{"id":3827,"date":"2021-04-29T10:41:18","date_gmt":"2021-04-29T10:41:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/?p=3827"},"modified":"2026-08-14T16:56:15","modified_gmt":"2026-08-14T14:56:15","slug":"explosion-und-expansion-wie-vatermacht-die-welt-unterjocht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/en\/explosion-und-expansion-wie-vatermacht-die-welt-unterjocht","title":{"rendered":"Explosion and expansion \u2013 how father power subjugates the world."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/5710b41230c54a228868564a00a0c210\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>Vortrag gehalten am 17.5.2019 an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg im Rahmen der <a href=\"https:\/\/www.uni-marburg.de\/de\/fb19\/aktuelles\/termine\/studientage_nachhaltigkeit-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studientage &#8222;Nachhaltigkeit und Gesellschaftsformen aus kritisch geographischer Sicht&#8220;<\/a> im Fachbereich 19 Geographie.<\/p>\n<p><span class=\"abb\">Bild: Plastik &#8222;\u00dcberbev\u00f6lkerung&#8220;, Neanderthal-Museum Mettmann.<br \/>\nBildquelle: wikimedia commons (user: F\u00e4hrtenleser)<\/span><\/p>\n<h2 id=\"ueberbev\">\u00dcberbev\u00f6lkerung<\/h2>\n<p>Im Jahre 1972 ver\u00f6ffentlichte der Club of Rome die Aufsehen erregende Studie &#8222;Die Grenzen des Wachstums&#8220;<!--<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\" class=\"footn\">[1]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-1\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Meadows\/Meadows\/Randers\/Behrens 1972\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-1\">1<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Vgl. Meadows\/Meadows\/Randers\/Behrens 1972<\/span>, mit der er vor dem ungebremsten Wachstum der Weltbev\u00f6lkerung warnte. Damals lebten 3,84 Milliarden Menschen und China war mit 862 Mio. Einwohnern das bev\u00f6lkerungsreichste Land. Ab 1979 versuchte China mit der 1-Kind-Politik Hungersn\u00f6ten entgegenzuwirken. In der Folge wurden zahllose M\u00e4dchen abgetrieben. Dennoch leben in China inzwischen 1,3 Milliarden Menschen. Aber f\u00fcr junge M\u00e4nner ist es schwer geworden, eine Frau zu finden.<\/p>\n<p>Knappheit f\u00fchrt im Allgemeinen zu einem Wertzuwachs des knappen Gutes. Die chinesische Frau wird heute aber nicht h\u00f6her geachtet, sondern wie eine teure Mingvase gehandelt. Menschenhandel, Entf\u00fchrungen und Prostitution sind immer lukrativere Einnahmequellen geworden.<\/p>\n<p>Indien, wo 1972 noch 579 Mio. Menschen lebten, macht China mit 1,2 Milliarden nun die F\u00fchrung streitig. Der Journalist Arne Perras recherchierte:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Delhi setzte auf Massen-Sterilisationen. Sie sind bis heute die h\u00e4ufigste Form der Verh\u00fctung im bald bev\u00f6lkerungsreichsten Land der Welt. In &#8222;Sterilisations-Camps&#8220;, die in k\u00fchleren Monaten vielerorts eingerichtet werden, arbeiten \u00c4rzte wie am Flie\u00dfband. 80 Operationen in weniger als f\u00fcnf Stunden sind keine Seltenheit. Mangelnde Hygiene, fehlende Ger\u00e4te, Schlamperei und in einzelnen F\u00e4llen sogar Trunkenheit der M\u00e4nner mit dem Skalpell f\u00fchrten zu zahlreichen Todesf\u00e4llen. 2014 starben in einem Dorf innerhalb weniger Stunden 15 Frauen. Oft wissen die Frauen gar nicht genau, was sie erwartet, sie werden von ihren M\u00e4nnern gedr\u00e4ngt oder gezwungen.&#8220;<!--<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\" class=\"footn\">[2]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-2\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Perras 2017\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-2\">2<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Perras 2017<\/span><\/blockquote>\n<p>Aufgrund der weltweiten Bev\u00f6lkerungsexplosion, wobei nat\u00fcrlich auch Afrika und L\u00e4nder wie Indonesien besonders zu nennen sind, ist die Weltbev\u00f6lkerung bis 2018 auf 7,65 Milliarden angestiegen. Die Prognose des Club of Rome war damit sehr genau. Der Geograph Michael Sypien schreibt dar\u00fcber:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Auf die Bev\u00f6lkerungsanzahl wirken zwei Faktoren ein. Die Fruchtbarkeit vergr\u00f6\u00dfert die Bev\u00f6lkerung exponentiell, da sich bei gleichbleibender Geburtenrate die Basis der Bev\u00f6lkerungsanzahl immer mehr verbreitert. Diesem positiven Regelkreis wirkt der negative Regelkreis der Todesf\u00e4lle entgegen. Die Sterblichkeit wirkt auf die Bev\u00f6lkerungsanzahl regulierend. Seit der industriellen Revolution ist der negative Regelkreis aber zunehmend geschw\u00e4cht; durch eine bessere medizinische F\u00fcrsorge nimmt die Sterblichkeit ab, und durch ein erh\u00f6htes Nahrungsmittelangebot hat sich das Durchschnittsalter von 30 Jahre (1650) auf 53 Jahre (1972) weltweit erh\u00f6ht. Da sich auch die Geburtenrate erh\u00f6ht hat, nennen die Autoren (des Club of Rome) das Bev\u00f6lkerungswachstum gar &#8217;superexponentiell&#8216;.&#8220;<!--<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\" class=\"footn\">[3]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-3\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Sypien 2008\/09, S. 5\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-3\">3<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Sypien 2008\/09, S. 5<\/span><\/blockquote>\n<p>2016 forderten der norwegische Zukunftsforscher J\u00f8rgen Randers und der britische \u00d6konom Graeme Maxton &#8211; beide Mitglieder des Club of Rome &#8211; in ihrer Ver\u00f6ffentlichung mit dem Namen &#8222;Ein Prozent ist genug&#8220;<!--<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\" class=\"footn\">[4]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-4\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Randers\/Maxton 2016\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-4\">4<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Vgl. Randers\/Maxton 2016<\/span> ein politisches Umsteuern. Durch die Presse ging vor allem ihr Vorschlag, Frauen mit nur einem Kind im Alter von 50 Jahren mit einer Pr\u00e4mie von 80.000 Dollar zu belohnen, was von der \u00d6ffentlichkeit emp\u00f6rt als Bestechung zur\u00fcckgewiesen wurde.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber, wie Frauen das schaffen sollen, wie sie das Geld f\u00fcr sich behalten k\u00f6nnen, und wie ein neuer Gynozid verhindert werden k\u00f6nnte, schwiegen sich die beiden M\u00e4nner jedoch aus, in dem Wissen, dass Gynozid schon jetzt ein weltweites Problem ist.<\/p>\n<p>Die \u00dcberbev\u00f6lkerung ist entgegen landl\u00e4ufiger Vorstellung gar <strong>kein modernes Problem<\/strong>. Sie ist schon seit Anbeginn des Patriarchats festzustellen. Ein Ausdruck dessen d\u00fcrfte der babylonische Atra-Hasis-Mythos sein, ein Vorl\u00e4ufer der Arche Noah-Geschichte, im Folgenden erhellt durch die Arch\u00e4ologin Eva G\u00f6tting:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die Menschen hatten sich, nachdem sie geschaffen wurden, auf der Welt vermehrt und erzeugten einen derartigen L\u00e4rm, dass sich der Gott Enlil in seinem Schlaf gest\u00f6rt f\u00fchlte. Er schickte die Sintflut, die das Problem ein f\u00fcr alle Mal aus der Welt schaffen sollte. Nur einige Menschen \u00fcberlebten durch das Eingreifen des Weisheitsgottes Ea und auf Dr\u00e4ngen der G\u00f6ttin Aruru. Um einer k\u00fcnftigen L\u00e4rmbel\u00e4stigung vorzubeugen, wurden Wesen auf die Erde gesandt, die eine \u00dcberbev\u00f6lkerung unterbinden sollten.&#8220;<!--<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\" class=\"footn\">[5]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-5\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"G\u00f6tting 2009, S. 439\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-5\">5<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">G\u00f6tting 2009, S. 439<\/span><\/blockquote>\n<p>Statt es urs\u00e4chlich zu l\u00f6sen, versuchte die Menschheit das Problem seit seinem ersten Auftreten zu kompensieren. Dazu geh\u00f6ren z.B. der Pflug, der D\u00fcnger und die staatlich organisierte Bew\u00e4sserung. Diese Technologien beruhten auf Ausbeutung und Gewalt gegen die belebte und unbelebte Natur, wie die gro\u00dffl\u00e4chigen Rodungen, die Tier- und Pflanzenzucht, der Bergbau, die kriegerische Expansion und heute auch die sog. Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung. Jedoch f\u00fchren diese zu nur noch mehr \u00dcberbev\u00f6lkerung, so dass das Ziel &#8211; kaum n\u00e4hern wir uns ihm an &#8211; sukkzessive wieder in uneinholbare Ferne r\u00fcckt. Die Erde kann keine unendlich gro\u00dfe Zahl an Menschen aufnehmen, auch wenn wir noch so viel Nahrung um den Globus verschiffen oder fliegen. Die Umverteilung und K\u00fchlung von Nahrungsmitteln verbraucht obendrein Unmengen an Energie, was unseren Planeten weiter sch\u00e4digt. Hilfsorganisationen glauben dennoch fest daran, dass es f\u00fcr alle reiche, wenn es nur richtig verteilt w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das Erkennen und Abstellen der Ursache r\u00fcttelt am gr\u00f6\u00dften Tabu, n\u00e4mlich an der Vaterschaft. M\u00e4nnern ist es offenbar nicht zuzumuten, ihre Fruchtbarkeit zu begrenzen, geschweige denn ganz auf Kinder zu verzichten.<\/p>\n<p>Dagegen wird Frauen alles nur denkbare angetan, um die Kinderzahl wahlweise zu erh\u00f6hen oder zu begrenzen oder eine Schwangerschaft ganz zu verhindern. Dabei wird \u00fcber zahllose weibliche Leichen gegangen.<br \/>\nDies ist der Stand der Dinge.<\/p>\n<h2 id=\"fc\">Unterdr\u00fcckte Female Choice<\/h2>\n<p>Jede Einmischung in die Sexualit\u00e4t einer Frau verst\u00f6\u00dft nicht nur gegen ihr verbrieftes Pers\u00f6nlichkeitsrecht, sondern vor allem gegen ihr Naturrecht, der <em>female choice<\/em>, demjenigen evolution\u00e4ren Regulativ, das \u00dcberbev\u00f6lkerung ohne jedes Leid verhindert. Die <em>female choice<\/em> ist die naturgegebene sexuelle Entscheidungsfreiheit aller weiblichen Lebewesen \u00fcber ihren K\u00f6rper und der eigentliche Hintergrund der sog. Sexuellen Selektion, die Charles Darwin entdeckte und neben die Nat\u00fcrliche Selektion stellte. Nur sehr wenige Wissenschaftler anerkannten seitdem seine These, denn eine w\u00e4hlerische, freie Frau gilt als unz\u00fcchtig, ungehorsam oder gef\u00e4hrlich und ist daher undenkbar.<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-6\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"6\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Uhlmann 2015\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-6\">6<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"6\">Uhlmann 2015<\/span>\n<p>Erst in den 1990iger Jahren wagte es die amerikanische Anthropologin Meredith F. Small, die Wirkungen der <em>female choice<\/em> an Primaten zu beschreiben und erregte damit die Aufmerksamkeit eines gr\u00f6\u00dferen Publikums.<!--<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\" class=\"footn\">[6]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-7\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"7\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Small 1995\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-7\">7<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"7\">Vgl. Small 1995<\/span> Nachdem es um ihre Untersuchungen wieder sehr ruhig geworden war, startete im Jahr 2017 der amerikanische Ornithologe Richard O. Prum einen neuerlichen Anlauf, als er die <em>female choice<\/em> der Vogel-Weibchen als treibende Kraft f\u00fcr Ver\u00e4nderungen an Aussehen und Verhalten iher Arten beschrieb.<!--<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\" class=\"footn\">[7]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-8\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"8\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Prum 2017\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-8\">8<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"8\">Vgl. Prum 2017<\/span>\nMit seiner \u00dcbertragung auf den Menschen verwickelte er sich jedoch leider in Widerspr\u00fcche, weil er es als Familienvater und Gl\u00e4ubiger als selbstverst\u00e4ndlich ansah, dass Menschen wie die V\u00f6gel in Paarbeziehungen leben. Damit untersch\u00e4tzte er bei weitem die menschliche <em>female choice<\/em>, die er auf die einmalige Wahl des Ehemanns beschr\u00e4nkte. F\u00fcr seine Nominierung f\u00fcr den Pulitzer-Preis war das aber offensichtlich hilfreich.<\/p>\n<p>Die Sexuelle Selektion wird oft als Sonderfall der Nat\u00fcrlichen Selektion bezeichnet, welche aber lediglich die Anpassung an Umwelteinfl\u00fcsse meint. Die <em>female choice<\/em> entfaltet jedoch eine eigenst\u00e4ndige Kraft, wie es Darwin, Small und auch Prum entdeckten. Sie steht noch \u00fcber der Nat\u00fcrlichen Selektion, denn sie kann unmittelbar jede Generation sp\u00fcrbar ver\u00e4ndern, w\u00e4hrend die Nat\u00fcrliche Selektion nur zu allm\u00e4hlichem Wandel f\u00fchrt und manchmal sogar zum Aussterben einzelner Arten oder gar ganzer \u00d6kosysteme.<\/p>\n<p>Das Vorrecht der freien Wahl durch die Weibchen ist ein <strong>Urinstinkt<\/strong>. Er ist so tief in der Phylogenese, also der Entwicklung aller Lebewesen, verankert, dass er nicht weggez\u00fcchtet werden kann. Die <em>female choice<\/em> l\u00e4uft bewusst und unbewusst aber auch ebenso unbemerkt im K\u00f6rper ab. Es kann ihr daher niemand g\u00e4nzlich entkommen. Sie ist das Gegenteil von sexueller Unterdr\u00fcckung, und sie macht, wenn sie frei gelebt werden darf, die Frau zur Regisseurin der Sexualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die <em>female choice<\/em> erf\u00fcllt in der Evolution elementare, <strong>Leben sch\u00fctzende<\/strong> Funktionen.<br \/>\nDie Menschenfrau hat relativ selten Nachkommen, und daher hat jedes ihrer Kinder idealerweise einen <strong>anderen<\/strong> genetischen Vater. Dies dient na\u00fcrlich der genetischen Vielfalt, die die Gesundheit der Population sch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Eine Frau, die ihre <em>female choice<\/em> lebt, gebiert nicht mehr Kinder sondern weniger als eine patriarchalisierte Frau, denn sie hat insgesamt weniger Sex. Das mag Sie \u00fcberraschen, denn eine Welt freier Frauen stellen sich viele als Sexparadies vor. Warum ist dem nicht so?<\/p>\n<p>Unter nat\u00fcrlichen Bedingungen gibt es nur lustvollen Sex ohne jeden Hintergedanken daran, Mutter zu werden oder dem Partner zu gefallen. Jeder Hintergedanke w\u00fcrde die <em>female choice<\/em> bereits einengen. Dass dabei ein Kind entstehen sein kann, bereitet keine Angst und wird einfach in Kauf genommen. Wenn die Verliebtheit nachl\u00e4sst, geht die Frau ihrer Wege, und das ist meist schon nach wenigen Monaten so.<\/p>\n<p>Die wild lebende Frau kann sich das leisten, denn sollte sie schwanger geworden sein, ist sie existentiell \u00fcber ihre m\u00fctterliche Sippe abgesichert.<\/p>\n<p>Damit schl\u00e4ft im Bett der jungen Mutter kein <strong>Vater<\/strong>, sondern dort liegt ihr Kind. Dies gew\u00e4hrleistet, dass das Baby und Kleinkind jederzeit Zugang zur Milchquelle hat, selbst wenn die Mutter schl\u00e4ft. Durch das Stillen rund um die Uhr werden die Still-Hormone so hoch gehalten, dass die Mutter nicht sofort wieder schwanger wird.<!--<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\" class=\"footn\">[8]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-9\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"9\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Blaffer Hrdy 2010a, 233 f.\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-9\">9<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"9\">Blaffer Hrdy 2010a, 233 f.<\/span> Einerseits bleibt die Menstruation l\u00e4nger aus, andererseits hat die Mutter l\u00e4nger kein Bed\u00fcrfnis nach einem neuen Liebhaber, denn Einsamkeit kennt sie nicht, und sie ist durch das Oxytocin in ihr Baby verliebt.<\/p>\n<p>Im Patriarchat mit seinem Zwang zur Monogamie ist eine Frau den sexuellen Begierden des Mannes im Ehebett schutzlos ausgeliefert. Er glaubt, ein Recht auf Sex zu haben, und sie glaubt, ihm dies geben zu m\u00fcssen, denn sie und ihre Kinder sind von seinem Wohlwollen existentiell abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p><a title=\"Wolfgang Sauber [CC BY-SA 3.0 (https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Kulturen_B%C3%A4uerliche_Kultur_-_Himmelbett_3.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/2d\/Kulturen_B%C3%A4uerliche_Kultur_-_Himmelbett_3.jpg\/512px-Kulturen_B%C3%A4uerliche_Kultur_-_Himmelbett_3.jpg\" alt=\"Kulturen B\u00e4uerliche Kultur - Himmelbett 3\" width=\"100%\" \/><\/a><\/p>\n<p><span class=\"abb\">Bild: Ehebett und Wiege<\/span><\/p>\n<p>Patriarchale Wissenschaft machte daraus \u00fcbrigens das Dogma der &#8222;sozialen Funktion von Sex&#8220; als einer naturgegebenen Tatsache und ersann die Begriffe Paarbildungssex und Paarbindungssex. Beides ist der wild lebenden Frau unbekannt.<\/p>\n<p>Es ist klar, dass eine Frau, die in fester Partnerschaft lebt und keinen Zugang zu Verh\u00fctungsmitteln hat, kurz aufeinanderfolgend schwanger werden muss. Alte Kirchenb\u00fccher belegen, dass dies auch bei uns noch bis ins letzte Jahrhundert der Fall war. Oft verhinderte nur der Tod der Mutter unter der Geburt weitere Geburten. Doch weder das noch die Konkurrenz durch ein \u00e4lteres Stillkind kann im Sinne eines Babys sein. Beide bedrohen sich sogar gegenseitig in ihrer Existenz. Tats\u00e4chlich starben von den nicht selten \u00fcber 10 Kindern manchmal mehr als die H\u00e4lfte. \u00dcbrig blieben dennoch weit mehr Kinder als Haus und Hof, letztlich das ganze Land, tragen konnte.<\/p>\n<p>Nicht nur viele Schwangerschaften und fehlende Hilfen sind eine enorme Belastung f\u00fcr Frauen, sondern auch der Tod ihrer Kinder und nat\u00fcrlich die Tatsache, sexuelle Dienste gegen ihre innere Neigung leisten zu m\u00fcssen. Ohne einen Mann, der permanente sexuelle Anspr\u00fcche stellt, f\u00fchrt die beinahe ganzj\u00e4hrige Fruchtbarkeit der Frau nicht zu zuvielen Kindern, sondern erm\u00f6glicht es bei den nat\u00fcrlicherweise seltenen Kontakten mit fremden M\u00e4nnern \u00fcberhaupt schwanger zu werden. Zudem gibt es in der Natur aufgrund der <em>female choice<\/em> keinen Zwang zur Mutterschaft.<\/p>\n<p>Viele Frauen w\u00fcrden unter nat\u00fcrlichen Bedingungen kinderlos bleiben und niemand w\u00fcrde sich daran st\u00f6ren. Der <em><strong>female choice<\/strong><\/em> kommt also die Schl\u00fcsselstellung bei der Verhinderung von \u00dcberbev\u00f6lkerung und deren Folgen zu.<\/p>\n<p>Wir haben damit auch die Gr\u00fcnde kennengelernt, warum unsere Biologie eigentlich F\u00dcR uns Frauen und nicht gegen uns arbeitet, wie es die meisten Feministinnen leider glauben. Erst das Patriarchat macht unsere Biologie zu einer B\u00fcrde.<\/p>\n<h2 id=\"matrifokalitaet\">Matrifokalit\u00e4t, unser angeborenes Sozialverhalten<\/h2>\n<p>Die amerikanische Anthropologin Sarah Blaffer Hrdy konnte anhand der besonderen Probleme, die die zunehmend lange Kindheit mit sich brachte, aufzeigen, dass die Einheirat und der Zuzug einer Frau und k\u00fcnftigen Mutter in die Familie eines Ehemanns f\u00fcr den Fortbestand der Menschheit in der Altsteinzeit fatal gewesen w\u00e4re. Daher ist uns nicht Patrilokalit\u00e4t, sondern Matrilokalit\u00e4t angeboren. Sie rekonstruierte die artgem\u00e4\u00dfe Lebensweise von Homo Sapiens auf der Basis der <em>female choice<\/em> und der Gro\u00dfmutterthese nach Hawkes und Beise\/Voland.<!--<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\" class=\"footn\">[9]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-10\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"10\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Hawkes 2004 und Voland\/Beise 2002a+b, Beise\/Voland 2003\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-10\">10<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"10\">Vgl. Hawkes 2004 und Voland\/Beise 2002a+b, Beise\/Voland 2003<\/span>\n<p>Das <strong>Gro\u00dfmutter-Mutter-Kind-Kontinuum<\/strong> war demnach eine Erfolgsgeschichte der Evolution. Die Gro\u00dfmutter m\u00fctterlicherseits trug entscheidend dazu bei, dass der Nachwuchs ihrer Tochter \u00fcberlebte. Dies ist \u00fcbrigens auch der Grund, warum wir Frauen eine Menopause erleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Erst nach ihrer Emeritierung schrieb Blaffer Hrdy in eine Fu\u00dfnote ihres vorerst letzten Buches:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ich geh\u00f6rte \u00fcbrigens zu denjenigen, die schon fr\u00fchzeitig davon \u00fcberzeugt waren, dass Menschenaffen zur Patrilokalit\u00e4t neigten. Ich \u00e4nderte meine Meinung im Verlauf der Arbeit an &#8218;Mutter Natur&#8216;.&#8220;<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-11\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"11\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Blaffer Hrdy 2010b, Fu\u00dfnote 20, S. 448\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-11\">11<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"11\">Blaffer Hrdy 2010b, Fu\u00dfnote 20, S. 448<\/span><\/blockquote>\n<p>Sie stellt vor allem fest, dass &#8230;<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;&#8230; ungeachtet dogmatischer Verlautbarungen, wonach Menschen f\u00fcr gew\u00f6hnlich &#8218;eine patrilokale Familienstruktur besitzen&#8216;, weil &#8218;S\u00f6hne in traditionellen Gesellschaften in der N\u00e4he ihrer Familien bleiben, w\u00e4hrend T\u00f6chter fortziehen&#8216;, diese grundlegende Aussage \u00fcber die menschliche Natur nicht von Daten \u00fcber Menschen gest\u00fctzt wird, die tats\u00e4chlich als J\u00e4ger-Sammler leben.&#8220; <sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-12\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"12\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Blaffer Hrdy 2010, S. 336\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-12\">12<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"12\">Blaffer Hrdy 2010, S. 336<\/span><\/blockquote>\n<p>Entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der hohen menschlichen Sozialit\u00e4t hatte ihr zufolge das Leben in matrilokalen und matrilinearen Gemeinschaften. Der immer wieder betonten m\u00e4nnlichen Jagd kommt dabei nicht die Bedeutung zu, die ihr meistens zugeschrieben wird. Blaffer Hrdy schreibt dar\u00fcber:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Auch wenn der J\u00e4ger noch so geschickt ist, ist das Aufsp\u00fcren und T\u00f6ten von Beutetieren ein riskantes Unterfangen mit unbestimmtem Ausgang. Ein Mann kann jeden Tag auf die Jagd gehen und trotzdem wochenlang mit leeren H\u00e4nden heimkehren. Ein J\u00e4ger (&#8230;) kann sich den Misserfolg leisten, weil er davon ausgehen kann, einen Anteil an den von den Frauen gesammelten Fr\u00fcchten, N\u00fcssen und Knollen zu erhalten, und auch weil andere M\u00e4nner an diesem Tag mehr Gl\u00fcck haben m\u00f6gen&#8220;.<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-13\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"13\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Blaffer Hrdy 2010b, S. 27\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-13\">13<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"13\">Blaffer Hrdy 2010b, S. 27<\/span><\/blockquote>\n<p><a title=\"Woodlouse [CC BY-SA 2.0 (https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Hadzabe_Hunters.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/1\/1f\/Hadzabe_Hunters.jpg\/512px-Hadzabe_Hunters.jpg\" alt=\"Hadzabe Hunters\" width=\"100%\" \/><\/a><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: J\u00e4ger der Hazda, Nord-Tansania. Bildquelle: Wikimedia Commons<\/span><\/p>\n<p>In ihrem Buch &#8222;Mutter Natur&#8220; (2010a) weist sie daraufhin, dass es den J\u00e4gern weit mehr um &#8211; w\u00f6rtlich &#8211; Angeberei geht, als darum, Fleisch f\u00fcr die Kinder ins Lager zu tragen.<\/p>\n<p>Nachtrag 12.12.2019: Dies best\u00e4tigt eine neu gefundene 40.000 Jahre alte Felszeichnung mit der Abbildung von J\u00e4gerlatein. &#8222;Riesenzwergb\u00fcffel&#8220; werden darin von mehreren &#8222;mutigen&#8220;, als Tiere verkleideten M\u00e4nnern mit Speeren angegriffen. So etwas wird am Lagerfeuer erz\u00e4hlt oder eben auf W\u00e4nde gemalt:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Bildquelle: https:\/\/www.scinexx.de\/news\/geowissen\/aelteste-jagdszene-der-menschheit-entdeckt\/ , \u00a9 Griffith University\/ Aubert et al.\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/j\/a\/jagdszene2g.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Bildquelle: https:\/\/www.scinexx.de\/news\/geowissen\/aelteste-jagdszene-der-menschheit-entdeckt\/ , \u00a9 Griffith University\/ Aubert et al.\"  border=\"0\" \/><\/p>\n<p><span class=\"abb\">Bildquelle: <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/geowissen\/aelteste-jagdszene-der-menschheit-entdeckt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.scinexx.de<\/a><br \/>\nOffizielle Interpretation im <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/geowissen\/aelteste-jagdszene-der-menschheit-entdeckt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Scinexx-Artikel<\/a>: &#8222;&#8218;Die fr\u00fche Kunst auf Sulawesi k\u00f6nnte unbezahlbare Einblicke in die Entwicklung der menschlichen Spiritualit\u00e4t und die Verbreitung der k\u00fcnstlerischen Praktiken geben, die das Denken auch des modernen Menschen gepr\u00e4gt haben&#8216;, sagt Co-Autor Adhi Agus Oktaviana vom ARKENAS-Forschungsinstitut in Jakarta. (<a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-019-1806-y\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nature, 2019; doi: 10.1038\/s41586-019-1806-y<\/a>)&#8220;<\/span><br \/>\nNachtrag ENDE<\/p>\n<p>Ich gehe daher davon aus, dass die Jagd \u00fcberwiegend eine sexuelle Aufgabe erf\u00fcllte. Sich einander fremde M\u00e4nner entwickelten \u00fcber die Jagd M\u00e4nnerfreundschaften und gegenseitiges Vertrauen. Sie bekamen damit Zutritt in andere Sippen zu ihnen nicht verwandten Frauen. Auf diese Weise wurde die matrilokale Aus\u00fcbung der Exogamie gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Der rein m\u00e4nnliche Blick auf die Menschheitsgeschichte mit dem Dogma des Familienvaters als Ern\u00e4hrer ist v\u00f6llig verfehlt und geht an der Basis der Evolution vorbei, n\u00e4mlich der verl\u00e4sslichen Versorgung des Nachwuchses und seiner M\u00fctter. Auch das Faktum, dass M\u00e4nner bis ins hohe Alter, wo sie schon gar nicht mehr auf die Jagd gehen, zeugungsf\u00e4hig sind, ist ein ganz klares Indiz daf\u00fcr, dass der genetische Vater nicht der Ern\u00e4hrer war.<\/p>\n<p>Die Sozialanthropologin Julia Colette Berbesque und ihre Kollegen von der University of Roehampton in London haben in einer Studie<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;den Ern\u00e4hrungszustand von 36 heutigen J\u00e4ger-und-Sammler-V\u00f6lkern mit dem urspr\u00fcnglicher, nicht industrialisierter Bauernkulturen verglichen &#8211; und dies getrennt nach warmen und kalten Lebensr\u00e4umen. (&#8230;) Das \u00fcberraschende Ergebnis: J\u00e4ger und Sammler leiden nicht h\u00e4ufiger, sondern sogar deutlich seltener unter Nahrungsmangel &#8211; zumindest dann, wenn sie in gem\u00e4\u00dfigtem oder warmem Klima leben. Hungersn\u00f6te sind bei ihnen sowohl seltener als auch k\u00fcrzer.&#8220;<!--<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\" class=\"footn\">[10]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-14\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"14\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Podbregar 2014\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-14\">14<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"14\">Podbregar 2014<\/span><\/blockquote>\n<p>Tats\u00e4chlich sind wir auf regelm\u00e4\u00dfige Nahrung und auf Wasser angewiesen. Kinder reagieren mit lautem Weinen, wenn sie Hunger oder Durst haben, M\u00fctter werden also danach trachten, dies zu verhindern. Unsere Vorfahren hielten sich, wie jede andere Tierart auch, nach M\u00f6glichkeit nur dort auf, wo die Natur sie gut versorgte. Auch die Menschen der <strong>europ\u00e4ischen<\/strong> Altsteinzeit lebten nicht auf dem ewigen Eis wie die rezenten Inuit, sondern vor allem in den Gebieten, wohin sich alle heute in Europa einheimischen Pflanzen zur\u00fcckgezogen hatten und die Eiszeit \u00fcberlebten.<\/p>\n<p>Das sind die Gegenden, wo wir heute altsteinzeitliche Bilderh\u00f6hlen und Frauenstatuetten finden. Die Bev\u00f6lkerungsdichte war dabei vor 40.000 Jahren mit europaweit nur ca. 1500 Individuen, was etwa 10-15 matrifokalen Sippen entspricht, sehr gering, wie es j\u00fcngst vom Projekt &#8222;Our Way to Europe&#8220; unter der Leitung der Geoarch\u00e4ologin Isabell Schmidt errechnet wurde.<!--<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\" class=\"footn\">[11]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-15\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"15\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Meseg-Rutzen 2019\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-15\">15<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"15\">Vgl. Meseg-Rutzen 2019<\/span>\n<p>Eigentlich ist es einleuchtend: Da wo Kinder aufwachsen, muss es so sicher und verl\u00e4sslich wie m\u00f6glich sein. Deshalb hatten die M\u00fctter der Altsteinzeit sichere und sozial stabile Bedingungen selbst geschaffen. Sie lebten nicht wie die meisten Menschen heute an eigentlich unwirtlichen, lebensfeindlichen Orten und sie lebten nicht in Familien, sondern in Sippen. Statt <strong>Patrilokalit\u00e4t<\/strong> war die lebenslange <strong>Matrilokalit\u00e4t<\/strong> die effizientere Strategie, mit der die M\u00fctter alle Schwierigkeiten der langen Kindheit bew\u00e4ltigten.<\/p>\n<p>Die Arch\u00e4ologin Marija Gimbutas nannte diese Lebensweise <strong>Matrifokalit\u00e4t<\/strong>. Matrifokalit\u00e4t hat nichts mit <strong>Macht<\/strong> zu tun, sondern mit <strong>F\u00fcrsorge und Kooperation in der m\u00fctterlichen Linie<\/strong>, der <strong>Matrilinearit\u00e4t<\/strong>, und sie ist unsere artgem\u00e4\u00dfe Lebensweise, die, weil sie uns angeboren ist, immer noch unser patriarchal \u00fcberformtes Sozialverhalten mitbestimmt. Sie war, wie Marija Gimbutas es entdeckte, auch nachdem die Landwirtschaft erfunden war, bis weit in die Jungsteinzeit gelebte Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Die biologische Vaterschaft konnte erst in der Sesshaftigkeit erkannt werden. Zur Durchsetzung von Patrilinearit\u00e4t, also der Einheit von biologischer und sozialer Vaterschaft, gab es aber zun\u00e4chst keinerlei Veranlassung. Zum m\u00fctterlichen Prinzip geh\u00f6rt das bedingungslose Teilen von Nahrung und Heimstatt mit den Kindern, d.h. alles wurde von allen als Eigentum angesehen. Eine Teilung des Besitzes und ein Erbrecht waren daher \u00fcberfl\u00fcssig. Alle Kinder wohnten sowieso lebenslang in der Sippe. Als Br\u00fcder und Onkel hatten die M\u00e4nner die Rolle des sozialen Vaters inne, \u00fcbten damit aber keine Herrschaft aus, denn sie konnten ihre Angeh\u00f6rigen nicht mit dem Entzug des Erbes erpressen oder andere Machtmittel einsetzen. Vor allem aber fehlte ihnen das Verlangen danach.<\/p>\n<p>Diese Lebensweise ist mittlerweile auch mit naturwissenschaftlichen Methoden nachweisbar, das sind die Genetik und die Epigenetik bzw. Osteologie und Odontologie, also Knochen- und Zahnkunde sowie die Isotopen-Analyse.<\/p>\n<h2 id=\"ch\">Matrifokale Jungsteinzeit<\/h2>\n<p>In der gr\u00f6\u00dften jungsteinzeitlichen Siedlung und Ackerbaukultur \u00c7atal H\u00f6y\u00fck beispielsweise lebten bis zu 8.000 Menschen \u00fcber 2200 Jahre lang friedlich und herrschaftsfrei zusammen. Der Grabungsleiter Ian Hodder nennt es sogar &#8222;aggressively egalitarian&#8220;. Die Odontologin Marin Pilloud fand keinerlei epigenetische Hinweise auf Kernfamilien, &#8222;No family plots&#8220;<!--<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\" class=\"footn\">[12]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-16\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"16\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Jarus 2011\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-16\">16<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"16\">Vgl. Jarus 2011<\/span>, wie sie es ausdr\u00fcckte. Damit fehlen jegliche Anzeichen f\u00fcr ein Patriarchat.<\/p>\n<p>(Nachtrag: Daran \u00e4ndert auch nichts die j\u00fcngste Studie (Juni 2019)<!--<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\" class=\"footn\">[13]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-17\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"17\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Larsen et al. 2019\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-17\">17<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"17\">Vgl. Larsen <em>et al.<\/em> 2019<\/span> der bioarch\u00e4ologischen Arbeitsgruppe unter Clark Spencer Larsen, in der Pilloud mitwirkte, und die darauf abzielt, ein Patriarchat in \u00c7atal H\u00f6y\u00fck nachzuweisen. Ich konnte nachweisen, dass <a href=\"https:\/\/wahrscheinkontrolle.wordpress.com\/2019\/07\/16\/patriarchat-und-gewalt-in-catal-hoeyuek-bioarchaeologie-versucht-ein-altes-problem-endgueltig-aus-der-welt-zu-schaffen-wieder-ohne-erfolg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Studie manipulativ ist und auf t\u00f6nernden F\u00fc\u00dfen steht.<\/a> Sie ist ein besonders sch\u00f6nes Beispiel patriarchaler Methodik.)<\/p>\n<p>Eine j\u00fcngst von den Pal\u00e4ogenetikern Haak\/Krause\/Jeong <a href=\"https:\/\/www.mpg.de\/13245281\/anatolische-jaeger-sammler-erste-bauern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ver\u00f6ffentliche Untersuchung<\/a> deckte auf, dass die ersten Ackerbauern Anatoliens, zu denen auch \u00c7atal H\u00f6y\u00fck geh\u00f6rt, indigene Anatolier waren, die seit der Altsteinzeit dort ans\u00e4ssig gewesen sind.<!--<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\" class=\"footn\">[14]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-18\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"18\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. MPG 2019, Vgl. auch Feldman et al. 2019\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-18\">18<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"18\">Vgl. MPG 2019, Vgl. auch Feldman <em>et al.<\/em> 2019<\/span> Das bedeutet, dass sie die gelebte Matrifokalit\u00e4t in die Sesshaftigkeit mit her\u00fcber genommen hatten.<\/p>\n<p>Von \u00c7atal H\u00f6y\u00fck k\u00f6nnen wir lernen, dass Sesshaftigkeit nicht automatisch ins Patriarchat f\u00fchrt, und Hochkultur nicht von Hierarchie und Unterdr\u00fcckung abh\u00e4ngig ist. Die hier freilich gefundenen ersten Zivilisationskrankheiten nehmen sich gegen die Folgen des Patriarchats aber geradezu harmlos aus und \u00e4nderten offensichtlich nichts an der hohen Zufriedenheit der Menschen. Aber der Ackerbau wiegte die Menschen lange in tr\u00fcgerischer Sicherheit.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;In guten Jahren k\u00f6nnen Bauern zwar weitaus mehr Kalorien pro Fl\u00e4che Land erwirtschaften als die Wildbeuter, daf\u00fcr aber k\u00f6nnen diese wegziehen, wenn D\u00fcrren oder \u00dcberschwemmungen die Nahrung knapp werden lassen.&#8220;<!--<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\" class=\"footn\">[15]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-19\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"19\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Podbregar 2014\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-19\">19<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"19\">Podbregar 2014<\/span><\/blockquote>\n<p>Gegen\u00fcber den Bauernkulturen waren die Menschen der Altsteinzeit also klar im Vorteil.<\/p>\n<h2 id=\"misox\">Klimakrise Misox-Schwankung<\/h2>\n<p>Ihre vollst\u00e4ndige Abh\u00e4ngigkeit von konstant g\u00fcnstigem Klima sp\u00fcrten die Ackerb\u00e4uerinnen erst ca. 3000 Jahre nach Beginn der sog. Pr\u00e4keramischen Jungsteinzeit im Nahen Osten. Im sog. Klimaoptimum nach der Eiszeit, dem Atlantikum, war es zun\u00e4chst zu einer deutlichen Erw\u00e4rmung gekommen und dann pl\u00f6tzlich zu immer wieder zu 100-160 Jahre andauernden Abk\u00fchlungen um bis zu 2\u00b0 Celsius, die zu D\u00fcrren und Missernten f\u00fchrten. Die Misox-Schwankung vor 8200 Jahren ist die erste und prominenteste Klimakrise dieser Art.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Misox-Schwankung\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/1\/1a\/TempAndSnowAccumulation_GISP2_Alley2000-de.svg\/800px-TempAndSnowAccumulation_GISP2_Alley2000-de.svg.png\" alt=\"Misox-Schwankung\" width=\"100%\" border=\"0\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Diagramm: Misox-Schwankung. Quelle: <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=75931263\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikimedia commons<\/a><\/span><\/p>\n<p>Zu dieser Zeit existierten im Nahen Osten viele neolithische Siedlungen, und auch \u00c7atal H\u00f6y\u00fck wurde nach 1200 Jahren Siedlungszeit davon getroffen. Nachweislich begann eine Hungerphase, in der die Menschen begannen, vermehrt tierische Nahrung zu sich zu nehmen, wie es j\u00fcngst Spuren in der Keramik offenbarten.<!--<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\" class=\"footn\">[16]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-20\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"20\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. R\u00f6mer 2018\nSiehe auch: Roffet-Salque et al. 2018\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-20\">20<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"20\">Vgl. R\u00f6mer 2018<br \/>\nSiehe auch: Roffet-Salque <em>et al.<\/em> 2018<\/span> Dennoch musste der H\u00fcgel aufgegeben werden. Gleich nebenan wurde allerdings ein zweiter H\u00fcgel gegr\u00fcndet, offenbar ohne eine ausgepr\u00e4gte Siedlungsl\u00fccke. Ob es tats\u00e4chlich dieselben Bewohner waren, die neu anfingen, ist aber noch unbekannt.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"\u00c7atal H\u00f6y\u00fck Lageplan\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.researchgate.net\/profile\/Christopher_Knuesel\/publication\/283714695\/figure\/fig1\/AS%3A464538719002624%401487766069297\/Catalhoeyuek-site-plan-showing-the-areas-of-study-Figure-created-for-the-Catalhoeyuek.png?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"\u00c7atal H\u00f6y\u00fck Lageplan\"  border=\"1\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Lageplan \u00c7atal H\u00f6y\u00fck. Bildquelle: <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/figure\/Catalhoeyuek-site-plan-showing-the-areas-of-study-Figure-created-for-the-Catalhoeyuek_fig1_283714695\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">researchgate.net<\/a><\/span><\/p>\n<p>\u00c7atal H\u00f6y\u00fck stellt sich uns daher als Doppelh\u00fcgel mit dem \u00e4lteren Ost-H\u00fcgel und dem j\u00fcngeren und auch kleineren West-H\u00fcgel dar.<br \/>\nWegen des Fundes von <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/tuerkei-wiege-der-metallurgie-war-keine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">15 Brocken Kupferschlacke<\/a> wurde der West-H\u00fcgel lange der fr\u00fchesten Metallzeit, der Kupfersteinzeit, zugerechnet. Damit verbunden war die Annahme, dass sp\u00e4testens jetzt eine hierarchische Gesellschaft gegeben sein musste. Aber die Kupferschlacke war kein Nebenprodukt eines fr\u00fchen Verh\u00fcttungsverfahrens, sondern entstand durch einen chemischen Zufall aus Kupfererzen in einem Grab, wie es eine erst vor kurzem angestrengte Nachuntersuchung ergab.<!--<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\" class=\"footn\">[17]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-21\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"21\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"UC 2017\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-21\">21<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"21\">UC 2017<\/span>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Kupferschlacke aus \u00c7atal H\u00f6y\u00fck\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/0\/1\/01-34142.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Kupferschlacke aus \u00c7atal H\u00f6y\u00fck\"  border=\"0\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Kupferschlacke aus einem Grab in \u00c7atal H\u00f6y\u00fck. Bildquelle: <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/tuerkei-wiege-der-metallurgie-war-keine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.scinexx.de\/<\/a><\/span><\/p>\n<p>Damit kann nun Metallurgie und ein daran gebundenes Patriarchat vor Ort als Grund f\u00fcr den Untergang \u00c7atal H\u00f6y\u00fcks ausgeschlossen werden. \u00c7atal H\u00f6y\u00fck wurde nie patriarchalisiert.<br \/>\nDa auch der West-H\u00fcgel wieder v\u00f6llig friedlich verlassen wurde, k\u00f6nnen wir annehmen, dass eine erneute D\u00fcrre und eventuell auch eine dadurch bedingte Seuche zur endg\u00fcltigen Aufgabe des Ortes gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<h2 id=\"steppe\">Fr\u00fcheste Patriarchalisierung in der Steppe &#8211; Indoeurop\u00e4er<\/h2>\n<p>Unmittelbar infolge der Misox-Schwankung wurden in der S\u00fcdrussischen Steppe die ersten nachweisbaren Patriarchate errichtet. Dort verortete die Arch\u00e4ologin Marija Gimbutas die Herkunft der indoeurop\u00e4ischen Sprache (siehe Karte 1, rote Pfeile). Der britische Arch\u00e4ologe Colin Renfrew nahm dagegen an, dass sie aus Anatolien stammte (siehe Karte 1, gelbe Pfeile).<\/p>\n<p>1<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Indoeurop\u00e4isierung Renfrew vs. Gimbutas\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/indoeuropaeisierung1.jpg?w=300&#038;ssl=1\" alt=\"Indoeurop\u00e4isierung Renfrew vs. Gimbutas\"  border=\"0\" \/><br \/>\n2<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Indoeurop\u00e4isierung nach MPG\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/indoeuropaeisierung2.jpg?w=300&#038;ssl=1\" alt=\"Indoeurop\u00e4isierung nach MPG\"  border=\"0\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Karte 1 oben: Indoeurop\u00e4isierung nach Renfrew (gelb), nach Gimbutas (rot),<br \/>\nKarte 2 unten: Indoeurop\u00e4isierung nach MPG (orange\/rot)<\/span><\/p>\n<p>Wie eine neue genetische Untersuchung der Max Planck-Gesellschaft zeigt, lag Gimbutas richtig, aber Renfrew konnte nicht v\u00f6llig widerlegt werden (siehe Karte 2, orange\/rote Pfeile).<!--<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\" class=\"footn\">[18]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-22\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"22\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Osterkamp 2015\nSiehe auch: Wolfgang Haak et al. 2015\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-22\">22<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"22\">Vgl. Osterkamp 2015<br \/>\nSiehe auch: Wolfgang Haak <em>et al.<\/em> 2015<\/span> Es ist daher anzunehmen, dass die Indoeurop\u00e4er Klimafl\u00fcchtlinge aus Anatolien waren, aber nicht direkt von Anatolien \u00fcber S\u00fcdosteuropa einwanderten, sondern erst \u00fcber den Kaukasus in die Steppe zogen, wo sie sich patriarchalisierten, und sp\u00e4ter von dort aus nach Mitteleuropa einbrachen, und zwar sp\u00e4testens im 5. Jahrtausend v.u.Z.. Die Indoeurop\u00e4er waren Viehz\u00fcchter und keine Ackerbauern. Sie lebten nomadisch oder halbsesshaft mit gro\u00dfen Rinder- und Schafherden und sp\u00e4ter auch mit Pferdeherden. Aufgrund der Befunde d\u00fcrfen wir uns \u00fcberlebende, anatolische M\u00e4nner vorstellen, die die Haustiere aus den urspr\u00fcnglichen Gemeinschaftsbesitzt\u00fcmern der egalit\u00e4ren Siedlungen fortan als ihren Privatbesitz betrachteten, und in das Grasland der Steppen trieben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Der Gute Hirte\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/1\/15\/Rom%2C_Domitilla-Katakomben%2C_Der_gute_Hirte.jpg\/341px-Rom%2C_Domitilla-Katakomben%2C_Der_gute_Hirte.jpg\" alt=\"Der Gute Hirte\" width=\"100%\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p><span class=\"abb\">Bild: Der gute Hirte, Rom, Domitilla-Katakomben. Quelle: Dnalor 01, CC BY-SA 3.0 &lt;https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0&gt;, via Wikimedia Commons<\/span><\/p>\n<p>Um eine wachsende Herde zusammenzuhalten, braucht es immer mehr verl\u00e4ssliche Helfer, die keine Tiere stehlen. Und solche galt es nun vor Ort zu rekrutieren. Die m\u00e4nnlichen Indigenen der Steppe und Waldsteppe, die Bug-Dnister-Kultur, waren altsteinzeitlich lebende Fischer, J\u00e4ger und Sammler, die daf\u00fcr nicht infrage kamen. Aber die indigenen Frauen waren sehr gelegen, und zwar besonders als M\u00fctter k\u00fcnftiger Helfer, also von S\u00f6hnen. In gewohnter Auslebung ihrer <em>female choice<\/em> w\u00e4ren ihre Kinder aber f\u00fcr die Eindringlinge verloren gewesen. Die einzige M\u00f6glichkeit war, die Frauen zu rauben und gefangen zu nehmen.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Raub der Sabinerinnen\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/patriarchat\/sabinerinnen.jpg?w=300&#038;ssl=1\" alt=\"Raub der Sabinerinnen\"  border=\"0\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Raub der Sabinerinnen, Albrecht D\u00fcrer, 1495 (Ausschnitt)<\/span><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich gelang \u00fcber die Isolierung der indigenen Frauen in der Weite der Steppe, ohne den Schutz ihrer Ursprungssippen, binnen weniger Generationen ein relativ stabiles Patriarchat.<\/p>\n<p><a title=\"Firespeaker [CC BY-SA 3.0 (https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:So%C5%8Bk%C3%B6l_jayloo.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/29\/So%C5%8Bk%C3%B6l_jayloo.jpg\/512px-So%C5%8Bk%C3%B6l_jayloo.jpg\" alt=\"So?k\u00f6l jayloo\" width=\"100%\" \/><\/a><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Jurten in der Steppe, Schafe und Ziegen. Bildquelle: Wikimedia Commons (firespeaker)<\/span><\/p>\n<p>Statt frei zu sammeln, zu fischen und zu jagen, waren die Frauen fortan unfreie, besitzlose Melkerinnen und die Geb\u00e4rerinnen der S\u00f6hne, die ihren V\u00e4tern uneigenn\u00fctzig halfen und auch die Herden erbten. Die Zahl der Tiere erh\u00f6hte sich dabei kontinuierlich, sie waren aber genetisch beinahe noch wild und schwer handzuhaben. Das brachte die M\u00e4nner auf die Idee, die Tiere zu optimieren. Vorbild dazu war die eigene Reproduktion, wie sie jetzt praktiziert wurde: Die Weibchen wurden eingepfercht und festgebunden und ausgew\u00e4hlte m\u00e4nnliche Tiere durften sie vergewaltigen.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Zucht: Vergewaltigung einer Ziege\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/raumberg-gumpenstein.at\/images\/thumbnails\/_R___44_absamung____paracc9b512efdf2bc8e2f9538209db54af_dat1342759690.jpeg?w=300&#038;ssl=1\" alt=\"Zucht: Vergewaltigung einer Ziege\"  border=\"0\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Zucht &#8211; Vergewaltigung einer Ziege.<br \/>\nBildquelle: <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/raumberg-gumpenstein.at\">raumberg-gumpenstein.at<\/a><\/span><\/p>\n<p><a title=\"Aleks [CC BY-SA 3.0 (https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Artificial_insemination_of_a_dairy_cow.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/25\/Artificial_insemination_of_a_dairy_cow.jpg\/256px-Artificial_insemination_of_a_dairy_cow.jpg\" alt=\"Artificial insemination of a dairy cow\" width=\"256\" \/><\/a><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: K\u00fcnstliche Besamung &#8211; Vergewaltigung einer Kuh.<br \/>\nBildquelle: Wikimedia Commons<\/span><\/p>\n<p>Wie die Tiere gebaren auch die geraubten Frauen ihren Entf\u00fchrern, die schon in der n\u00e4chsten Generation als Ehem\u00e4nner daher kamen, zahllose Kinder. S\u00f6hne waren aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden von Beginn an bevorzugt. Patrilinear und hierarchisch organisiert mit einem starkem Mann, dem H\u00e4uptling an der Spitze, k\u00f6nnen wir nun von den ersten St\u00e4mmen sprechen.<\/p>\n<p>Gefestigt wurden die St\u00e4mme nicht nur mit Gewalt sondern auch mit der Erfindung der ersten institutionalisierten Religion, die ein Sonnenkult war.<\/p>\n<p><a title=\"https:\/\/www.flickr.com\/people\/ifl\/, CC BY-SA 2.0 &lt;https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0&gt;, via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Kyrgyz_flag_yurt_Tengri_symbol.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"330\" alt=\"Kyrgyz flag yurt Tengri symbol\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/8\/8c\/Kyrgyz_flag_yurt_Tengri_symbol.jpg\/330px-Kyrgyz_flag_yurt_Tengri_symbol.jpg?utm_source=commons.wikimedia.org&#038;utm_campaign=index&#038;utm_content=thumbnail\"><\/a><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Rauchloch der Jurte. Symbol f\u00fcr den Steppengott Tengri.<br \/>\nBildquelle Wikimedia Commons, user Henephon<\/span><\/p>\n<p>Da die ersten Patriarchen noch aus matrifokalen Sippen stammten, kannten sie ihre V\u00e4ter nicht, und konnten sich daher selbst auf eine m\u00e4nnliche Gottheit zur\u00fcckf\u00fchren, wie es \u00fcbrigens noch Jesus nach alter Steppengewohnheit tat und sich als das Licht bezeichnete. Mit der Expansion der gewaltbereiten Nomadenst\u00e4mme fand der Sonnenkult als sog. Tengrismus asienweite und auch europaweite Verbreitung, wurde hier aber nicht mehr so genannt. Dies ist die Entstehungszeit der ersten Kriege, mit denen die Claims, die die St\u00e4mme f\u00fcr ihre Herden ben\u00f6tigten, abgesteckt wurden. Niemand konnte buchst\u00e4blich zur\u00fcckstecken, denn das h\u00e4tte bedeutet, dass wiederum die Erben zu wenig Land f\u00fcr die weiter wachsenden Herden bekommen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die ersten Viehz\u00fcchter hatten auch zuerst die fatale Idee von <a href=\"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/gibt-es-menschliche-rassen-von-zeugung-erziehung-zucht-und-zuechtigung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rasse<\/a>, die sie bei der Zucht von Tieren und auch Menschen mit der Unterdr\u00fcckung der <em>female choice<\/em> entwickelten. Daher unterscheiden sich Tierhaltung und Tierzucht ideologisch voneinander und sollten nicht einfach synonym gebraucht werden. Die indoeurop\u00e4ische Sprachfamilie ist bemerkenswert stark von Metaphern aus der Tierzucht durchzogen. Eine freie Frau, die selbstgew\u00e4hlte, wechselnde Sexualpartner hat, die also ihre <em>female choice<\/em> frei lebt und sich vom <strong>Joch<\/strong> des Patriarchats befreit, wird als <strong>z\u00fcgellos<\/strong> <strong>gebrandmarkt <\/strong>oder bestenfalls als<strong> rassig <\/strong>bezeichnet. In der Kirche wird f\u00fcr <strong>Zucht und Ordnung<\/strong> und gegen <strong>Unzucht<\/strong> gepredigt. Die Gl\u00e4ubigen werden als <strong>Sch\u00e4flein<\/strong> bezeichnet und vom <strong>Oberhirten<\/strong> mit seinem <strong>Hirtenstab<\/strong> in der Prozession angef\u00fchrt, ganz wie bei einem Almauftrieb.<\/p>\n<h2 id=\"lbk\">Bandkeramische Migration &#8211; Beginn der Jungsteinzeit in Europa<\/h2>\n<p><strong>Szenenwechsel.<\/strong> Fast zeitgleich mit der endg\u00fcltigen Aufgabe \u00c7atal H\u00f6y\u00fcks erreichte die jungsteinzeitliche Star\u010devo-Kultur Europa und f\u00fchrte den Ackerbau und die Tier<strong>haltung<\/strong> ein. Auch sie kam urspr\u00fcnglich aus Anatolien, zog aber Richtung S\u00fcdosteuropa und erreichte als sog. Bandkeramische Kultur schlie\u00dflich Mitteleuropa.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Karte: Verbreitung der Bandkeramischen Kultur in Europa\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/LBK1.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Karte: Verbreitung der Bandkeramischen Kultur in Europa\"  border=\"0\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Karte: Verbreitung der Bandkeramischen Kultur (LBK) in Europa.<\/span><\/p>\n<p>Ihre Migration konnte der Pr\u00e4historiker und Pal\u00e4oklimatologe Detlef Gronenborn mit Klimadaten, die aus Meeres-Sedimenten gewonnen wurden, korrelieren, und entdeckte den Zusammenhang mit den sog. &#8222;IRD-Perioden&#8220;.<!--<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\" class=\"footn\">[19]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-23\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"23\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Gronenborn 2011, Abb. 4, S. 116\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-23\">23<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"23\">Gronenborn 2011, Abb. 4, S. 116<\/span>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"IRD 5a+b\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/ird5a-b.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"IRD 5a+b\"  border=\"1\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Diagramm: IRD 5a+b. LBK gelb markiert. Nach Quelle: Gronenborn 2011, Abb. 4, S. 116<\/span><\/p>\n<p>IRD steht dabei f\u00fcr <em>ice-rafted debris<\/em> und bezeichnet Sediment jeder Gr\u00f6\u00dfe, das durch flie\u00dfendes Eis in andere Gebiete transportiert wurde. IRD steht mit <strong>geringerer Sonnenaktivit\u00e4t<\/strong> in Zusammenhang, die zu einer erh\u00f6hten Eisdrift f\u00fchrt. Der Effekt kann genutzt werden, um das Klima vergangener Epochen zu rekonstruieren.<\/p>\n<p>Die bandkeramische Migration aus dem Karpathenbecken, die eine der fr\u00fchesten Fluchtbewegungen vor patriarchalen Horden aus der Steppe war<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-24\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"24\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Maria Gimbutas nannte diese Phase 1. Kurgan-Welle, benannt nach den typischen Grabh\u00fcgeln, die seit dieser Zeit hier au\u00dferhalb der Steppe errichtet wurden. Duffy et al. 2025 und MDR 2025\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-24\">24<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"24\">Vgl. Maria Gimbutas nannte diese Phase 1. Kurgan-Welle, benannt nach den typischen Grabh\u00fcgeln, die seit dieser Zeit hier au\u00dferhalb der Steppe errichtet wurden. Duffy <em>et al.<\/em> 2025 und MDR 2025<\/span>, d\u00fcrfen wir uns als <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/multikulti-in-der-steinzeit-a-95a20604-0002-0001-0000-000131578982\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wanderung von Tanten, Onkeln und Schwestern<\/a> vorstellen, wie es der Anthropologe Kurt Alt mit seinem Team von der Mainzer Arbeitsgruppe Pal\u00e4ogenetik herausfand.<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-25\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"25\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Schulz 2015\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-25\">25<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"25\">Vgl. Schulz 2015<\/span> Sie verlief vollkommen friedlich und die mesolithische Urbev\u00f6lkerung blieb lange unbehelligt. Nachgewiesen ist auch, dass <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/mitteleuropaeer-haben-gemischte-ahnen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beide Gruppen f\u00fcr \u00fcber zweitausend Jahre nebeneinander her lebten<\/a>, bevor die Indigenen den Ackerbau \u00fcbernahmen und sich auch mit Bandkeramikern vermischten.<!--<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref209\" class=\"footn\">[20]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-26\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"26\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. UM 2013\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-26\">26<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"26\">Vgl. UM 2013<\/span> Was beide Gruppen gemeinsam hatten, war ihre Matrifokalit\u00e4t, die dem Krieg keinen Boden bereitete und schlie\u00dflich neugierig aufeinander machte.<\/p>\n<p>Die Bandkeramiker siedelten immer in den fruchtbarsten Gegenden, auf L\u00f6\u00df und entlang der Fl\u00fcsse. Sie hielten pro Langhaus nicht mehr als zwei bis drei K\u00fche sowie Schweine und Ziegen. Erste gro\u00dfe Erdwerke, die sog. Kreisgrabenanlagen, zeugen von einer hohen Gemeinschaftsleistung. Deren Funktion ist allerdings noch weitgehend ungekl\u00e4rt, sie k\u00f6nnten Sonnenobservatorien und\/oder rituelle Versammlungspl\u00e4tze gewesen sein, manche halten sie auch f\u00fcr Verteidigungsanlagen oder Fluchtburgen.<\/p>\n<h2 id=\"ird5\">Gewalt und Krieg unter der Klimakrise IRD 5a+b<\/h2>\n<p>Infolge der anhaltenden Klimaschwankungen in der zweiten H\u00e4lfte von IRD5b kam es erneut zu Hunger und nun auch zu einer Verst\u00e4rkung der Tierhaltung.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5491 size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/5-1-schwankung-Kopie.jpg?resize=827%2C588&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"827\" height=\"588\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/5-1-schwankung-Kopie.jpg?w=827&amp;ssl=1 827w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/5-1-schwankung-Kopie.jpg?resize=300%2C213&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/5-1-schwankung-Kopie.jpg?resize=770%2C547&amp;ssl=1 770w\" sizes=\"auto, (max-width: 827px) 100vw, 827px\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Diagramm: IRD 5.1-Schwankung (vgl. mit oben Diagramm IRD 5a+b oben rechts). Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=75931263\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikimedia commons<\/a><\/span><\/p>\n<p>Nachweislich begannen vereinzelt M\u00e4nner mit mobiler Viehwirtschaft und trieben Tiere erstmals saisonal in die Mittelgebirge.<!--<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\" class=\"footn\">[21]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-27\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"27\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Valde-Nowak\/Kienlin 2002\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-27\">27<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"27\">Vgl. Valde-Nowak\/Kienlin 2002<\/span> Es vollzog sich dann ein \u00e4hnlicher Mechanismus wie in der Steppe. Die Patrilinearit\u00e4t war sozusagen eine Idee, deren Zeit nun auch hier gekommen war.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Das Massaker von Talheim\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.zum.de\/Faecher\/G\/BW\/Landeskunde\/rhein\/geschichte\/urundfrueg\/steinz\/talheim\/fundsituation.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Das Massaker von Talheim\"  border=\"0\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Das Massaker von Talheim\/Neckar. Bandkeramische Kultur, Endzeit, ca. 5100 v.u.Z..<br \/>\nBildquelle: \u00a9 Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege im Regierungspr\u00e4sidium Stuttgart<\/span><\/p>\n<p>Vor 7000 Jahren begannen M\u00e4nnerhorden Siedlungen zu \u00fcberfallen, dort alle m\u00e4nnlichen Bewohner zu t\u00f6ten und die Frauen zu rauben. Davon legen die vielen Massaker wie in Talheim am Neckar, in Sch\u00f6neck-Kilianst\u00e4dten bei Frankfurt oder in Asparn Schletz in \u00d6sterreich ein Zeugnis ab. Ohne staats\u00e4hnliche Organisation, wie es die St\u00e4mme in der Steppe praktizierten, und ohne eine entsprechende Theologie war das Patriarchat in der Sesshaftigkeit jedoch nicht aufrecht zuerhalten, und es scheiterte bald, weil immense Gewalt zur Selbstausl\u00f6schung f\u00fchrte, ironischerweise unmittelbar bevor sich das Klima wieder besserte. Heute finden wir in unserem Genom weniger Spuren der Bandkeramiker als der indigenen Mesolithiker.<\/p>\n<p>Dass sich das Patriarchat bald auch gegen die M\u00e4nner selbst gerichtet hat, zeigen nicht nur die bandkeramischen Massaker.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Genetischer Flaschenhals vor 7000-10.000 Jahren\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/genetischer-flaschenhals.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Genetischer Flaschenhals vor 7000-10.000 Jahren\"  border=\"1\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Quelle: Diagramme nach <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC4381518\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov<\/a>. Abgerufen am 1.10.2018<\/span><\/p>\n<p>Die ForscherInnengruppe Karmin <em>et al.<\/em> entdeckte einen weltweiten <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC4381518\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">genetischen Flaschenhals der Y-Chromosomen vor 7000-10.000 Jahren<\/a> (siehe Pfeil im Diagramm). Die amerikanischen Genetiker Zeng, Aw und Feldman f\u00fchren diese Dezimierung der m\u00e4nnlichen genetischen Vielfalt auf den Tod der M\u00e4nner bei Stammesfehden zur\u00fcck, welche <strong>neue<\/strong> patrilineare Gruppen gegeneinander gef\u00fchrt h\u00e4tten. Die Stammesgruppen h\u00e4tten aus miteinander verwandten M\u00e4nnern bestanden, w\u00e4hrend die Frauen oft aus anderen St\u00e4mmen gekommen oder erbeutet worden seien.<!--<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\" class=\"footn\">[22]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-28\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"28\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Karmin et al. 2015 und Zeng et al. 2018\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-28\">28<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"28\">Vgl. Karmin <em>et al.<\/em> 2015 und Zeng <em>et al.<\/em> 2018<\/span>\nDas ist jedoch nur eine Interpretation. Die geraubten Frauen stammten <strong>nicht<\/strong> aus St\u00e4mmen, sondern aus den urspr\u00fcnglichen matrilinearen Sippen.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Nah\u00f6stlicher Viehmarkt\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/viehmarkt.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Nah\u00f6stlicher Viehmarkt\"  \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Nah\u00f6stlicher Viehmarkt. Bildquelle: Wikimedia Commons (Man77)<\/span><\/p>\n<p>Es muss vor allem auch eine Nutzanwendung von <strong>Patrilinearit\u00e4t<\/strong> gegeben sein, bevor die sie erst erm\u00f6glichende <strong>Patrilokalit\u00e4t<\/strong> von M\u00e4nnern durchgesetzt werden will.<\/p>\n<h2 id=\"ird4\">R\u00fcckkehr matrifokaler Kultur unter der Klimakrise IRD4<\/h2>\n<p>Das Vakuum, das die vielen Massaker und die Kriege vor 7000 Jahren hinterlie\u00dfen, f\u00fcllte sich vor 6400 Jahren erneut mit matrifokalem Leben und zwar erstaunlicherweise mitten in einer weiteren Periode geringer Sonnenaktivit\u00e4t, der IRD4, ein weiterer Beweis, dass ung\u00fcnstiges Klima nicht zwangsl\u00e4ufig ins Patriarchat f\u00fchren muss.<!--<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\" class=\"footn\">[23]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-29\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"29\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Gronenborn 2011, Abb. 5, S. 119\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-29\">29<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"29\">Gronenborn 2011, Abb. 5, S. 119<\/span>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"IRD 4\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/ird4.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"IRD 4\"  border=\"1\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Diagramm: IRD 4. Michelsberger Kultur orange markiert. Nach Quelle: Gronenborn 2011, Abb. 5, S. 119<\/span><\/p>\n<p>Aus dem Pariser Becken wanderten Menschen der Chass\u00e9en- und Cerny-Kultur in die nun menschenleeren Gebiete S\u00fcddeutschlands ein und gr\u00fcndeten neue miteinander verwandte Kulturen. Der Landesausbau erfolgte sowohl im Tiefland als auch in H\u00f6henlagen. Die als Michelsberger Kultur benannte jungsteinzeitliche Bev\u00f6lkerung, hier im Diagramm als MK und mit der orangefarbenen Linie gekennzeichnet, f\u00fchrte die Idee der bandkeramischen Kreisgrabenanlagen fort.<\/p>\n<p>Ihre Funktion wird allerdings noch kontroverser diskutiert, denn sie wiesen nun zahlreiche \u00d6ffnungen auf. Viele Forscher halten sie noch f\u00fcr Verteidigungsanlagen von H\u00e4uptlingssitzen. Der ausgewiesene Experte f\u00fcr diese Kultur, der Pr\u00e4historiker Christian Jeunesse von der Universit\u00e4t Strasburg, glaubt daran jedoch nicht mehr. Die \u00d6ffnungen erschweren Verteidigung und die Erdwerke lagen auch teils nur wenige Kilometer auseinander, zu nahe um als Stammessitz zu dienen. An den Bestattungen und materiellen Funden kann eine hierarchische Gesellschaft auch nicht nachgewiesen werden, weshalb Jeunesse die Michelsberger Kultur als <strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Akephalie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">akephal<\/a><\/strong> bezeichnet. Zudem stellt er fest, dass die Zeit des 5. Jahrtausends von einer gro\u00dfen Kontinuit\u00e4t gepr\u00e4gt war.<!--<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\" class=\"footn\">[24]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-30\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"30\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Jeunesse 2019 und Jeunesse\/Seidel 2010\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-30\">30<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"30\">Vgl. Jeunesse 2019 und Jeunesse\/Seidel 2010<\/span> Offenbar gelang es, mit der Tierhaltung den Schwankungen der IRD 4-Periode gut zu begegnen. Die manchmal sogar Quadratkilometer gro\u00dfen Bauwerke d\u00fcrften Jeunesse zufolge als Pferche gedient haben, \u00fcbrigens eine sehr bequeme Art eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Tieren zu halten, ganz ohne die Not, viele S\u00f6hne haben zu m\u00fcssen. Auch wenn die Zahl der Tiere nun h\u00f6her war, ist m.E. davon auszugehen, dass sie Gesamthandseigentum waren, wie aller Besitz in matrifokalen Kulturen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Wandfries der Pfahlbaukultur\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.swr.de\/-\/id=16823902\/property=medium\/pubVersion=4\/3fdwb3\/Montage%20der%20%22Busenwand%22.jpg\" alt=\"Wandfries der Pfahlbaukultur\" width=\"100%\" border=\"1\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Rekonstruktion des Frieses einer Matri-Linie aus Ludwigshafen\/Seehalde mit den Originalteilen, L\u00e4nge 7m, ca. 6000 Jahre alt. Quelle: Ver\u00f6ffentlicht auf SWR2, <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.swr.de\/-\/id=16823902\/property=medium\/pubVersion=4\/3fdwb3\/Montage%20der%20%22Busenwand%22.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/i0.wp.com\/www.swr.de<\/a><\/span><\/p>\n<p>Im klimatisch beg\u00fcnstigten Bodenseeraum bl\u00fchte die Pfahlbaukultur mit der Schussenrieder- und Pfyner-Kultur, die \u00fcberwiegend Fischfang betrieben. In Ludwigshafen am Bodensee hat sich ein 7m langer Fries einer matrilinearen Ahnenreihe (s.o.) erhalten, die das Team von Helmut Schlichtherle aus den im See gefundenen Bruchst\u00fccken rekonstruieren konnte.<!--<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\" class=\"footn\">[25]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-31\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"31\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Schlichtherle 2010, S. 266-277\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-31\">31<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"31\">Vgl. Schlichtherle 2010, S. 266-277<\/span>\n<h2 id=\"k4\">Patriarchale Expansion seit der Klimakrise K4 &#8211; Kurgan-Wellen<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend die Michelsberger und n\u00f6rdlicher \u00fcbrigens auch die sog. Trichterbecher-Kultur bl\u00fchte, braute sich in der Zeit <strong>vor<\/strong> 3600 in der Steppe S\u00fcdrusslands eine neue Katastrophe zusammen.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5493 size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/k4-schwankung.jpg?resize=813%2C583&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"813\" height=\"583\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/k4-schwankung.jpg?w=813&amp;ssl=1 813w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/k4-schwankung.jpg?resize=300%2C215&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/k4-schwankung.jpg?resize=770%2C552&amp;ssl=1 770w\" sizes=\"auto, (max-width: 813px) 100vw, 813px\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Diagramm: K4-Schwankung, ca. 3550 v.u.Z.. Nach Quelle: Gronenborn 2011, Abb. 5, S. 119<\/span><\/p>\n<p>Niemals zuvor lebten dort so viele Menschen und Tiere, die sich schlie\u00dflich als fr\u00fchbronzezeitliche Maikop-Kultur und Jamnaja-Kultur ausbreiteten, durch Marija Gimbutas 2. und 3. Kurgan-Welle genannt. Das Ende der 900 Jahre w\u00e4hrenden friedvollen Zeit in Mitteleuropa brachte um 3550 das Klimaereignis K4 der IRD 4 mit einer au\u00dfergew\u00f6hnlich schwachen Sonnenaktivit\u00e4t, die exteme D\u00fcrre und K\u00e4lte zur Folge hatte.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Maikop- formt Trichterbecher- in Kugelamphoren-Kultur um.\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/trichterbecher.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Maikop- formt Trichterbecher- in Kugelamphoren-Kultur um.\"  border=\"0\" \/><\/p>\n<p><span class=\"abb\">Karte: Maikop-Kultur formt Trichterbecher- in Kugelamphoren-Kultur um (Kurgan II). Karte nach: Wikimedia Commons (user: Sir Henry)<\/span><\/p>\n<p>Nach einer <a href=\"https:\/\/www.shh.mpg.de\/1197459\/pr-caucasus-haak\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie<\/a> der Arbeitsgruppe um den Molekular-Anthropologen Wolfgang Haak von der Max-Planck-Gesellschaft sei anzunehmen, dass die Steppenbewohner mit Menschen, die aus dem Westen kamen, in Kontakt gerieten und zwar schon lange vor Entstehung der Jamnaja-Kultur. Dies seien mutma\u00dflich Angeh\u00f6rige der sog. Kugelamphoren-Kultur gewesen.<!--<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\" class=\"footn\">[26]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-32\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"32\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. MPI f\u00fcr Menschheitsgeschichte 2019\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-32\">32<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"32\">Vgl. MPI f\u00fcr Menschheitsgeschichte 2019<\/span> Gimbutas vertrat die These, dass sich umgekehrt die Kugelamphoren-Kultur durch eine 2. Kurgan-Welle herausgebildet h\u00e4tte, und zwar durch die Invasion der Maikop-Kultur in die matrifokale Trichterbecher-Kultur.<!--<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\" class=\"footn\">[27]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-33\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"33\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Gimbutas 1996, S. 381\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-33\">33<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"33\">Gimbutas 1996, S. 381<\/span> Meines Erachtens deuten die genetischen Befunde in der Steppe daraufhin, dass Maikop-M\u00e4nner immer wieder Trichterbecher-Frauen auch in die Steppe entf\u00fchrten, womit beide Theorien zusammengef\u00fchrt w\u00e4ren, und was erkl\u00e4ren kann, warum die Kugelamphoren-Kultur noch keine Kurgane aufwies und weniger Frauengr\u00e4ber z\u00e4hlt. Die gerade ver\u00f6ffentlichten Untersuchungen zu den Verwandtschaftsverh\u00e4ltnissen der Opfer des <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/das-massengrab-von-koszyce\/1643358\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Massakers im s\u00fcdpolnischen Koszyce<\/a><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-34\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"34\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Fischer 2019\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-34\">34<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"34\">Vgl. Fischer 2019<\/span>, welches Jamnaja-M\u00e4nner vor 4800 Jahren anrichteten, erh\u00e4rten die Vermutung, dass die Kugelamphoren-Kultur noch matrifokales Leben kannte.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Invasion der Jamnaja: Schnurkeramische Kultur\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/schnurkeramik.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Invasion der Jamnaja: Schnurkeramische Kultur\"  \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Karte: Expansion der Jamnaja-Leute (Kurgan III). Nach: Wikimedia Commons (user: Sir Henry)<\/span><\/p>\n<p>Mit einer weiteren Ausbreitung der Jamnaja-Leute, der 3. Kurgan-Welle, ging um 2800 die Kugelamphoren-Kultur unter und die Schnurkeramische Kultur entstand. Deren DNA stimmt zu 75 % mit der der Jamnaja-Leute \u00fcberein, was deren massive Einwanderung und Ausl\u00f6schung der urspr\u00fcnglich ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung beweist. Nach einer <a href=\"https:\/\/www.sciencemag.org\/news\/2017\/02\/thousands-horsemen-may-have-swept-bronze-age-europe-transforming-local-population\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">neuen Berechnung<\/a> des Genetikers Mattias Jakobsson der Universit\u00e4t von Uppsala kamen auf eine Frau <strong>10 M\u00e4nner<\/strong> aus der Steppe.<!--<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\" class=\"footn\">[28]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-35\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"35\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Gibbons 2017\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-35\">35<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"35\">Vgl. Gibbons 2017<\/span>\n<p><a title=\"Wolfgang Sauber, CC BY-SA 3.0 &lt;https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0&gt;, via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Linz_Schlossmuseum_-_Stein%C3%A4xte.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"250\" alt=\"Linz Schlossmuseum - Stein\u00e4xte\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/9\/95\/Linz_Schlossmuseum_-_Stein%C3%A4xte.jpg\/250px-Linz_Schlossmuseum_-_Stein%C3%A4xte.jpg?utm_source=commons.wikimedia.org&#038;utm_campaign=index&#038;utm_content=thumbnail\"><\/a><\/p>\n<p><span class=\"abb\">Bild: Streit\u00e4xte der Schnurkeramik.<br \/>\nBildquelle: Wikimedia Commons, user Rotatebot<\/span><\/p>\n<p>Typisch f\u00fcr die Schnurkeramik waren ihre \u00fcberlegenen Waffen, wegen derer sie auch Streitaxt-Kultur genannt wurde. Ihre Bestattungsweise in Grabh\u00fcgeln war identisch mit derjenigen in der Steppe.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Reiternomaden aus Zentralasien hinterlie\u00dfen kaum weibliche Spuren im Europ\u00e4er-Erbgut. M\u00e4nner\u00fcberschuss.\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/0\/1\/01-32669-einwanderer1.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Reiternomaden aus Zentralasien hinterlie\u00dfen kaum weibliche Spuren im Europ\u00e4er-Erbgut. M\u00e4nner\u00fcberschuss.\"  border=\"1\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Karte: &#8222;Reiternomaden aus Zentralasien hinterlie\u00dfen kaum weibliche Spuren im Europ\u00e4er-Erbgut. M\u00e4nner\u00fcberschuss&#8220;. Quelle: <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/bronzezeit-einwanderung-mit-maennerueberschuss\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.scinexx.de\/<\/a><\/span><\/p>\n<h2 id=\"bronzezeit\">Bronzezeit &#8211; neue Invasionen aus der Steppe nach Europa und Einfluss auf Mesopotamien<\/h2>\n<p>In der Bronzezeit zogen \u00fcberwiegend M\u00e4nner aus der Steppe nach Zentraleuropa nach. Dies konnten die amerikanische Pal\u00e4ogenetikerin Amy Goldberg und ihr Team von der Duke University in Durham beweisen. Auch sie ziehen den Schluss, dass diese Migration von Reiternomaden eher den Charakter eines Eroberungsfeldzugs hatte.<!--<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\" class=\"footn\">[29]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-36\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"36\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Goldberg et al. 2017\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-36\">36<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"36\">Vgl. Goldberg <em>et al.<\/em> 2017<\/span>\n<p>Heute finden wir \u00fcberall in der Landschaft Eurasiens und Japans die Grabh\u00fcgel der Steppenf\u00fcrsten und ihrer Nachfahren, die die altans\u00e4ssige Bev\u00f6lkerung unterjochten, ausbeuteten und ermordeten.<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-37\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"37\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Ansede 2018 und Uhlmann 2015, S. 204 ff\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-37\">37<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"37\">Vgl. Ansede 2018 und Uhlmann 2015, S. 204 ff<\/span>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/20\/Trakijskata_Grobnica.jpg\/640px-Trakijskata_Grobnica.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" border=\"0\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Thrakisches H\u00fcgelgrab nahe Pomorje, Bulgarien, ca. 1200 v.u.Z. Bildquelle:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kurgan_(Grabh%C3%BCgel)#\/media\/Datei:Trakijskata_Grobnica.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikimedia Commons (user: Polini~commonswiki)<\/a><\/span><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Sarmatischer Kurgan\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/5\/51\/LYablonskyFilipovkaKurganR1.jpg\" alt=\"Sarmatischer Kurgan\" width=\"100%\" border=\"0\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\"> Bild: \u00c4ltester erhaltener Kurgan der Sarmaten, 400 v.u.Z. Bildquelle: <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:LYablonskyFilipovkaKurganR1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikimedia Commons (Fillipovka, S. Urals Archeological dig lead by Russian Academy of Sciences Institute of Anthropology Prof. L.Yablonsky, Summer of 2006)<\/a><\/span>.<\/p>\n<p><a title=\"Hannibal21 [CC BY-SA 3.0 (https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/)], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Grabhugel_Glauberg.JPG\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/0\/06\/Grabhugel_Glauberg.JPG\/512px-Grabhugel_Glauberg.JPG\" alt=\"Grabhugel Glauberg\" width=\"100%\" \/><\/a><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Keltisches H\u00fcgelgrab auf dem Glauberg 500 v.u.Z.<\/span><\/p>\n<p><a title=\"Saigen Jiro [CC0], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Inariyama_Kofun_(Gyoda),_zenkei.JPG\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/0\/0a\/Inariyama_Kofun_%28Gyoda%29%2C_zenkei.JPG\/512px-Inariyama_Kofun_%28Gyoda%29%2C_zenkei.JPG\" alt=\"Inariyama Kofun (Gyoda), zenkei\" width=\"100%\" \/><\/a><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Japan: Inariyama Kofun in Gyoda, Pr\u00e4fektur Zenkei, 3. &#8211; 7. Jhd. n.u.Z.<\/span><\/p>\n<p>Die Arbeitsgruppe um Wolfgang Haak wies auch nach, dass schon lange vor der Entstehung der Jamnaja-Kultur ein Austausch der Steppenleute mit Mesopotamien bestand.<!--<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\" class=\"footn\">[30]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-38\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"38\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Haak 2015\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-38\">38<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"38\">Vgl. Haak 2015<\/span> In welche Richtung die genetische Verbindung weist, ist allerdings noch ungekl\u00e4rt. Es wurde auch schon lange von vielen Forschern die Meinung vertreten, dass die Maikop-Kultur das Rad und den Wagen von dort \u00fcbernahm. In der Steppe wurde wahrscheinlich der Streitwagen erfunden, sozusagen der erste Panzer, der wiederum in Mesopotamien \u00fcbernommen wurde.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Feldz\u00fcge der Maikop-Kultur nach Mesopotamien (Hypothese) und Richtung Mitteleuropa (nachgewiesen)\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/maikop.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Feldz\u00fcge der Maikop-Kultur nach Mesopotamien (Hypothese) und Richtung Mitteleuropa (nachgewiesen)\"  border=\"0\" \/><\/p>\n<p><span class=\"abb\">Karte: Feldz\u00fcge der Maikop-Kultur nach Mesopotamien (Hypothese) und Richtung Mitteleuropa (nachgewiesen)<\/span><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Assyrischer Streitwagen\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/streitwagen.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Assyrischer Streitwagen\"  border=\"0\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Bild: Assyrische Krieger mit Pfeil und Bogen auf Streitwagen. Zeichnung eines Flachreliefs aus Nimrud 1852. British Museum. Bildquelle: <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Assyr_Krieger_auf_Streitwagen.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikimedia Commons (user: Magnus Manske)<\/a><\/span><\/p>\n<h2 id=\"mesopotamien\">\u00dcberbev\u00f6lkerung in Mesopotamien &#8211; erste Megacities und ihr patriarchaler Kult<\/h2>\n<p>Es l\u00e4sst sich nun aus genetischer Sicht noch nicht viel dar\u00fcber sagen, ob die Patriarchalisierung Mesopotamiens von der Steppe ausging oder indigen einsetzte. Eine ideologisch\/theologische Umformung, die zu den ersten Gro\u00dfen G\u00f6ttinnen und ihren Vegetationsg\u00f6ttern in Sumer und schlie\u00dflich zu den babylonischen Hochg\u00f6ttern f\u00fchrte, geht jedoch aus den fr\u00fchesten Schriften hervor. Der eingangs erw\u00e4hnte Atra-Hasis-Mythos stammt aus der Zeit als das fruchtbare Zweistromland die Menschenmassen kaum noch ern\u00e4hren konnte. Babylon hatte um 1700 v.u.Z. ca. 200.000 Einwohner.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Gilgamesh und Enkidu t\u00f6ten Humbaba\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/wiki.uiowa.edu\/download\/attachments\/49484768\/Enkidu%20and%20Humbaba.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Gilgamesh und Enkidu t\u00f6ten Humbaba\"  border=\"0\" \/><br \/>\n<span class=\"abb\">Bildquelle: <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/wiki.uiowa.edu\/display\/theatre\/Humbaba+Dramaturgical+Information?preview=%2F49484768%2F49645443%2FEnkidu+and+Gilgamesh+Battle+with+Humbaba.jpg\">University of Iowa<\/a><\/span><\/p>\n<p>Als erste Megacity der Welt gilt aber das sumerische Uruk, das schon 2000 Jahre fr\u00fcher am Euphrat entstand und ca. 40.000 Einwohner hatte. Das erst in babylonischer Zeit verfasste Gr\u00fcndungsepos von Uruk beschreibt die Heldentaten des K\u00f6nig Gilgamesh, der zu einem Drittel menschlich und zu zwei Dritteln g\u00f6ttlich war: Er ermordete (Abb. oben) den W\u00e4chter des Waldes der Gro\u00dfen G\u00f6ttin Inanna, f\u00e4llte ihre Zedern und verweigerte ihr das Ritual der Heiligen Hochzeit.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" title=\"Heilige Hochzeit auf einem Rollsiegel\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.gabriele-uhlmann.de\/images\/exex\/Heilige-Hochzeit.jpg?w=1080&#038;ssl=1\" alt=\"Heilige Hochzeit auf einem Rollsiegel\"  \/><\/p>\n<p><span class=\"abb\">Bild: Heilige Hochzeit. Rollsiegel aus Latakia (Syrien), mittelassyrisch. Bildquelle: <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/www.zora.uzh.ch\/id\/eprint\/138333\/1\/Winter_1983_Frau_und_Goettin.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.zora.uzh.ch\/id\/eprint\/138333\/1\/Winter_1983_Frau_und_Goettin.pdf<\/a><\/span><\/p>\n<p>Ihr Rachefeldzug gegen ihn endet mit dem Tod seines Freundes Enkidu, was ihm seine eigene Sterblichkeit bewusst macht. Auf der Suche nach Unsterblichkeit trifft er den weisen Utana-pishdi, der ihm eine Flutgeschichte erz\u00e4hlt und ihm r\u00e4t, erst einmal den Schlaf zu besiegen. Nachdem ihm dies nicht gelingt, sucht Gilgamesch nach dem Kraut der ewigen Jugend, das ihm &#8211; als er es gefunden hat &#8211; eine Schlange wieder entrei\u00dft. Er muss einsehen, dass er seinen Ruhm anders begr\u00fcnden muss, kehrt nach Uruk zur\u00fcck und l\u00e4sst die Stadtmauer, die er erbaut hat, bestaunen.<\/p>\n<p>Es wurde vermutet, dass das Ritual der Heiligen Hochzeit Ausdruck eines Matriarchates, einer Frauenherrschaft sei. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Heilige Hochzeit ist schon vor dem Hintergrund der unterdr\u00fcckten <em>female choice<\/em> der beteiligten Priesterin ein Vergewaltigungsritual, mit dem sich die Herrscher legitimierten und ihre G\u00f6ttlichkeit und Unsterblichkeit postulierten. Die Unsterblichkeit konnte nur von der G\u00f6ttin verliehen werden. Genau das wollte der Held Gilgamesh im Mythos nicht wahrhaben. Er hielt die Zurschaustellung seiner Potenz nicht mehr f\u00fcr n\u00f6tig und wurde daf\u00fcr gedem\u00fctigt. So wurde aus babylonischer R\u00fcckschau erkl\u00e4rt, dass Inanna Stadtg\u00f6ttin des patriarchalischen Uruk war. Unter fortschreitender Patriarchalisierung und auf dem langen Weg zu einer rein m\u00e4nnlichen Religion wurde das Ritual schlie\u00dflich doch entbehrlich und gegen 2300 v.u.Z. schaffte es der akkadische Gro\u00dfk\u00f6nig Naram-Sin als erster ab.<\/p>\n<p>Durch Eroberungen wurde die Zahl der m\u00e4nnlichen und weiblichen Gottheiten im Pantheon immer gr\u00f6\u00dfer. Nach und nach wurden alle Mutterg\u00f6ttinnen mythographisch zu T\u00f6chtern oder Geliebten von Vaterg\u00f6ttern degradiert.<\/p>\n<p><a title=\"editor Austen Henry Layard , drawing by L. Gruner [Public domain], via Wikimedia Commons\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Chaos_Monster_and_Sun_God.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/c3\/Chaos_Monster_and_Sun_God.png\/512px-Chaos_Monster_and_Sun_God.png\" alt=\"Chaos Monster and Sun God\" width=\"100%\" \/><\/a><\/p>\n<p><span class=\"abb\">Bild: Marduk t\u00f6tet die d\u00e4monisierte Urmutter Tiamat. Bildquelle: Wikimedia Commons<\/span><\/p>\n<p>Schon damals wurde \u00fcber weibliche Leichen gegangen. Nachdem die Mutterg\u00f6ttinnen d\u00e4monisiert und ermordert waren, wie hier z.B. die Urmutter Tiamat von dem babylonischen Hochgott Marduk, stand am Ende der Entwicklung ein einziger m\u00e4nnlicher Gott. Die \u00dcberbev\u00f6lkerung im Pantheon wurde damit zwar besiegt, nicht aber die auf Erden. Denn der einsame Vater-Gott befahl: Seid fruchtbar und mehret euch!<\/p>\n<p>Neben sich duldet er aber niemanden mehr au\u00dfer seinem Sohn, dem guten Hirten.<\/p>\n<h2 id=\"exfc\">Bev\u00f6lkerungsexplosion und Patriarchat mit der Female Choice stoppen<\/h2>\n<p>Damit komme ich langsam zum Schluss. Eine konstante Bev\u00f6lkerungszahl ist ein Menschheitsrecht, das wir als solches noch gar nicht erkannt haben, denn nur sie verhindert die Ausbeutung der Erde und damit die Bedrohung der eigenen Existenz. Mit der Aushebelung der <em>female choice<\/em> von Menschen, Tieren und Pflanzen schufen M\u00e4nner eine neue Welt voller Leid. Zwar gelang ihnen damit, zun\u00e4chst eigentlich unbewohnbare Teile der Erde zu bev\u00f6lkern, aber zu einem hohen Preis, den die Menschenkinder und die \u00d6kosysteme bis heute bezahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die \u00dcberbev\u00f6lkerung und ihre Kompensationen verursachen das Artensterben und den Klimawandel.<br \/>\nDie gute Nachricht lautet: Sie l\u00e4sst sich mit der Sicherstellung der <em>female choice<\/em> und einer matrifokalen Sozialordnung in den Griff bekommen.<br \/>\nDie schlechte Nachricht lautet: Es ist extrem schwer, den M\u00e4nnern und auch Frauen klarzumachen, dass es die gelebte Vaterschaft selbst ist, die das Unheil anrichtet. Bei uns wird der sog. neue Vater sogar mit Preisen \u00fcberh\u00e4uft. Aber um nur einen einzigen lieben Vater kennenzulernen, brauchen wir ein ganzes gewaltt\u00e4tiges System um ihn herum, und niemand kann vorhersagen, zu was er sich einst entpuppt, wenn sich die Mutter von ihm trennen will. Um nur ein einziges solches Exemplar zu sch\u00fctzen, nehmen wir die vielen V\u00e4ter in Kauf, die das Patriarchat immer wieder mit allen Mitteln erneuern.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen begreifen, dass die Idee der Patrilinearit\u00e4t nur unter der erzwungenen Patrilokalit\u00e4t umgesetzt werden kann. Um ihre genetischen Kinder erziehen zu k\u00f6nnen, <strong>m\u00fcssen<\/strong> V\u00e4ter Gewalt aus\u00fcben &#8211; ob t\u00e4tlich oder gesetzlich. M\u00e4nner leisten sich mit der Vaterschaft einen Luxus, der gar nicht zu verantworten ist. Schlie\u00dflich erweist sich die Familie bis heute als der gef\u00e4hrlichste Ort f\u00fcr M\u00fctter und Kinder. Auch M\u00e4nner leiden von Kindheit an. Die Familie dient nicht in erster Linie dem Wohle des Nachwuchses, sondern dem des Vaters und seines Lebenswerkes, wie schon seit dem Beginn in der Steppe.<\/p>\n<p>Weil uns, M\u00e4nnern wie Frauen, die Matrifokalit\u00e4t angeboren ist, weil M\u00fctter von Natur aus niemals freiwillig patrilokal leben w\u00fcrden, weil Frauen von M\u00e4nnern in die Patrilokalit\u00e4t entf\u00fchrt wurden und bis heute werden, und wir durch gesellschaftlichen Druck immer aufs Neue aus unseren matrilinearen Sippen gerissen werden, m\u00fcssen wir den Schluss ziehen, dass wir im Grunde alle Entf\u00fchrungsopfer sind, auch wenn wir unsere V\u00e4ter lieben und glauben, freiwillig in die Ehe zu gehen. Die Paarbindung ist so freiwillig wie das Kopftuch, das ein Symbol f\u00fcr die Patrilokalit\u00e4t ist und ein Bekenntnis zur Patrilinearit\u00e4t, ganz so wie der erkl\u00e4rte Wille der meisten Ehefrauen, ihren Nachnamen aufzugeben und den des Ehemannes anzunehmen.<\/p>\n<p>Wie die Patriarchatsforscherin Stephanie Gogolin <!--<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\" class=\"footn\">[31]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-39\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"39\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Gogolin 2019a und Gogolin 2019b\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-39\">39<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"39\">Vgl. Gogolin 2019a und Gogolin 2019b<\/span> es nennt, sind wir dem kollektiven Stockholm-Syndrom verfallen, daher kooperieren wir mit unseren Entf\u00fchrern.<!--<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\" class=\"footn\">[32]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-40\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"40\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_3827\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Sugiyama 2014\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-40\">40<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"40\">Vgl. Sugiyama 2014<\/span> Wir haben dabei auch ein seltsames Gerechtkeitsverst\u00e4ndnis entwickelt, das auf der Ideologie der Zucht und des Rassegedankens beruht, und so einem Vater seine genetischen Kinder sichert und ihm die M\u00f6glichkeit gibt, noch auf die V\u00e4ter seiner Enkelkinder Einfluss zu nehmen. Es wird dabei auch deutlich, dass der allgemeine Rassismus letztlich auf dem Sexismus gegen Frauen beruht, und nicht umgekehrt. Sexismus ist die Urform und Ursache der Diskriminierung.<br \/>\nEs ist klar, dass ein System, das buchst\u00e4blich so tief eingebrannt ist, nicht von heute auf Morgen verschwindet. Wir erleben sogar gerade, wie unsere Politikerinnen auf Druck von gewaltbereiten Vaterrechtlern alleinerziehenden M\u00fcttern das im Grundgesetz verankerte Recht auf Freiheit der Wohnung wegnehmen, weil sich herausstellte, dass das Patriarchat in Gefahr geriet. Unsere Gleichstellungspolitik kann, das wird hier deutlich, nicht nachhaltig sein, solange das Dogma der Vaterschaft existiert.<br \/>\nAuch im Angesicht der Globalisierung ist es nur mit Aufkl\u00e4rung und unendlich viel Zeit m\u00f6glich, das Patriarchat, das die Meisten in der Tat nur als &#8222;das System&#8220; oder &#8222;Kapitalismus&#8220; benennen k\u00f6nnen, irgendwann wieder loszuwerden. Der Club of Rome, der die \u00dcberbev\u00f6lkerung als einzige Instanz immer wieder anprangert, macht nur hilflose ja bizarre Vorschl\u00e4ge. Auch aus der UNO kommt dazu kein sinnvoller Impuls. Doch die Menschheit steht vor dem Kollaps und es bleibt uns, wenn \u00fcberhaupt, nur wenig Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"literatur\">Literatur<\/h2>\n<ul id=\"liste4\">\n<li>Ansede, Manuel: The invasion that wiped out every man from Spain 4,500 years ago. Aus: EL PA\u00cdS online vom 4.10.2018, Englisch von Melissa Kitson <a href=\"https:\/\/english.elpais.com\/elpais\/2018\/10\/03\/inenglish\/1538568010_930565.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/english.elpais.com\/elpais\/2018\/10\/03\/inenglish\/1538568010_930565.html<\/a><\/li>\n<li>Beise, Jan; Voland, Eckart: Warum gibt es Gro\u00dfm\u00fctter? In: Spektrum der Wissenschaft 1|2003. S. 48-53. <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/magazin\/warum-gibt-es-grossmuetter\/829410\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.spektrum.de\/magazin\/warum-gibt-es-grossmuetter\/829410<\/a><\/li>\n<li>Blaffer Hrdy, Sarah: Mutter Natur. Die weibliche Seite der Evolution. Berlin 2010a. Am. Original-Ausgabe: Mothers, Infants, and Natural Selektion. New York 1999<\/li>\n<li>Blaffer Hrdy, Sarah: M\u00fctter und Andere. Wie uns die Evolution zu sozialen Wesen gemacht hat. Berlin 2010b. Am. Original-Ausgabe: Mothers and Others. The Evolutionary Origins of Mutual Understanding. Harvard University Press 2009<\/li>\n<li>Duffy, Paul R. <em>et al.<\/em>: Five thousand years of inequality in the Carpathian Basin. In: Science Advances<br \/>\n06.08.2025, Vol 11, Issue 32 <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1126\/sciadv.adu0323\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1126\/sciadv.adu0323<\/a><\/li>\n<li>Feldman, M. <em>et al.<\/em>: Late Pleistocene human genome suggests a local origin for the first farmers of central Anatolia. Nature Communications 10, Article number: 1218 (2019) 19.3.2019 <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-019-09209-7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-019-09209-7<\/a> abgerufen am 5.5.2019<\/li>\n<li>Fischer, Lars: Das Massengrab von Koszyce. Aus: Spektrum online vom 6.5.2019 <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/das-massengrab-von-koszyce\/1643358\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.spektrum.de\/news\/das-massengrab-von-koszyce\/1643358<\/a><\/li>\n<li>Gibbons, Ann: Thousands of horsemen may have swept into Bronze Age Europe, transforming the local population. Aus: SCIENCE online vom 12.2.2017 <a href=\"https:\/\/www.sciencemag.org\/news\/2017\/02\/thousands-horsemen-may-have-swept-bronze-age-europe-transforming-local-population\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.sciencemag.org\/news\/2017\/02\/thousands-horsemen-may-have-swept-bronze-age-europe-transforming-local-population<\/a><\/li>\n<li>Gimbutas, Marija: Die Zivilisation der G\u00f6ttin. Die Welt des Alten Europa. Frankfurt a. M. 1996. Am. Original-Ausgabe: The Civilization of the Goddess. The World of Old Europe. New York 1991<\/li>\n<li>G\u00f6tting, Eva: Exportschlager D\u00e4mon? Zur Verbreitung altorientalischer Lama\u0161tu-Amulette. S. 439. In: G\u00f6bel, J.; Zech, T. (Hrsg.): Exportschlager: Kultureller Austausch, wirtschaftliche Beziehungen und transnationale Entwicklungen in der antiken Welt. Humboldts studentische Konferenz der Altertumswissenschaften. Berlin 2009. S. 437-456<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.academia.edu\/1822803\/Exportschlager_D%C3%A4mon_Zur_Verbreitung_Altorientalischer_Lama%C5%A1tu-Amulette\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.academia.edu\/1822803\/Exportschlager_D%C3%A4mon_Zur_Verbreitung_Altorientalischer_Lama%C5%A1tu-Amulette<\/a><\/li>\n<li>Gogolin, Stephanie: Das patriarchale Stockholm-Syndrom Teil I. Das kollektive Stockholm-Syndrom in der Patriarchose. <a href=\"https:\/\/marthastochter.wordpress.com\/2019\/09\/06\/das-patriarchale-stockholm-syndrom\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Online-Ressource<\/a> vom und abgerufen am 6.9.2019<\/li>\n<li>Gogolin, Stephanie: Das patriarchale Stockholm-Syndrom Teil II. Die Ehe &#8211; ein verinnerlichtes Stockholm-Syndrom. <a href=\"https:\/\/marthastochter.wordpress.com\/2019\/10\/13\/das-patriarchale-stockholm-syndrom-teil-ii\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Online-Ressource<\/a> vom und abgerufen am 13.10.2019<\/li>\n<li>Goldberg, Amy <em>et al.<\/em>: Ancient X chromosomes reveal contrasting sex bias in Neolithic and Bronze Age Eurasian migrations. PNAS March 7, 2017 114 (10) 2657-2662; published ahead of print February 21, 2017<\/li>\n<li>Gronenborn, Detlef: Klimainduzierte Umweltkrisen und ihre soziopolitischen Auswirkungen auf pr\u00e4historische Gesellschaften In: Daim, F.; Gronenborn, D.; Schreg, R. (hrsg.), Strategien zum \u00dcberleben. Umweltkrisen und ihre Bew\u00e4ltigung. RGZM Tagungen 11., 2011, S. 111-127 <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/230704707_Klimainduzierte_Umweltkrisen_und_ihre_soziopolitischen_Auswirkungen_auf_prahistorische_Gesellschaften\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/230704707_Klimainduzierte_Umweltkrisen_und_ihre_soziopolitischen_Auswirkungen_auf_prahistorische_Gesellschaften<\/a><\/li>\n<li>Haak, Wolfgang <em>et al.<\/em>: Massive migration from the steppe is a source for Indo-European languages in Europe In: Nature 522, S. 207-211 (11.6.2015) <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/nature14317\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.nature.com\/<\/a> abgerufen am 5.5.2019<\/li>\n<li>Hawkes, Kristen: Human longevity: The grandmother effect. Editorial. Nature 2004 (428): 128-9. doi:10.1038\/428128a<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nature.com\/nature\/journal\/v428\/n6979\/full\/428128a.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.nature.com<\/a><\/li>\n<li>Jarus, Owen: No Family Plots, Just Communal Burials In Ancient Settlement. Aus: <a href=\"https:\/\/www.livescience.com\/14824-communal-human-burials-ancient-settlement.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.livescience.com\/<\/a> 29.6.2011. Abgerufen: 1.10.2018<\/li>\n<li>Jeunesse, Christian: The fifth millennium BC in central Europe. Minor changes, structural continuity: a period of cultural stability. In: Gleser, Ralf; Hofmann, Daniela: Contacts, Boundaries &amp; Innovation in the Fifth Millenium. Exploring Developed Neolithic societies in central Europe. Leiden 2019<\/li>\n<li>Jeunesse, Chr.; Seidel, U.: Die Erdwerke der Michelsberger Kultur. In : Die Michelsberger Kultur und Mitteleuropa vor 6000 Jahren, catalogue d&#8217;exposition, Badisches Landesmuseum, Karlsruhe 2010, 58-69 <a href=\"https:\/\/www.academia.edu\/7382134\/45_Die_Erdwerke_der_Michelsberger_Kultur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.academia.edu\/7382134\/45_Die_Erdwerke_der_Michelsberger_Kultur<\/a><\/li>\n<li>Karmin, M. <em>et al.<\/em>: A recent bottleneck of Y chromosome diversity coincides with a global change in culture. In: Genome Research 2015; 25(4):459-466. doi:10.1101\/gr.186684.114<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC4381518\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC4381518\/<\/a> Abgerufen: 1.10.2018<\/li>\n<li>Larsen, Clark Spencer <em>et al.<\/em>: Bioarchaeology of Neolithic \u00c7atalh\u00f6y\u00fck reveals fundamental transitions in health, mobility, and lifestyle in early farmers. In: <a href=\"https:\/\/www.pnas.org\/content\/116\/26\/12615\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PNAS June 25, 2019 116 (26) 12615-12623<\/a>; first published June 17, 2019 <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1904345116\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1904345116<\/a> vom 29.06.2019, abgerufen am 30.06.2019<\/li>\n<li>MDR 2025: Vor 8.000 Jahren &#8211; Landwirtschaft f\u00fchrte nicht automatisch zu Ungleichheit. Online-Ressource vom 07.08.2025 auf <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/archaeologie-fruehgeschichte\/landwirtschaft-bedeutet-nicht-automatisch-ungleichheit-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/archaeologie-fruehgeschichte\/landwirtschaft-bedeutet-nicht-automatisch-ungleichheit-100.html<\/a> abgerufen am 13.08.2025<\/li>\n<li>Meadows, Donella; Meadows, Dennis; Randers, J.; Behrens III, W.: Die Grenzen des Wachstums. Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit. Aus dem Amerikanischen von Hans-Dieter Heck. Stuttgart 1972<\/li>\n<li>Meseg-Rutzen, Gabriele: In Europa lebten im fr\u00fchen Jungpal\u00e4olithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news711519\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/idw-online.de\/de\/news711519<\/a><\/li>\n<li>MPG 2019:<a href=\"https:\/\/www.shh.mpg.de\/1237022\/anatolia-neolithic-transition\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.shh.mpg.de\/1237022\/anatolia-neolithic-transition<\/a> abgerufen am 5.5.2019<\/li>\n<li>MPI f\u00fcr Menschheitsgeschichte: Kaukasus: Kultureller Austausch \u00fcber biologische Grenzen hinweg. <a href=\"https:\/\/www.shh.mpg.de\/1197459\/pr-caucasus-haak\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.shh.mpg.de\/1197459\/pr-caucasus-haak<\/a> abgerufen am 5.5.2019<\/li>\n<li>Osterkamp, Jan: &#8222;Indoeurop\u00e4isch kommt aus der Steppe&#8220;. In: Spektrum- Online vopm 04.03.2015, <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/indoeuropaeisch-kommt-aus-der-steppe\/1335235 class=\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.spektrum.de\/<\/a><\/li>\n<li>Perras, Arne: Wie rabiat Indien gegen \u00dcberbev\u00f6lkerung vorgeht. Aus: S\u00fcddeutsche Zeitung online vom 7. Juni 2017 <a class=\"textlink\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/demografie-wie-rabiat-indien-gegen-ueberbevoelkerung-vorgeht-1.3537692\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/demografie-wie-rabiat-indien-gegen-ueberbevoelkerung-vorgeht-1.3537692<\/a> abgerufen am 2.4.2019<\/li>\n<li>Podbregar, Nadja nach Berbesque, J. Colette; Marlowe, Frank W.; Shaw, Peter; Thompson, Peter: Hunter-gatherers have less famine than agriculturalists. <a href=\"https:\/\/royalsocietypublishing.org\/doi\/full\/10.1098\/rsbl.2013.0853\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/royalsocietypublishing.org\/doi\/full\/10.1098\/rsbl.2013.0853<\/a> 01.01.2014. In: Urmenschen: Hungern als Ausnahme. <a href=\"https:\/\/www.wissenschaft.de\/geschichte-archaeologie\/urmenschen-hungern-als-ausnahme\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.wissenschaft.de\/geschichte-archaeologie\/urmenschen-hungern-als-ausnahme\/<\/a> vom 8. Januar 2014, abgerufen am 27. Januar 2019<\/li>\n<li>Prum, Richard O.: The Evolution of Beauty: How Darwin&#8217;s Forgotten Theory of Mate Choice Shapes the Animal World &#8211; and Us. New York 2017<\/li>\n<li>Randers, J\u00f8rgen; Maxton, Graeme: Ein Prozent ist genug: Mit wenig Wachstum soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel bek\u00e4mpfen. M\u00fcnchen 2016 <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ein_Prozent_ist_genug\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ein_Prozent_ist_genug<\/a><\/li>\n<li>R\u00f6mer, J\u00f6rg: Ausgrabungen belegen wie ein Klimawandel das leben ver\u00e4nderte. SPIEGEL online vom 14.08.2018 <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/tuerkei-ausgrabungen-belegen-wie-ein-klimawandel-das-leben-veraenderte-a-1222964.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/tuerkei-ausgrabungen-belegen-wie-ein-klimawandel-das-leben-veraenderte-a-1222964.html<\/a><\/li>\n<li>Roffet-Salque, M. <em>et al.<\/em>: Evidence for the impact of the 8.2-kyBP climate event on Near Eastern early farmers. In: PNAS August 28, 2018 115(35) 8705-8709; 13.8.2018 <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1803607115\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1803607115<\/a> abgerufen am 5.5.2019<\/li>\n<li>Schlichtherle, Helmut: Kultbilder in den Pfahlbauten des Bodensees. In: Jungsteinzeit im Umbruch. Die Michelsberger Kultur und Mitteleuropa vor 6000 Jahren. Darmstadt 2010, S. 266-277<\/li>\n<li>Schulz, Matthias: Multikulti in der Steinzeit. In: DER SPIEGEL 6\/2015 <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/multikulti-in-der-steinzeit-a-95a20604-0002-0001-0000-000131578982\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/multikulti-in-der-steinzeit-a-95a20604-0002-0001-0000-000131578982<\/a><\/li>\n<li>Small, Meredith F.: Female Choices. Sexual Behavior of Female Primates. Cornell University Press 1995<\/li>\n<li>SU (Stanford University): Mysteri\u00f6ser M\u00e4nnerschwund in der Steinzeit. Dezimierten Stammeskriege die genetische Vielfalt des Y-Chromosoms vor 7.000 Jahren? Online-Resource: <a href=\"https:\/\/www.wissenschaft.de\/scinexx\/wissen-aktuell-22794-2018-06-04.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.wissenschaft.de\/scinexx\/<\/a>. Abgerufen am 1.10.2018<\/li>\n<li>Sugiyama, Michelle S.: Fitness Costs of Warfare for Women. In: Human Nature 25(4), November 2014, <a href=\"10.1007\/s12110-014-9216-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1007\/s12110-014-9216-1<\/a> Artikel in &#8222;WELT online&#8220;: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article134678970\/So-wehren-sich-gefangene-Frauen-gegen-die-Peiniger.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article134678970\/So-wehren-sich-gefangene-Frauen-gegen-die-Peiniger.html<\/a><\/li>\n<li>Sypien, Michael: Der Club of Rome und die Grenzen des Wachstums. Seminararbeit. Otto-Friedrich-Universit\u00e4t Bamberg WS 2008\/09. Lehrstuhl f\u00fcr Geographie. <a href=\"https:\/\/www.grin.com\/document\/127836\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.grin.com\/document\/127836<\/a><\/li>\n<li>UC (University of Cambridge): T\u00fcrkei: &#8222;Wiege der Metallurgie&#8220; war keine Kupferschlacke aus der Steinzeit-Siedlung \u00c7atalh\u00f6y\u00fck entstand wohl zuf\u00e4llig. 16.08.2017 &#8211; DAL <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/tuerkei-wiege-der-metallurgie-war-keine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\nhttps:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/tuerkei-wiege-der-metallurgie-war-keine\/<\/a><br \/>\nOriginalver\u00f6ffentlichung: Journal of Archaeological Science, 2017. <a href=\"10.1016\/j.jas.2017.07.001\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi: 10.1016\/j.jas.2017.07.001<\/a><\/li>\n<li>Uhlmann, Gabriele: Arch\u00e4ologie und Macht. Zur Instrumentalisierung der Ur- und Fr\u00fchgeschichte. Norderstedt 2012<\/li>\n<li>Uhlmann, Gabriele: Der Gott im 9. Monat. Vom Ende der m\u00fctterlichen Geb\u00e4rf\u00e4higkeit und dem Aufstieg der m\u00e4nnlichen Geb\u00e4rmacht in den Religionen der Welt. Norderstedt 2015<\/li>\n<li>Uhlmann, Gabriele: Female choice &#8211; unser unbekanntes Menschenrecht. Online-Resource seit 2015: <a href=\"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/female-choice\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/female-choice<\/a><\/li>\n<li>UM (Universit\u00e4t Mainz): &#8222;Mitteleurop\u00e4er haben gemischte Ahnen &#8211; Wildbeuter und eingewanderte Ackerbauern lebten 2.000 Jahre lang gemeinsam&#8220; vom 11.10.2013. Online-Ressource <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/mitteleuropaeer-haben-gemischte-ahnen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.scinexx.de\/<\/a><\/li>\n<li>Valde-Nowak P.; Kienlin, T. L.: Neolithische Transhumanz in den Mittelgebirgen. Ein Survey im westlichen Schwarzwald. Pr\u00e4historische Zeitschrift 77, 2002, 29-75.<\/li>\n<li>Voland, Eckart; Beise, Jan: Opposite Effects of Maternal and Paternal Grandmothers on Infant Survival in Historical Krummh\u00f6rn. In: Behavioral Ecology and Sociobiology, Bd. 52, S. 435, 2002a<\/li>\n<li>Voland, Eckart; Beise, Jan: A Multilevel Event History Analysis of the Effects of Grandmothers in Child Mortality in a Historical German Population (Krummh\u00f6rn, Ostfriesland, 1720-1874). In: Demographic Research, Bd. 7, Article 13, 2002b<\/li>\n<li>Zeng, Tian Chen <em>et al.<\/em>: Cultural hitchhiking and competition between patrilineal kin groups explain the post-Neolithic Y-chromosome bottleneck. In: Nature Communications Volume 9, Article number: 2077 (2018) <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-018-04375-6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-018-04375-6<\/a> Abgerufen am 1.10.2018<\/li>\n<\/ul>\n<p><!--FUSSNOTEN:\n\n<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\" class=\"footn\">[1]<\/a> [mfn]Meadows, Donella; Meadows, Dennis; Randers, J.; Behrens III, W.: Die Grenzen des Wachstums. Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit. Aus dem Amerikanischen von Hans-Dieter Heck. Stuttgart 1972[\/mfn]\n\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\" class=\"footn\">[2]<\/a> Perras, Arne: Wie rabiat Indien gegen &Uuml;berbev&ouml;lkerung vorgeht. Aus: S&uuml;ddeutsche Zeitung online vom 7. Juni 2017 <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/demografie-wie-rabiat-indien-gegen-ueberbevoelkerung-vorgeht-1.3537692\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/demografie-wie-rabiat-indien-gegen-ueberbevoelkerung-vorgeht-1.3537692<\/a> abgerufen am 2.4.2019\n\n<a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\" class=\"footn\">[3]<\/a> Sypien, Michael: Der Club of Rome und die Grenzen des Wachstums. Seminararbeit. Otto-Friedrich-Universit&auml;t Bamberg WS 2008\/09. Lehrstuhl f&uuml;r Geographie. S. 5 <a href=\"https:\/\/www.grin.com\/document\/127836\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.grin.com\/document\/127836<\/a>\n\n<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\" class=\"footn\">[4]<\/a> Randers, J&oslash;rgen; Maxton, Graeme: Ein Prozent ist genug: Mit wenig Wachstum soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel bek&auml;mpfen. M&uuml;nchen 2016 <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ein_Prozent_ist_genug\" class=\"textlink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ein_Prozent_ist_genug<\/a>\n\n<a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\" class=\"footn\">[5]<\/a> G&ouml;tting, Eva: Exportschlager D&auml;mon? Zur Verbreitung altorientalischer Lama&scaron;tu-Amulette. S. 439. In: G&ouml;bel, J.; Zech, T. (Hrsg.): Exportschlager: Kultureller Austausch, wirtschaftliche Beziehungen und transnationale Entwicklungen in der antiken Welt. Humboldts studentische Konferenz der Altertumswissenschaften. Berlin 2009. S. 437-456 <a href=\"https:\/\/www.academia.edu\/1822803\/Exportschlager_D%C3%A4mon_Zur_Verbreitung_Altorientalischer_Lama%C5%A1tu-Amulette\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.academia.edu\/1822803\/Exportschlager_D%C3%A4mon_Zur_Verbreitung_Altorientalischer_Lama%C5%A1tu-Amulette<\/a>\n\n<a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\" class=\"footn\">[6]<\/a> Small , Meredith M.: Female Choices. Sexual Behavior of Female Primates. 1995\n\n<a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\" class=\"footn\">[7]<\/a> Prum, Richard O.: The Evolution of Beauty. How Darwin's Forgotten Theory of Mate Choice Shapes the Animal World - and Us. New York 2017\n\n<a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\" class=\"footn\">[8]<\/a> Blaffer Hrdy, Sarah: M&uuml;tter Natur. Die weibliche Seite der Evolution. Berlin 2010, S. 233 f.\n\n<a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\" class=\"footn\">[9]<\/a> Beise, Jan; Voland, Eckart: Warum gibt es Gro&szlig;m&uuml;tter? In: Spektrum der Wissenschaft 1|2003. S. 48-53. <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/magazin\/warum-gibt-es-grossmuetter\/829410\" class=\"textlink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.spektrum.de\/magazin\/warum-gibt-es-grossmuetter\/829410<\/a>\n\n<a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\" class=\"footn\">[10]<\/a> Podbregar, Nadja nach Berbesque, J. Colette; Marlowe, Frank W.; Shaw, Peter; Thompson, Peter: Hunter-gatherers have less famine than agriculturalists. <a href=\"https:\/\/royalsocietypublishing.org\/doi\/full\/10.1098\/rsbl.2013.0853\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/royalsocietypublishing.org\/doi\/full\/10.1098\/rsbl.2013.0853<\/a> 01.01.2014. In: Urmenschen: Hungern als Ausnahme. <a href=\"https:\/\/www.wissenschaft.de\/geschichte-archaeologie\/urmenschen-hungern-als-ausnahme\/\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.wissenschaft.de\/geschichte-archaeologie\/urmenschen-hungern-als-ausnahme\/<\/a> vom 8. Januar 2014, abgerufen am 27. Januar 2019\n\n<a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\" class=\"footn\">[11]<\/a> Vgl. Meseg-Rutzen, Gabriele: In Europa lebten im fr&uuml;hen Jungpal&auml;olithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen<a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news711519\" class=\"textlink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/idw-online.de\/de\/news711519<\/a>\n\n<a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\" class=\"footn\">[12]<\/a> Jarus, Owen: No Family Plots, Just Communal Burials In Ancient Settlement. <a href=\"https:\/\/www.livescience.com\/14824-communal-human-burials-ancient-settlement.htm\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.livescience.com\/14824-communal-human-burials-ancient-settlement.html<\/a> abgerufen am 10.11.2019\n\n<a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\" class=\"footn\">[13]<\/a> Clark Spencer Larsen, Christopher J. Kn&uuml;sel, Scott D. Haddow, Marin A. Pilloud, Marco Milella, Joshua W. Sadvari, Jessica Pearson, Christopher B. Ruff, Evan M. Garofalo, Emmy Bocaege, Barbara J. Betz, Irene Dori, and Bonnie Glencross: Bioarchaeology of Neolithic &Ccedil;atalh&ouml;y&uuml;k reveals fundamental transitions in health, mobility, and lifestyle in early farmers. In: <a href=\"https:\/\/www.pnas.org\/content\/116\/26\/12615\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">PNAS June 25, 2019 116 (26) 12615-12623<\/a>; first published June 17, 2019 <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1904345116\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1904345116<\/a> vom 29.06.2019, abgerufen am 30.06.2019\n\n<a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\" class=\"footn\">[14]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.shh.mpg.de\/1237022\/anatolia-neolithic-transition\" class=\"textlink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.shh.mpg.de\/1237022\/anatolia-neolithic-transition<\/a> abgerufen am 5.5.2019, siehe auch: Feldman, M. et al.: Late Pleistocene human genome suggests a local origin for the first farmers of central Anatolia. Nature Communications 10, Article number: 1218 (2019) 19.3.2019 <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-019-09209-7\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-019-09209-7<\/a> abgerufen am 5.5.2019\n\n<a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\" class=\"footn\">[15]<\/a> Podbregar, Nadja nach Berbesque, J. Colette; Marlowe, Frank W.; Shaw, Peter; Thompson, Peter: Hunter-gatherers have less famine than agriculturalists. <a href=\"https:\/\/royalsocietypublishing.org\/doi\/full\/10.1098\/rsbl.2013.0853\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/royalsocietypublishing.org\/doi\/full\/10.1098\/rsbl.2013.0853<\/a> 01.01.2014. In: Urmenschen: Hungern als Ausnahme. <a href=\"https:\/\/www.wissenschaft.de\/geschichte-archaeologie\/urmenschen-hungern-als-ausnahme\/\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.wissenschaft.de\/geschichte-archaeologie\/urmenschen-hungern-als-ausnahme\/<\/a> vom 8. Januar 2014, abgerufen am 27. Januar 2019\n\n<a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\" class=\"footn\">[16]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/tuerkei-ausgrabungen-belegen-wie-ein-klimawandel-das-leben-veraenderte-a-1222964.html\" class=\"textlink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/tuerkei-ausgrabungen-belegen-wie-ein-klimawandel-das-leben-veraenderte-a-1222964.html<\/a>, siehe auch: Roffet-Salque, M. et al.: Evidence for the impact of the 8.2-kyBP climate event on Near Eastern early farmers. In: PNAS August 28, 2018 115(35) 8705-8709; 13.8.2018 <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1803607115\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1803607115<\/a> abgerufen am 5.5.2019\n\n<a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\" class=\"footn\">[17]<\/a> University of Cambridge: T&uuml;rkei: &quot;Wiege der Metallurgie&quot; war keine Kupferschlacke aus der Steinzeit-Siedlung &Ccedil;atalh&ouml;y&uuml;k entstand wohl zuf&auml;llig. 16.08.2017 - DAL <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/tuerkei-wiege-der-metallurgie-war-keine\/\" class=\"textlink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\nhttps:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/tuerkei-wiege-der-metallurgie-war-keine\/<\/a>\nOriginalver&ouml;ffentlichung: Journal of Archaeological Science, 2017. <a href=\"10.1016\/j.jas.2017.07.001\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">doi: 10.1016\/j.jas.2017.07.001<\/a>\n\n<a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\" class=\"footn\">[18]<\/a> Vgl. Osterkamp, Jan: \"Indoeurop&auml;isch kommt aus der Steppe\". In: Spektrum- Online vopm 04.03.2015, <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/indoeuropaeisch-kommt-aus-der-steppe\/1335235 class=\"textlink\" target=\"_blank\" class=\"textlink\">https:\/\/www.spektrum.de\/<\/a>\n\nSiehe auch: Wolfgang Haak et al.: Massive migration from the steppe is a source for Indo-European languages in Europe In: Nature 522, S. 207-211 (11.6.2015) <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/nature14317\" class=\"textlink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.nature.com\/<\/a> abgerufen am 5.5.2019\n\n<a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\" class=\"footn\">[19]<\/a> Gronenborn, Detlef: Klimainduzierte Umweltkrisen und ihre soziopolitischen Auswirkungen auf pr&auml;historische Gesellschaften In: F. Daim \/ D. Gronenborn \/ R. Schreg (hrsg.), Strategien zum &Uuml;berleben. Umweltkrisen und ihre Bew&auml;ltigung. RGZM Tagungen 11., 2011, Abb. 4, S. 116\n\n<a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\" class=\"footn\">[20]<\/a> Vgl. Universit&auml;t Mainz: \"Mitteleurop&auml;er haben gemischte Ahnen - Wildbeuter und eingewanderte Ackerbauern lebten 2.000 Jahre lang gemeinsam\" vom 11.10.2013. <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/mitteleuropaeer-haben-gemischte-ahnen\/\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.scinexx.de\/<\/a>\n\n<a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\" class=\"footn\">[21]<\/a> P. Valde-Nowak\/T. L. Kienlin: Neolithische Transhumanz in den Mittelgebirgen. Ein Survey im westlichen Schwarzwald. Pr&auml;historische Zeitschrift 77, 2002, 29-75.\n\n<a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\" class=\"footn\">[22]<\/a> Karmin, M.; Saag, L.; Vicente M.; et al.: \"A recent bottleneck of Y chromosome diversity coincides with a global change in culture.\" In: Genome Res. 2015;25(4):459-466. doi:10.1101\/gr.186684.114\n\n<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC4381518\/\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC4381518\/<\/a>; Zeng, Tian Chen; Aw, Alan J.; Feldman, Marcus W.: Cultural hitchhiking and competition between patrilineal kin groups explain the post-Neolithic Y-chromosome bottleneck. Nature Communications Volume 9. <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-018-04375-6\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">Article number: 2077 (2018)<\/a>\n\n<a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\" class=\"footn\">[23]<\/a> Gronenborn, Detlef: Klimainduzierte Umweltkrisen und ihre soziopolitischen Auswirkungen auf pr&auml;historische Gesellschaften In: F. Daim \/ D. Gronenborn \/ R. Schreg (hrsg.), Strategien zum &Uuml;berleben. Umweltkrisen und ihre Bew&auml;ltigung. RGZM Tagungen 11., 2011, Abb. 5, S. 119\n\n<a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\" class=\"footn\">[24]<\/a> Jeunesse, Christian: The fifth millennium BC in central Europe. Minor changes, structural continuity: a period of cultural stability. In: Gleser, Ralf; Hofmann, Daniela: Contacts, Boundaries &amp; Innovation in the Fifth Millenium. Exploring Developed Neolithic societies in central Europe. Leiden 2019\n\nJeunesse, Chr.; Seidel, U.: Die Erdwerke der Michelsberger Kultur. In : Die Michelsberger Kultur und Mitteleuropa vor 6000 Jahren, catalogue d'exposition, Badisches Landesmuseum, Karlsruhe 2010, 58-69 <a href=\"https:\/\/www.academia.edu\/7382134\/45_Die_Erdwerke_der_Michelsberger_Kultur\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.academia.edu\/7382134\/45_Die_Erdwerke_der_Michelsberger_Kultur<\/a>\n\n<a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\" class=\"footn\">[25]<\/a> Vgl. Schlichtherle, Helmut: Kultbilder in den Pfahlbauten des Bodensees. In: Jungsteinzeit im Umbruch. Die Michelsberger Kultur und Mitteleuropa vor 6000 Jahren. Darmstadt 2010, S. 266-277\n\n<a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\" class=\"footn\">[26]<\/a> Vgl. MPI f&uuml;r Menschheitsgeschichte: Kaukasus: Kultureller Austausch &uuml;ber biologische Grenzen hinweg. <a href=\"https:\/\/www.shh.mpg.de\/1197459\/pr-caucasus-haak\" class=\"textlink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.shh.mpg.de\/1197459\/pr-caucasus-haak<\/a> abgerufen am 5.5.2019\n\n<a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\" class=\"footn\">[27]<\/a> Gimbutas, Marija: Die Zivilisation der G&ouml;ttin, Frankfurt a.M. 1996 (am. Originalausg. 1991, S. 381\n\n<a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\" class=\"footn\">[28]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/www.sciencemag.org\/news\/2017\/02\/thousands-horsemen-may-have-swept-bronze-age-europe-transforming-local-population\" class=\"textlink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.sciencemag.org\/news\/2017\/02\/thousands-horsemen-may-have-swept-bronze-age-europe-transforming-local-population<\/a>\n\n<a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\" class=\"footn\">[29]<\/a> Vgl. Goldberg, Amy; G&uuml;nther, Torsten; Rosenberg, Noah A.; Jakobsson, Mattias: Ancient X chromosomes reveal contrasting sex bias in Neolithic and Bronze Age Eurasian migrations <a href=\"https:\/\/www.pnas.org\/content\/114\/10\/2657\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">PNAS 7.3.2017<\/a>, 114 (10), S. 2657-2662; Online 21.2.2017 <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1616392114\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1616392114<\/a> . Abgerufen am 1.10.2018\n\n<a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\" class=\"footn\">[30]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/www.shh.mpg.de\/1197459\/pr-caucasus-haak\" class=\"textlink\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.shh.mpg.de\/1197459\/pr-caucasus-haak<\/a> abgerufen am 5.5.2019\n\n<a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\" class=\"footn\">[31]<\/a> Vgl. Gogolin, Stephanie: <a href=\"https:\/\/marthastochter.wordpress.com\/2019\/09\/06\/das-patriarchale-stockholm-syndrom\/\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">Das patriarchale Stockholm-Syndrom Teil I. Das kollektive Stockholm-Syndrom in der Patriarchose<\/a> Online-Ressource: abgerufen am 6.9.2019 und Gogolin, Stephanie: <a href=\"https:\/\/marthastochter.wordpress.com\/2019\/09\/06\/das-patriarchale-stockholm-syndrom\/\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">Das patriarchale Stockholm-Syndrom Teil II. Die Ehe - ein verinnerlichtes Stockholm-Syndrom<\/a> Online-Ressource: abgerufen am 13.10.2019\n\n<a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\" class=\"footn\">[32]<\/a> [mfn]Sugiyama, Michelle S.: Fitness Costs of Warfare for Women. In: Human Nature 25(4), November 2014, <a href=\"10.1007\/s12110-014-9216-1\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">DOI: 10.1007\/s12110-014-9216-1<\/a> Artikel in der WELT-online: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article134678970\/So-wehren-sich-gefangene-Frauen-gegen-die-Peiniger.html\" target=\"_blank\" class=\"textlink\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article134678970\/So-wehren-sich-gefangene-Frauen-gegen-die-Peiniger.html<\/a>[\/mfn]\n--><\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list modern-footnotes-list--show-only-for-print\"><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-1\"><span>1<\/span><div>Vgl. Meadows\/Meadows\/Randers\/Behrens 1972 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-1\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 1 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-2\"><span>2<\/span><div>Perras 2017 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-2\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 2 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-3\"><span>3<\/span><div>Sypien 2008\/09, S. 5 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-3\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 3 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-4\"><span>4<\/span><div>Vgl. Randers\/Maxton 2016 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-4\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 4 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-5\"><span>5<\/span><div>G\u00f6tting 2009, S. 439 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-5\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 5 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-6\"><span>6<\/span><div>Uhlmann 2015 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-6\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 6 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-7\"><span>7<\/span><div>Vgl. Small 1995 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-7\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 7 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-8\"><span>8<\/span><div>Vgl. Prum 2017 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-8\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 8 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-9\"><span>9<\/span><div>Blaffer Hrdy 2010a, 233 f. <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-9\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 9 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-10\"><span>10<\/span><div>Vgl. Hawkes 2004 und Voland\/Beise 2002a+b, Beise\/Voland 2003 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-10\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 10 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-11\"><span>11<\/span><div>Blaffer Hrdy 2010b, Fu\u00dfnote 20, S. 448 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-11\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 11 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-12\"><span>12<\/span><div>Blaffer Hrdy 2010, S. 336 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-12\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 12 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-13\"><span>13<\/span><div>Blaffer Hrdy 2010b, S. 27 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-13\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 13 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-14\"><span>14<\/span><div>Podbregar 2014 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-14\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 14 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-15\"><span>15<\/span><div>Vgl. Meseg-Rutzen 2019 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-15\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 15 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-16\"><span>16<\/span><div>Vgl. Jarus 2011 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-16\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 16 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-17\"><span>17<\/span><div>Vgl. Larsen <em>et al.<\/em> 2019 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-17\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 17 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-18\"><span>18<\/span><div>Vgl. MPG 2019, Vgl. auch Feldman <em>et al.<\/em> 2019 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-18\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 18 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-19\"><span>19<\/span><div>Podbregar 2014 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-19\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 19 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-20\"><span>20<\/span><div>Vgl. R\u00f6mer 2018<br \/>\nSiehe auch: Roffet-Salque <em>et al.<\/em> 2018 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-20\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 20 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-21\"><span>21<\/span><div>UC 2017 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-21\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 21 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-22\"><span>22<\/span><div>Vgl. Osterkamp 2015<br \/>\nSiehe auch: Wolfgang Haak <em>et al.<\/em> 2015 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-22\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 22 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-23\"><span>23<\/span><div>Gronenborn 2011, Abb. 4, S. 116 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-23\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 23 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-24\"><span>24<\/span><div>Vgl. Maria Gimbutas nannte diese Phase 1. Kurgan-Welle, benannt nach den typischen Grabh\u00fcgeln, die seit dieser Zeit hier au\u00dferhalb der Steppe errichtet wurden. Duffy <em>et al.<\/em> 2025 und MDR 2025 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-24\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 24 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-25\"><span>25<\/span><div>Vgl. Schulz 2015 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-25\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 25 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-26\"><span>26<\/span><div>Vgl. UM 2013 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-26\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 26 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-27\"><span>27<\/span><div>Vgl. Valde-Nowak\/Kienlin 2002 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-27\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 27 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-28\"><span>28<\/span><div>Vgl. Karmin <em>et al.<\/em> 2015 und Zeng <em>et al.<\/em> 2018 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-28\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 28 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-29\"><span>29<\/span><div>Gronenborn 2011, Abb. 5, S. 119 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-29\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 29 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-30\"><span>30<\/span><div>Vgl. Jeunesse 2019 und Jeunesse\/Seidel 2010 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-30\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 30 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-31\"><span>31<\/span><div>Vgl. Schlichtherle 2010, S. 266-277 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-31\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 31 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-32\"><span>32<\/span><div>Vgl. MPI f\u00fcr Menschheitsgeschichte 2019 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-32\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 32 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-33\"><span>33<\/span><div>Gimbutas 1996, S. 381 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-33\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 33 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-34\"><span>34<\/span><div>Vgl. Fischer 2019 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-34\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 34 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-35\"><span>35<\/span><div>Vgl. Gibbons 2017 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-35\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 35 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-36\"><span>36<\/span><div>Vgl. Goldberg <em>et al.<\/em> 2017 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-36\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 36 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-37\"><span>37<\/span><div>Vgl. Ansede 2018 und Uhlmann 2015, S. 204 ff <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-37\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 37 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-38\"><span>38<\/span><div>Vgl. Haak 2015 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-38\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 38 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-39\"><span>39<\/span><div>Vgl. Gogolin 2019a und Gogolin 2019b <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-39\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 39 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_3827-40\"><span>40<\/span><div>Vgl. Sugiyama 2014 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_3827-40\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 40 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortrag gehalten am 17.5.2019 an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg im Rahmen der Studientage &#8222;Nachhaltigkeit und Gesellschaftsformen aus kritisch geographischer Sicht&#8220; im Fachbereich 19 Geographie. Bild: Plastik &#8222;\u00dcberbev\u00f6lkerung&#8220;, Neanderthal-Museum Mettmann. 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