Waldron Getrennte und nie Verheiratete und stellt fest, dass sie \u00e4hnlich gesund oder krank sind. Dieser Befund entspricht im Grunde der Munsch-Studie, aber nur wenn wir voraussetzen, dass diese nie Verheirateten gesunde, berufsorientierte Frauen waren. Auf k\u00f6rperliche und psychosomatische Beschwerden gemeinsam bezogen, verwischte jeder Unterschied zwischen nie verheirateten Frauen und geschiedenen und getrennten. Wird das Alter der Frauen mitber\u00fccksichtigt, differenziert sich das Bild noch einmal. Je fr\u00fcher sich eine Frau trennte, desto weniger litt offenbar ihre Gesundheit darunter.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/9785695\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" id=\"die-dritte-studie\">Die dritte Studie<\/a> \u00fcberpr\u00fcfte insgesamt vier Hypothesen \u201e\u00fcber die Auswirkungen von Besch\u00e4ftigung, Heirat und Mutterschaft auf die allgemeine k\u00f6rperliche Gesundheit von Frauen (&#8230;) Diese Hypothesen sagen voraus, wie der Gesundheitseffekt jeder Rolle variiert, abh\u00e4ngig von den spezifischen Rollenmerkmalen und den anderen Rollen, die eine Frau innehat.\u201c (Waldron <em>et al. <\/em>1998)<\/p>\n<p>Die 1. Hypothese ging davon aus, \u201edass Besch\u00e4ftigung und Ehe \u00e4hnliche Ressourcen zur Verf\u00fcgung stellen (z. B. Einkommen und soziale Unterst\u00fctzung), und infolgedessen k\u00f6nnen Besch\u00e4ftigung und Ehe sich in ihren vorteilhaften Wirkungen auf die Gesundheit gegenseitig ersetzen.\u201c Die Untersuchung f\u00fchrte zu folgendem Ergebnis:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWie vorhergesagt, stellten wir fest, dass die Besch\u00e4ftigung bei unverheirateten Frauen positive Auswirkungen auf die Gesundheit hatte, bei verheirateten Frauen jedoch nur geringe oder gar keine Auswirkungen. In \u00e4hnlicher Weise hatte die Ehe nur f\u00fcr Frauen, die nicht erwerbst\u00e4tig waren, gesundheitsf\u00f6rdernde Wirkungen.&#8220; (Waldron <em>et al. <\/em>1998, meine \u00dcbersetzung)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die 2. Hypothese ging davon aus, dass erwerbst\u00e4tige M\u00fctter eine Doppelbelastung erfahren, was zu sch\u00e4dlichen Auswirkungen auf die Gesundheit f\u00fchrt. Dazu kam es zu folgendem Ergebnis:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Wir fanden jedoch nur <strong>sehr wenige Beweise daf\u00fcr, dass die Kombination von Besch\u00e4ftigung und Mutterschaft zu sch\u00e4dlichen Auswirkungen auf die Gesundheit f\u00fchrte.<\/strong>&#8220; (Waldron <em>et al. <\/em>1998, meine \u00dcbersetzung, meine Hervorhebung)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Im Gegensatz zu den Vorhersagen der 3. Hypothese, der &#8222;Rollen\u00fcberforderungshypothese&#8220;,<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;<strong>scheint es, dass weder l\u00e4ngere Arbeitszeiten noch mehr Kinder sch\u00e4dliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben.<\/strong>&#8220; (Waldron <em>et al.<\/em> 1998, meine \u00dcbersetzung, meine Hervorhebung)<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie durch die 4. Hypothese vorhergesagt,<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;schien <strong>das j\u00fcngere Alter bei der ersten Geburt<\/strong>, insbesondere eine Geburt im Teenageralter, zu sch\u00e4dlicheren Gesundheitsfolgen zu f\u00fchren.&#8220; (Waldron <em>et al.<\/em> 1998, meine paraphrasierte \u00dcbersetzung, meine Hervorhebung)<\/p><\/blockquote>\n<p>Anders gesagt bedeutet das: Diese Ergebnisse best\u00e4tigen die erste und zweite Studie. Sie liefern nicht den Nachweis, dass die Berufst\u00e4tigkeit verheiratete Frauen ges\u00fcnder mache, aber auch nicht kr\u00e4nker. Wie wir ja inzwischen wissen, sind die Frauen, die in den Beruf gehen, \u00fcberwiegend von vorne herein gesund. Die Studie liefert auff\u00e4lligerweise kaum Beweise, dass eine Doppelbelastung krank macht. Dar\u00fcber hat sich auch Ingrid Waldron gewundert. Das steht auch im Kontrast zu Caterina Trevisans Behauptung, dass mehr Mithilfe des Mannes im Haushalt vor Krankheit sch\u00fctzt. Aber Waldron ahnt sehr wohl\u00a0 &#8211; wie wir alle eigentlich &#8211; dass viele berufst\u00e4tige M\u00fctter insbesondere kleiner Kinder am Rande der Ersch\u00f6pfung sind (vgl. Repetti <em>et al.<\/em> 1989, S. 1394 u. 1399). Aber selbst die Kinderzahl hat der Studie zufolge keinerlei Auswirkungen auf die Gesundheit. &#8222;Nur sehr wenige Beweise&#8220; bedeutet zwar nicht &#8222;keine Beweise&#8220;, wenn wir aber bedenken, dass diese meisten Frauen 1. als Berufst\u00e4tige eher von vorne herein gesund sind, 2. die Zahl ihrer Kinder selbst bestimmen k\u00f6nnen, 3. aufgrund ihrer Berufst\u00e4tigkeit Zugang zu Hilfsangeboten haben, 4. sie Hausarbeit delegieren k\u00f6nnen, 5. sie das Geld haben, teure Gesundheitsangebote wahrzunehmen und 6. oft die Option haben, auch in Teilzeit zu gehen, ist das nicht verwunderlich.<br \/>\nEin sehr junges Alter bei der ersten Geburt ist dagegen meist eine unfreiwillige Situation. Dass hier gesundheitliche Schwierigkeiten auftreten, kann unterschiedliche Gr\u00fcnde haben, die aber vor allem im Umfeld der Mutter zu suchen sind, jedenfalls ist sie in Anbetracht der prek\u00e4ren Situation, in die sie meist ger\u00e4t, zwangsl\u00e4ufig \u00fcberfordert.<\/p>\n<h3 id=\"die-patriarchale-realitaet-macht-frauen-krank\">Die patriarchale Realit\u00e4t macht Frauen krank<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/scott-webb-386701.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Mehrparteienhaus\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/scott-webb-386701.jpg?resize=300%2C445&#038;ssl=1\" alt=\"Mehrparteienhaus\" width=\"300\" height=\"445\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8px;\">Photo by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/sgMdt0sTi0s?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Scott Webb<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/span><br \/>\n<br \/>\nWir wissen, dass vieles, was Frauen krank macht, direkt mit der Partnerschaft zu tun hat: die Konflikte mit dem Ehemann, der indirekt aufrechterhaltene Zwang zum Geschlechtsverkehr bzw. die sexuelle Unfreiheit, ein schnarchender Ehemann, herrschs\u00fcchtige Schwiegereltern, h\u00e4usliche Gewalt u. v. m.. Letzteres wurde j\u00fcngst vom BKA untersucht, mit dem Ergebnis, dass die Familie der gef\u00e4hrlichste Ort f\u00fcr Frauen und Kinder ist. Krankmachend ist auch die f\u00fcr das Patriarchat typische Wohnsituation. Nachbarschaftsstreit und Isolation in engen Wohnungen oder im Golden K\u00e4fig, tr\u00e4gt das seine dazu bei. Es ist aber auch nicht von der Hand zu weisen, dass Berufst\u00e4tigkeit Frauen krank macht, und zwar vor dem Hintergrund der durch und durch patriarchalen Philosophie der Berufswelt, einer Welt, die von M\u00e4nnern f\u00fcr M\u00e4nner gemacht wurde und in die Frauen sich nun integrieren (sollen).<\/p>\n<p>Krank machende Faktoren der Arbeit selbst sind bekannterma\u00dfen &#8211; das gilt f\u00fcr beide Geschlechter &#8211; lange Arbeitszeit, Schichtarbeit, schwere k\u00f6rperliche Arbeit oder \u00fcberwiegend sitzende T\u00e4tigkeiten, Kontakt mit Giftstoffen oder Krankheitserregern, das Arbeitsklima unter den Kollegen, die F\u00fchrungsqualit\u00e4ten des Chefs\/der Chefin, unversch\u00e4mte Kunden, mangelnde Lohngerechtigkeit und die Einstellung zur Arbeit. In einer Studie der Ohio State University aus dem Jahre 2016 wurde nun festgestellt, dass zuviel Arbeit vor allem Frauen krank macht. Sie untersuchten eine Gruppe von 7492 Personen aus der \u201eNational Longitudinal Survey of Youth\u201c, die 32 Jahre Berufserfahrung hatten (1978 bis 2009)<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Diese Studie zielt darauf ab, das chronische Krankheitsrisiko im Zusammenhang mit l\u00e4ngerer Arbeit in Stundenpl\u00e4nen f\u00fcr acht schwerwiegende chronische Krankheiten zu bewerten: Herzerkrankungen, Nicht-Hautkrebs, Arthritis, Diabetes, chronische Lungenerkrankungen, Asthma, chronische Depression und Bluthochdruck. (&#8230;) Die regelm\u00e4\u00dfige Arbeit \u00fcber 32 Jahre hinweg war signifikant mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr Herzerkrankungen, Hautkrebs, Arthritis und Diabetes assoziiert. Das beobachtete Risiko war bei Frauen viel gr\u00f6\u00dfer als bei M\u00e4nnern. (&#8230;) Langfristige Arbeitszeitpl\u00e4ne \u00fcber viele Jahre erh\u00f6hen das Risiko f\u00fcr bestimmte chronische Krankheiten, insbesondere f\u00fcr Frauen.&#8220; (Dembe <em>et al.<\/em> 2016)<\/p><\/blockquote>\n<p>Frauen sind auch h\u00e4ufiger krankgeschrieben als M\u00e4nner, obwohl sie bekannterma\u00dfen mehr auf ihre Gesundheit achten und sich besser ern\u00e4hren:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer Krankenstand der weiblichen Versicherten ist mit durchschnittlich 4,2 Prozent \u2013 wie auch in den Vorjahren \u2013 h\u00f6her als der der m\u00e4nnlichen Versicherten (3,7 Prozent). Wie der Altersverlauf zeigt, liegt der Krankenstand der Frauen praktisch in allen Altersgruppen \u00fcber dem der M\u00e4nner. Der h\u00f6here Krankenstand von Frauen ist im Wesentlichen auf eine h\u00f6here Fallh\u00e4ufigkeit (121,3 F\u00e4lle bei Frauen gegen\u00fcber 104,0 F\u00e4llen bei M\u00e4nnern je 100 Versichertenjahre) zur\u00fcckzuf\u00fchren.\u201c (Storm 2017, S. 14)<\/p><\/blockquote>\n<p>Frauen leben auch l\u00e4nger als M\u00e4nner, halten also trotz aller Schwierigkeiten l\u00e4nger durch. Sie sind als Berufst\u00e4tige m\u00f6glicherweise auch deshalb ges\u00fcnder, <strong>weil<\/strong> sie sich h\u00e4ufiger krankschreiben lassen und sich so vor krankmachender Arbeit besser sch\u00fctzen. Sie scheuen sich weniger, sich krankschreiben zu lassen, denn sie haben meist feine Antennen daf\u00fcr, was sie sich zumuten k\u00f6nnen, und oft sind sie nicht Alleinverdienerinnen, die um ihren Job f\u00fcrchten m\u00fcssten. Aber Frauen lassen sich noch viel zu wenig krankschreiben. Viele werden erst richtig krank, <em>weil<\/em> sie es sich nicht leisten k\u00f6nnen, weil sie <em>nicht krank<\/em> werden d\u00fcrfen. Im \u00dcbrigen auch nicht ihre Kinder! Sehr kleine Kinder sind besonders anf\u00e4llig und leiden besonders darunter, aber ausgerechnet sie werden in der Kita dauerhaft vielen Erregern ausgesetzt, die sie obendrein an ihre Eltern und Erzieherinnen weitergeben. Eine vergleichbare Ansteckungsgefahr hat es in der Evolution nie gegeben, und die <a href=\"http:\/\/www.wissenschaft.de\/home\/-\/journal_content\/56\/12054\/58634\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Medizin f\u00e4ngt jetzt erst an zu verstehen, was das anrichten kann<\/a>. Wenn das Kind krank wird oder wenn die Kita schlie\u00dfen muss, bleibt der Mutter oft nur noch, sich selbst krank zu melden, weil ihre Urlaubstage und vertraglich geregelten kindbedingten Fehlzeiten, die viel zu knapp bemessen sind, schon verbraucht sind. Manchen mag das wie eine die Gesellschaft ausbeutende Trickserei vorkommen, aber sie sollten dran denken, dass M\u00fctter die Berufst\u00e4tigen von morgen gro\u00dfziehen, die eines Tages auch die Rente erarbeiten.<\/p>\n<h3 id=\"Schon-die-Maedchen-werden-krank-gemacht\">Schon die M\u00e4dchen werden krank gemacht \u2013 Kinderarbeit und Drill<\/h3>\n<p>Wir Frauen werden schon fr\u00fch trainiert, uns anzupassen. Die Schule nimmt auf die Beschwerden von M\u00e4dchen keine R\u00fccksicht. In der aktuellen <a href=\"https:\/\/www.kiggs-studie.de\/deutsch\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts<\/a> lesen wir:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;In der Altersgruppe der 14- bis 17-J\u00e4hrigen sch\u00e4tzten M\u00e4dchen ihre Lebensqualit\u00e4t signifikant niedriger ein als gleichaltrige Jungen. In den beiden j\u00fcngeren Altersgruppen war kein Geschlechterunterschied in der Lebensqualit\u00e4tseinsch\u00e4tzung zu beobachten.&#8220; (Ellert et al. 2014, S. 801)<\/p><\/blockquote>\n<p>Alle Jugendlichen leiden unter chronischem, von der Schule aufgezwungenem Schlafmangel und Stress, dies ausgerechnet in einer Zeit, wo sich das Gehirn noch entwickeln muss. Aber M\u00e4dchen sind besonders leidgepr\u00fcft. Es ist tats\u00e4chlich kein Geheimnis, dass M\u00e4dchen in den ersten Tagen der Menstruation oft starke Schmerzen haben und h\u00e4ufig dem Unterricht fernbleiben oder nicht den Anforderungen folgen k\u00f6nnen. Das Horrorszenario \u00fcberhaupt ist ein Blutfleck auf der Kleidung, das es um jeden Preis zu vermeiden gilt, aber der <a href=\"https:\/\/www.mynfp.de\/unregelmaessiger-zyklus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zyklus<\/a> ist unberechenbar, und schon greifen M\u00e4dchen zur Pille.<br \/>\nSt\u00e4ndig unter Konkurrenz versuchen sie ihre sexuelle Attraktivit\u00e4t auch durch aufw\u00e4ndiges Herausputzen zu steigern, evolution\u00e4r gesehen, um baldigst schwanger zu werden. So betrachtet ist es kein Wunder, dass &#8222;Germany&#8217;s Next Topmodel&#8220; so erfolgreich ist. Die KiGGS-Studie zeigt nun, dass rund jedes f\u00fcnfte Kind einzelne Symptome einer Essst\u00f6rung aufweist. Obendrein empfand sich fast jedes zweite M\u00e4dchen zwischen 11\u00a0und 17\u00a0Jahren als zu dick (vgl. Burger 2017). Das Sch\u00f6nheitsideal hat nichts mit den evolution\u00e4ren Erfordernissen zu tun. Aber nicht Heidi Klum ist daran Schuld, sondern das patriarchale System, in dem junge Frauen verzweifelt nach einem guten Leben suchen m\u00fcssen. Doch alle gemeinsam arbeiten daran, das zu verhindern. Die zunehmenden F\u00e4lle von Magersucht zeigen, dass M\u00e4dchen dem Druck nicht mehr gewachsen sind. Trotz aller Schwierigkeiten \u201eihren Mann zu stehen\u201c und gleichzeitig eine attraktive Frau zu sein, schaffen die Allerwenigsten. Dass M\u00e4dchen keinen Hass auf ihren K\u00f6rper entwickeln, ist schon die Ausnahme.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8px;\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/henrique-felix-113544.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1267\" title=\"ein d\u00fcnnes S\u00fcppchen\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/henrique-felix-113544.jpg?resize=600%2C400&#038;ssl=1\" alt=\"ein d\u00fcnnes S\u00fcppchen\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/henrique-felix-113544.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/henrique-felix-113544.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><br \/>\nPhoto by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/JVkGUwTYQag?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Henrique F\u00e9lix<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/span><br \/>\nDie amerikanische Anthropologin Sarah Blaffer Hrdy kl\u00e4rt uns dar\u00fcber auf, dass nat\u00fcrlicherweise die M\u00e4dchen am wenigsten arbeiten, die alten Frauen dagegen am meisten:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBei einigen J\u00e4ger-Sammler-Gruppen wie den Pum\u00e9 in Venezuela beispielsweise beginnt die Durchschnittsfrau erst mit Mitte zwanzig, ihre Nahrung f\u00fcr sich selbst zu sammeln. (&#8230;) Selbst wenn sie harte Arbeit leisten, etwa Knollen ausgraben, buddeln Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren weniger Knollen in einer Stunde aus als \u00e4ltere Frauen, die schon \u00fcber 40 sind. Wenn die Nahrung ins Lager zur\u00fcckgetragen wird, sind es am Ende aus irgendeinem Grunde immer die starken jungen Frauen, die die leichtesten Lasten tragen. (&#8230;) Teenager sind (&#8230;) unter Umst\u00e4nden nicht mit ganzem Herzen bei der Sache, selbst dann nicht, wenn es sich um eine leichte Aufgabe handelt. (&#8230;) Es ist so, als schonen Teenager sich f\u00fcr etwas Besseres \u2013 was unter dem Gesichtspunkt der Fortpflanzung auch tats\u00e4chlich so ist. (&#8230;) Moderne M\u00fctter machen grimmige Witze \u00fcber den Narzissmus der jungen Frauen, ihre Ich-Bezogenheit, Unruhe und ihre Fixiertheit auf das andere Geschlecht. Doch von ihrem Standpunkt aus gesehen arbeiten die M\u00e4dchen um die Zeit der Menarche auf ihre Weise hart: sie programmieren n\u00e4mlich ihren Hypothalamus und ihre Eierst\u00f6cke neu (&#8230;) Heranwachsende haben mitunter Erwartungen und setzen Priorit\u00e4ten, die sich stark von denen der Eltern unterscheiden. Auch wenn sie den Grund daf\u00fcr nicht kennen, werden sie, wenn es hart auf Hart kommt, ihr eigenes Fortpflanzungspotenzial nicht zu Gunsten eines fremden Babys aufs Spiel setzen. \u201eKinderarbeit, das soll wohl ein Witz sein\u201c, lamentiert eine Mutter (&#8230;) erm\u00fcdet vom Widerstand ihrer Tochter gegen jede Hausarbeit.\u201c (Blaffer Hrdy 2010a, S. 316 f)<\/p><\/blockquote>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"M\u00e4dchen auf dem Jahrmarkt\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/annie-gray-401017.jpg?resize=600%2C400&#038;ssl=1\" alt=\"M\u00e4dchen auf dem Jahrmarkt\" width=\"600\" height=\"400\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: 8px;\">Photo by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/_O6xCs0P-NI?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Annie Gray<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/span><br \/>\nM\u00e4dchen interessieren sich jedoch bei weitem nicht nur f\u00fcr Jungen, sondern sind schon lange bevor sie Mutter werden damit besch\u00e4ftigt, <a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/news\/kinder-koennen-auch-ohne-vater-gluecklich-aufwachsen\/1479737\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ein helfendes Netzwerk zu schaffen<\/a>. Sarah Blaffer Hrdy schreibt dazu:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBeginnend im M\u00e4dchenalter, werden Frauen mit zunehmendem Alter immer geschickter darin, Freundschaften zu schlie\u00dfen. Diese Neigungen wurzeln anders als bei M\u00e4nnern nicht in dem Bestreben, Jagdgef\u00e4hrten oder Waffenbr\u00fcder zu finden. Ob bewusst oder nicht, suchen Frauen nach \u201aSchwestern\u2019, die ihnen bei der Versorgung ihrer Kinder zur Seite stehen. Selbst der starke Drang, sich beliebt zu machen und \u201adazuzugeh\u00f6ren\u2019, der bei M\u00e4dchen im Teenageralter so unverkennbar ist und der zur Folge hat, dass sie \u00e4u\u00dferst empfindlich darauf regieren, was andere von ihnen denken, aber auch, dass sie sehr konkurrenzorientiert sind und andere r\u00fccksichtslos ausschlie\u00dfen, hat m\u00f6glicherweise viel mit dem Aufbau von Bindungen zutun, die in den Umwelten unserer Vorfahren f\u00fcr die erfolgreiche Aufzucht von Kindern von entscheidender Bedeutung gewesen sein d\u00fcrften.\u201c (Blaffer Hrdy 2010b, S. 372 f)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Netzwerken ist f\u00fcr Frauen evolution\u00e4r gesehen eine brandneue und daher sehr anstrengende Arbeit, weil sie urspr\u00fcnglich in ein bestehendes, funktionierendes Netzwerk, n\u00e4mlich die matrilineare Sippe, hineingeboren wurden. M\u00e4nner sind dagegen seit Urzeiten daran gew\u00f6hnt, mit fremden M\u00e4nnern Kontakt aufzunehmen und bildeten einst Jagdkollektive. Mittlerweile ist klar, dass das \u00dcberleben der Gruppe nicht vom Jagderfolg abhing, sondern vom Sammeltalent der Frauen. Es wurde nur selten ein gro\u00dfes Tier erbeutet. M\u00e4nner gingen zur Jagd, um mit dem Gejagten angeben zu k\u00f6nnen. Ein erfolgreicher Mann hatte mitunter h\u00e4ufiger Liebhaberinnen. (vgl. Blaffer Hrdy 2010a, S. 312 u. 332)<\/p>\n<p>Ich sehe das steinzeitliche Netzwerk der M\u00e4nner als ein Werkzeug der <em>female choice<\/em> an. Das Netzwerk der untereinander nicht verwandten M\u00e4nner war die Eintrittskarte jedes Einzelnen in die Sippe des Anderen. Nur wer zum Netzwerk geh\u00f6rte, war vertrauensw\u00fcrdig genug, sich den Frauen n\u00e4hern zu d\u00fcrfen. Das Netzwerk lieferte nicht nur neue M\u00e4nner, es sch\u00fctzte auch vor \u00dcbergriffen.<\/p>\n<p>Im Patriarchat, wo es keine matrilineare Sippe mehr gibt, ist es f\u00fcr M\u00e4dchen \u00fcberlebensnotwendig geworden, ein Netzwerk aus eigentlich fremden, konkurrierenden Frauen aufzubauen. Evolution\u00e4r darauf nicht vorbereitet, l\u00e4uft das nicht ohne Schwierigkeiten ab und die Netzwerke sind \u00e4u\u00dferst instabil. Zickenkrieg, Stutenbissigkeit und auch die m\u00e4nnlichen Freunde, die \u00fcberall dabei sind und obendrein eine Herausforderung f\u00fcr die <em>female choice<\/em> sind, erschweren die Herstellung von Frauenfreundschaften. Was fr\u00fcher von der \u00d6ffentlichkeit weitgehend unbemerkt ablief, wird durch das Internet offensichtlich. Cybermobbing ist unter M\u00e4dchen weit verbreitet und macht viele M\u00e4dchen krank.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/jacob-townsend-440823.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Junge Frauen in Trennung\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/jacob-townsend-440823.jpg?resize=600%2C421&#038;ssl=1\" alt=\"Junge Frauen in Trennung\" width=\"600\" height=\"421\" \/><\/a><br \/>\n<span style=\"font-size: 8px;\">Photo by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/photos\/sOK08OmFu04?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Jacob Townsend<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/span><br \/>\nDas von M\u00e4dchen m\u00fchsam und unter Einsatz ihrer Gesundheit aufgebaute Netzwerk wird mit dem Ende der Schulzeit zerst\u00f6rt, n\u00e4mlich indem sie ihre Ausbildung nach M\u00f6glichkeit weit entfernt absolvieren sollen. Sp\u00e4ter m\u00fcssen sie oft in einer anderen Stadt berufst\u00e4tig sein, was dann bedeutet, dass auch die w\u00e4hrend der Ausbildung neu gekn\u00fcpften Netzwerke zerst\u00f6rt werden. Was bedeutet es f\u00fcr das Gef\u00fchl der Selbstwirksamkeit einer jungen Frau, wenn das, was ihr am wichtigsten ist, immer wieder zerst\u00f6rt wird? Vielleicht ist die Kompensation dieses Effekts der wahre Grund, warum M\u00e4dchen zun\u00e4chst bessere Noten erzielen als Jungen, im Berufsleben aber wieder in der zweiten Reihe stehen. Das Patriarchat verhindert den Aufbau dauerhafter weiblicher Netzwerke und sorgt f\u00fcr eine weitgehende Isolation. Im Laufe ihres Lebens zerbricht so Manche, die einst so hoffnungsvoll begann.<\/p>\n<p>Die Geb\u00e4rf\u00e4higkeit oder die Gr\u00f6\u00dfe des sozialen Netzwerkes waren bei den Studien \u00fcber arbeitende Frauen kein Kriterium f\u00fcr Gesundheit, obwohl das aus medizinischer und verhaltensbiologischer Sicht so ist. Es wurde aber angenommen, dass berufst\u00e4tige Frauen gr\u00f6\u00dfere Netzwerke h\u00e4tten, und deshalb ges\u00fcnder seien. Dem ist jedoch nicht so, und je mehr Hilfe sie brauchen, desto weniger haben sie:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Netzwerkarbeit ist (&#8230;) f\u00fcr viele Frauen nicht so einfach und so lohnend wie f\u00fcr M\u00e4nner. NetzwerkforscherInnen konnten nachweisen, das berufst\u00e4tige Frauen mit kleinen Kindern Zeit- und Energierestriktionen unterliegen, die einen negativen Einfluss auf die Gr\u00f6\u00dfe und das Kontaktvolumen ihrer pers\u00f6nlichen Netzwerke haben (&#8230;).\u201c (Tonn 2015, S. 180)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Vorhandensein von Netzwerken oder die M\u00f6glichkeit solche zu bilden d\u00fcrfte also auch entscheidend f\u00fcr die gesundheitlichen Auswirkungen der Berufst\u00e4tigkeit von Frauen sein.<\/p>\n<p>Wie wir oben erfahren haben, arbeiten bei den Naturv\u00f6lkern die \u00e4lteren Frauen am meisten, also auch nicht die Frauen, die gerade kleine Kinder haben. Aber heute wird genau das von jungen M\u00fcttern verlangt, nachdem man ihnen alle Netzwerke zerst\u00f6rt hat. Das Potential, das \u00e4ltere Frauen nat\u00fcrlicherweise noch haben, wurde im Patriarchat vorzeitig verbraucht und kann daher kaum erkannt werden. Sie sind ersch\u00f6pft, und insbesondere die, die berufst\u00e4tig waren, unternehmen lieber Kreuzfahrten, als ihren T\u00f6chtern zu helfen. Jetzt, sagen sie, seien sie auch mal dran. Sie waren es also w\u00e4hrend ihres ganzen Berufsleben nicht! Die, die sich einen Egotrip nicht leisten k\u00f6nnen, verbringen ein Alter im Abseits, wenn die T\u00f6chter weit entfernt wohnen. Das Patriarchat hat alles auf den Kopf gestellt. Ein gutes Leben ist damit f\u00fcr M\u00fctter unm\u00f6glich gemacht. Wir meinen trotzdem h\u00e4ufig, alles zu haben, nennen uns zufrieden, aber wir wissen nicht, was uns entgangen ist!<\/p>\n<p>Wie es sich schon bei M\u00e4dchen abzeichnet, haben Frauen evolution\u00e4r bedingt andere Priorit\u00e4ten als M\u00e4nner. Die Gesundheit einer Frau im Arbeitsleben h\u00e4ngt in ganz entscheidendem Ma\u00dfe davon ab, ob sie ihre Arbeit als sinnstiftend empfindet und freiwillig macht. Frauen sind von Natur aus viel w\u00e4hlerischer als M\u00e4nner. Sie m\u00fcssen so sein, weil sie in h\u00f6herem Ma\u00dfe Verantwortung tragen. Die <em>female choice<\/em> und die richtigen Entscheidungen im Alltag, z.B. Wohnort oder Ern\u00e4hrung, all dies ist f\u00fcr Frauen extrem wichtig, weil sie f\u00fcr die n\u00e4chste Generation mitentscheiden m\u00fcssen. Warum sollte es bei der Arbeit anders sein und vor allem: warum sollte sich eine Frau festlegen m\u00fcssen? Wird das alles \u00fcbergangen, werden Frauen krank, das best\u00e4tigen auch die Studien:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Eine Analyse (&#8230;) spricht daf\u00fcr, dass Erwerbsbeteiligung nur f\u00fcr verheiratete Frauen mit einer positiven Einstellung zur Erwerbst\u00e4tigkeit einen positiven Einfluss auf die selbstverordnete allgemeine Gesundheit hat. Verschiedene Querschnittsstudien haben auch gefunden, dass die Verbindung von Berufst\u00e4tigkeit und guter Gesundheit f\u00fcr diejenigen Frauen st\u00e4rker ist, die eine positive Einstellung zur Berufst\u00e4tigkeit haben oder f\u00fcr Frauen, die eine solche dem Hausfrauendasein vorziehen. (&#8230;) Zusammengefasst deuten diese Befunde daraufhin, dass Berufst\u00e4tigkeit positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat, wenn es eine \u00dcbereinstimmung zwischen der Einstellung der Frauen zu oder dem Wunsch nach Berufst\u00e4tigkeit und ihrem tats\u00e4chlichen Rollenstatus gibt.&#8220; (Repetti <em>et al.<\/em> 1989, S. 1397, meine \u00dcbersetzung)<\/p><\/blockquote>\n<p>Wer eine \u00fcberzeugte Hausfrau dazu zwingt, berufst\u00e4tig zu werden, f\u00fcgt ihr Schaden zu. Es ist nicht anderes, als wolle man eine Soziologin dazu zwingen, Ingenieurin zu sein. Gleiches gilt, wenn man eine berufsorientierte Frau dazu zwingt, Hausfrau zu sein. Es verbietet sich demnach jede Einmischung in die Lebensgestaltung von Frauen. Stattdessen muss dem Patriarchat auf den tiefsten Grund gegangen werden. Damit meine ich die Philosophie, die die Matrifokalit\u00e4t, das nat\u00fcrliche Schutz- und Netzwerk der Frau, vollverschleiert und sogar abt\u00f6tet, und Vaterschaft und Familie zu einer Sache der Gerechtigkeit erkl\u00e4rt. Auf dem gleichen Altar der Gerechtigkeit fordert der Feminismus Gleichberechtigung. Es ist aber so, dass Gleichberechtigung nicht identisch ist mit Egalit\u00e4t, und sie verhindert Egalit\u00e4t sogar. Rechte werden vergeben &#8211; und zwar nicht ohne den Segen der M\u00e4nner &#8211; und k\u00f6nnen von ihnen wieder genommen werden, solange sie die Gewalt und Macht des Vaters besitzen.<\/p>\n<p>Die M\u00e4dchen bzw. Frauen werden schon fr\u00fch gedrillt, trotz ihrer Beschwerden und Bed\u00fcrfnisse zu funktionieren, in einer Weise, wie es Jungen bzw. M\u00e4nnern unbekannt ist. Ihre spezifischen Bed\u00fcrfnisse, auch die von Kindern, werden mit F\u00fc\u00dfen getreten. Die Leistungsgesellschaft bietet nicht die Sicherheit, die junge Frauen bewusst oder unbewusst suchen und tats\u00e4chlich auch brauchen, wenn sie tats\u00e4chlich Mutter werden. Junge Frauen sp\u00fcren \u00fcberall, wie ihnen der schwankende Boden unter den F\u00fc\u00dfen ganz weggerissen wird.<br \/>\nDer Feminismus hat erreicht, dass Frauen sich jetzt selbst erforschen d\u00fcrfen und unendlich viele Tatsachenverdrehungen richtig stellen k\u00f6nnen. W\u00fcnschenswert w\u00e4re, dass sie es auch schonungslos tun! Wir wissen jetzt immerhin, dass Frauen, die vergewaltigt wurden, nicht selbst Schuld sind. Was aber Bed\u00fcrfnisse angeht, klafft weiterhin eine riesige L\u00fccke zwischen soziologischen Wunschtr\u00e4umen und medizinischer und soziologischer Realit\u00e4t. Daher wird noch mehr Zwang aufgebaut, statt ihn zu hinterfragen. Es ist, wie wir gesehen haben, ganz einfach, die Gruppe der Hausfrauen mit Statistik in Misskredit zu bringen und Druck auf sie auszu\u00fcben. Sie sind mittlerweile das Feindbild Nummer eins. Um Geld zu sparen, singen PolitikerInnen &#8211; unterst\u00fctzt durch eine Clique bezahlter SoziologInnen &#8211; das alte Lied von der Eigenverantwortlichkeit. Das System baut darauf, dass alle gesund sind und es auch bleiben, und es gilt, das nicht sein kann, was nicht sein darf. Chronisch Schwerkranke erhalten zwar gewisse Hilfen, vegetieren aber am Existenzminimum herum und haben so keine M\u00f6glichkeit, ihre schlechte Lebensqualit\u00e4t durch Freizeitgestaltung zu verbessern. Besonders kranke Frauen werden diskriminiert. Frauen, die aufgrund von typischen Frauenbeschwerden im Grunde erwerbsunf\u00e4hig sind, werden sogar als faul oder eingebildet krank abgestempelt. Ihr gesellschaftlicher Beitrag als Hausfrau und Mutter wird nicht honoriert. Ihnen hilft nicht einmal eine Berufsunf\u00e4higkeitsversicherung, weil sie theoretisch ja noch arbeiten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Das Ehegattensplitting, das heute \u00fcbrigens auch gleichgeschlechtlichen Ehen zugutekommt, ist im Grunde eine Anerkennung daf\u00fcr, dass eine wirtschaftlich besser gestellte Person eine andere absichert. Aber Politikerinnen und Forscherinnen legen leider viel zu oft ihren eigenen Ma\u00dfstab an alle anderen Frauen an. Zwar sehen sie v\u00f6llig zu Recht ein Problem darin, dass viele Frauen in und von der Partnerschaft abh\u00e4ngig sind, interessanterweise aber nicht, wenn M\u00e4nner sich entscheiden, Hausmann zu werden. Es offenbart sich darin das uralte Ziel des Patriarchats, die Mutter abzuschaffen (vgl. Uhlmann 2015a). Statt die weibliche Care-Arbeit zu verg\u00fcten, wird Druck ausge\u00fcbt, den sie angeblich problemlos auf noch Schw\u00e4chere abw\u00e4lzen k\u00f6nnen: die Kinder. Erste Alarmsignale, dass Kinder immer h\u00e4ufiger und immer fr\u00fcher krank werden, gibt es schon heute.<br \/>\nEinen Ausweg aus der Situation unter den Bedingungen des Patriarchats bzw. der V\u00e4ter gibt es nicht. Matrifokales Leben ist dagegen zielf\u00fchrend, arbeitet nicht gegen die Natur und hat nichts mit <a href=\"https:\/\/wahrscheinkontrolle.wordpress.com\/2017\/03\/20\/nazikeule-mutterkult-wie-mit-halbwissen-muetter-mundtot-gemacht-werden-und-was-dagegen-hilft\/\">Mutterkult<\/a> zu tun.<\/p>\n<h3 id=\"literatur\">Literatur<\/h3>\n<p>Baumgart, Julia: Im Job bleiben aber wie? Rubrik Gesundheit: Endometriose. Das vernachl\u00e4ssigte Leiden. In: Brigitte 9\/2008<\/p>\n<p>Blaffer Hrdy, Sarah: Mutter Natur. Die weibliche Seite der Evolution. Berlin 2010 (engl. Originalausgabe 1999) (2010a)<\/p>\n<p>Blaffer Hrdy, Sarah: M\u00fctter und Andere. Wie die Evolution uns zu sozialen Wesen gemacht hat. Berlin 2010 (engl. Originalausgabe 2009) (2010b)<\/p>\n<p>Borchert, Henning; Cotlatz, J\u00fcrgen: Empirische Analysen zu weiblichen Lebenssituationen und Gesundheit. In: Leokadia Br\u00fcderl, Bettina Paetzold (Hrsg.) Frauenleben zwischen Beruf und Familie. Psychosoziale Konsequenzen f\u00fcr Pers\u00f6nlichkeit und Gesundheit. Weinheim M\u00fcnchen 1992<\/p>\n<p>Bundesrepublik Deutschland: Flyer der Bundesregierung. Gender Mainstreaming. Was ist das? Berlin 2006.<\/p>\n<p>Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend: M\u00e4dchen und Jungen in Deutschland. Lebenssituationen, Unterschiede, Gemeinsamkeiten. Berlin 2008<\/p>\n<p>Burger, Kathrin Magersucht: Warum nehmen Essst\u00f6rungen zu? In: Spektrum der Wissenschaft online vom 24.02.2017<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/news\/essstoerungen-wie-magersucht-nehmen-zu\/1439050\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.spektrum.de\/news\/essstoerungen-wie-magersucht-nehmen-zu\/1439050<\/a><\/p>\n<p>Dembe, Allard E.; Yao, Xiaoxi: Chronic Disease Risks From Exposure to Long-Hour Work Schedules Over a 32-Year Period. In: Journal of Occupational &amp; Environmental Medicine: September 2016 &#8211; Volume 58 &#8211; Issue 9 &#8211; p 861\u2013867.<br \/>\nDoi: 10.1097\/JOM.0000000000000810<br \/>\n<a href=\"http:\/\/journals.lww.com\/joem\/Citation\/2016\/09000\/Chronic_Disease_Risks_From_Exposure_to_Long_Hour.2.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/journals.lww.com\/joem\/Citation\/2016\/09000\/Chronic_Disease_Risks_From_Exposure_to_Long_Hour.2.aspx<\/a><\/p>\n<p>Donner, Susanne: Wenn harmlose Erreger psychisch krank machen. Aus: Bild der Wissenschaft online. 09.05.2007<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.wissenschaft.de\/home\/-\/journal_content\/56\/12054\/58634\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.wissenschaft.de\/home\/-\/journal_content\/56\/12054\/58634\/<\/a><\/p>\n<p>Ellert, U., Brettschneider A.-K.; Ravens-Sieberer, U.; KiGGS Study Group: Gesundheitsbezogene Lebensqualit\u00e4t bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Ergebnisse der KiGGS-Studie \u2013 Erste Folgebefragung (KiGGS Welle 1) Bundesgesundheitsblatt 2014 \u00b7 57:798\u2013806<br \/>\nDOI 10.1007\/s00103- 014 -1978- 4<br \/>\n<a href=\"http:\/\/edoc.rki.de\/oa\/articles\/rewpcO0jJpaCw\/PDF\/20mHufW2LSvbQ.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/edoc.rki.de\/oa\/articles\/rewpcO0jJpaCw\/PDF\/20mHufW2LSvbQ.pdf<\/a><\/p>\n<p>Endometriosis Association, Inc: Aufkl\u00e4rung Unterst\u00fctzung Forschung. Flyer Issued 1980, Revised Milwaukee 1999<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.endometriosisassn.org\/brochures\/german.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.endometriosisassn.org\/brochures\/german.pdf<\/a><\/p>\n<p>Franke, Mirijam: Kampf der Geschlechter: Macht Arbeit nur Frauen krank? Auf:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/arbeits-abc.de\/viel-arbeit-macht-frauen-krank\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/arbeits-abc.de\/viel-arbeit-macht-frauen-krank\/<\/a> abgerufen am 15.11.2017<\/p>\n<p>Gavranidou, Maria: Wohlbefinden und Erwerbst\u00e4tigkeit im Familienverlauf. In: Bernhard Nauck (Hrsg.) Lebensgestaltung von Frauen. Eine Regionalanalyse zur Integration von Familien- und Erwerbst\u00e4tigkeit im Lebensverlauf. Weinheim; M\u00fcnchen 1993<\/p>\n<p>Gelitz, Christiane: <span class=\"article-heading\">Kinder k\u00f6nnen auch ohne Vater gl\u00fccklich aufwachsen. Aus: Spektrum der Wissenschaft online vom 05.07.2017<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/news\/kinder-koennen-auch-ohne-vater-gluecklich-aufwachsen\/1479737\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.spektrum.de\/news\/kinder-koennen-auch-ohne-vater-gluecklich-aufwachsen\/1479737<\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>Hensel, Jana: Lachen als Geste der Dem\u00fctigung. In: Zeit online vom 14.11.2017<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2017-11\/sexismus-buero-arbeit-maenner-frauen-beziehung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2017-11\/sexismus-buero-arbeit-maenner-frauen-beziehung<\/a><\/p>\n<p>Nuber, Ursula: Wer bin ich ohne dich?: Warum Frauen depressiv werden &#8211; und wie sie zu sich selbst finden. Frankfurt 2012<\/p>\n<p>Kieselbach, Janne: Warum M\u00e4nner tats\u00e4chlich leichter krank werden. Aus: Sciene ORF online. 13.11.2017<br \/>\n<a href=\"http:\/\/science.orf.at\/stories\/2877788\">http:\/\/science.orf.at\/stories\/2877788<\/a><\/p>\n<p>Kontio, Carina: Depression. Machen M\u00e4nner Frauen krank? Aus: Handelsblatt online vom 27.09.2012<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/beruf-und-buero\/buero-special\/depression-machen-maenner-frauen-krank\/7176326.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/beruf-und-buero\/buero-special\/depression-machen-maenner-frauen-krank\/7176326.html<\/a><\/p>\n<p>Koopmann, Anna-Lena: Jetzt ist es wissenschaftlich best\u00e4tigt: M\u00e4nner machen Frauen psychisch krank! ELLE online vom 09. November 2017<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.elle.de\/maenner-machen-frauen-krank\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.elle.de\/maenner-machen-frauen-krank<\/a><\/p>\n<p>Maletzke, Elsemarie: Das Leben der Bront\u00ebs. Frankfurt a.M. Leipzig 2008<\/p>\n<p>ASA. American Sociological Association online: Being the Primary Breadwinner is Bad for Men\u2019s Psychological Well-Being and Health. 9.8.2016:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.asanet.org\/press-center\/press-releases\/being-primary-breadwinner-bad-mens-psychological-well-being-and-health\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.asanet.org\/press-center\/press-releases\/being-primary-breadwinner-bad-mens-psychological-well-being-and-health<\/a><\/p>\n<p>Repetti; Rena L.; Matthews, Karen A.; Waldron, Ingrid: Employment and Women\u2019s Health. Effects of Paid Employment on Women\u2019s Mental and Physical Health. In: American Psychologist Nov. 1989 Vol. 44, No. 11, 1394-1401<\/p>\n<p>Robert Koch-Institut: Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KIGGS). Der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey. Mai 2007.<\/p>\n<p>Ruhdorfer, Karoline: Elterliche Sorge. Den V\u00e4tern die Rechte, den M\u00fcttern die Pflichten. Aus: Deutschlandfunk Kultur online vom 18.05.2015<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/elterliche-sorge-den-vaetern-die-rechte-den-muettern-die.1005.de.html?dram:article_id=320034\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/elterliche-sorge-den-vaetern-die-rechte-den-muettern-die.1005.de.html?dram:article_id=320034<\/a><\/p>\n<p>Storm, Andreas (Hrsg.): DAK Gesundheitsreport 2017. Beitr\u00e4ge zur Gesundheits\u00f6konomie und Versorgungsforschung (Band16). Hamburg 2017<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dak.de\/dak\/download\/gesundheitsreport-2017-1885298.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.dak.de\/dak\/download\/gesundheitsreport-2017-1885298.pdf<\/a><\/p>\n<p>Trevisan, Caterina <em>et al.<\/em>: Marital Status and Frailty in Older People: Gender Differences in the Progetto Veneto Anziani Longitudinal Study. In: Journal of Women\u2019s Health. Volume 25, Number 6, 2016<br \/>\nDOI: 10.1089\/jwh.2015.5592<br \/>\n<a href=\"http:\/\/online.liebertpub.com\/doi\/pdf\/10.1089\/jwh.2015.5592\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/online.liebertpub.com\/doi\/pdf\/10.1089\/jwh.2015.5592<\/a><\/p>\n<p>Tonn, Julia Jane: Frauen in F\u00fchrungspositionen: Ursachen der Unterrepr\u00e4sentanz weiblicher F\u00fchrungskr\u00e4fte in Unternehmen. Heidelberg 2015<\/p>\n<p>Uhlmann, Gabriele: Der Gott im 9. Monat \u2013 Vom Ende der m\u00fctterlichen Geb\u00e4rf\u00e4higkeit und dem Aufstieg der m\u00e4nnlichen Geb\u00e4rmacht in den Religionen der Welt. Norderstedt 2015. (2015a)<\/p>\n<p>Uhlmann, Gabriele: Female choice \u2013 unser Menschenrecht. Online seit 2015. (2015b)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gabriele-uhlmann.de\/femalechoice.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.gabriele-uhlmann.de\/femalechoice.htm<\/a><\/p>\n<p>Waldron, Ingrid; Herold, Joan; Dunn, Dennis: How valid are self-report measures for evalutating relationships between women\u2019s Health and labor force participation? In: Women &amp; Health Vol.7(2) Summer 1982.<br \/>\nDOI:<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1300\/J013v07n02_06\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">10.1300\/J013v07n02_06<\/a><\/p>\n<p>Waldron, Ingrid; Hughes, Mary Elizabeth; Brooks, Tracy L.: Marriage protection and marriage selection&#8211;prospective evidence for reciprocal effects of marital status and health. In: Social Science and Medicine 1996 Jul; 43(1):113-23.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/8816016\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/8816016<\/a><\/p>\n<p>Waldron, Ingrid; Weiss, Christopher C.; Hughes, Mary Elizabeth: Marital status effects on health: are there differences between never married women and divorced and separated women? Social Science and Medicine 1997 Nov;45(9):1387-97.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/9351156\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/9351156<\/a><\/p>\n<p>Waldron, Ingrid; Weiss, Christopher C.; Hughes, Mary Elizabeth: Interacting effects of multiple roles on women&#8217;s health. Journal of health and social behavior.1998 Sep;39(3):216-36.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/9785695\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/9785695<\/a><\/p>\n<p>Wrusch, Paul: Petition der Woche. Bluten f\u00fcr Deutschland. Aus: TAZ online. 11.11.2017<br \/>\n<a href=\"http:\/\/taz.de\/Petition-der-Woche\/!5459147\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/taz.de\/Petition-der-Woche\/!5459147\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Auch zu empfehlen:<\/strong><\/p>\n<ul id=\"liste2\">\n<li>Hering, Sabine; Maierhof, Gudrun. Die unp\u00e4ssliche Frau: Sozialgeschichte der Menstruation und Hygiene von 1860 bis 1985. Pfaffenweiler 1991.<\/li>\n<li>Kolip, Petra (Hrsg.) Weiblichkeit ist keine Krankheit. Die Medikalisierung k\u00f6rperlicher Umbruchphasen im Leben von Frauen. Weinheim M\u00fcnchen 2000<\/li>\n<li>K\u00fchn-Mengel, Helga: &#8222;Die m\u00fcndige \u201ePatientin&#8220;? Vortrag der PatientInnenbeauftragten Berlin auf der 11. AKF-Jahrestagung, 13.\/14. November 2004, Berlin<\/li>\n<li>Schindele, Eva: Pfusch an der Frau: Krankmachende Normen-\u00dcberfl\u00fcssige Operationen-Lukrative Gesch\u00e4fte. Frankfurt am Main 1996.<\/li>\n<li>Schumann, Claudia: \u201eWeiblichkeit ist keine Krankheit &#8211; was ist f\u00fcr Frauen gesund?\u201c. Vortrag beim 26. Bremener Schafferinnenmahl 9.11.2000.<\/li>\n<li>Sigel, Mira: &#8222;Wahnsinnsfrauen&#8220; \u2013 Psychische Krankheit als Mittel zur Diskriminierung von Frauen, die sich der gesellschaftlich vorgesehenen Rolle verwehren. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20211027205948\/https:\/\/diestoerenfriedas.de\/wahnsinnsfrauen\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/web.archive.org\/web\/20211027205948\/https:\/\/diestoerenfriedas.de\/wahnsinnsfrauen\/<\/a> vom 01.03.2016 abgerufen am 20.11.2017<\/li>\n<li>Steinle-Paul, Elisabeth: &#8222;Weiblichkeit ist keine Krankheit &#8211; \u00dcber die Gesundheit in den Lebensphasen&#8220;. Vortrag anl\u00e4sslich der Er\u00f6ffnung des Frauentages der VHS Karlsruhe von, Stuttgart 2002<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Photo by Melanie Wasser on Unsplash Aus Spa\u00df wird Ernst In den letzten Tagen ging durch die Sozialen Netzwerke eine Schlagzeile der Frauenzeitschrift ELLE-online: &#8222;Jetzt ist es wissenschaftlich best\u00e4tigt: M\u00e4nner&#8230;<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":5732,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[62,608,63,66,73,74,75,76,77,79,83,88,90,91,93,94,89,98,102],"tags":[111,126,129,131,134,145,149,156,677,163,183,190,204,219,256,275,285,296,308,299,301,302,332,340,343,349,384,388,416],"class_list":["post-1223","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-altsteinzeit","category-analysen-und-studien","category-anthropologie","category-architektur","category-ethnologie","category-ethologie","category-evolution","category-familie","category-frau","category-gender-studies","category-kinder","category-matrilinearitaet","category-medizin","category-menschenrechte","category-miteinander-leben","category-mutter","category-muetterpolitik","category-sexismus","category-studie","tag-alleinerziehende","tag-bedingungsloses-grundeinkommen","tag-berufstaetigkeit","tag-bge","tag-blasenentzuendungen","tag-depressionen","tag-dismenorrhoe","tag-egalitaet","tag-ehegattensplitting","tag-endometriose","tag-fibromyalgie","tag-frauenkrankheiten","tag-geburtsschmerzen","tag-gleichberechtigung","tag-inkontinenz","tag-krankheit","tag-lymphoedem","tag-maedchen","tag-menstruationsschmerzen","tag-muetterarmut","tag-muettergehalt","tag-muetterrente","tag-panikattacken","tag-pms","tag-ptbs","tag-reizdarm","tag-tabu","tag-thromboseneigung","tag-wechseljahrsbeschwerden"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Machen M\u00e4nner Frauen krank? 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