{"id":5239,"date":"2022-08-24T17:30:57","date_gmt":"2022-08-24T15:30:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/?p=5239"},"modified":"2024-06-01T20:08:40","modified_gmt":"2024-06-01T18:08:40","slug":"gibt-oder-gab-es-matriarchale-gesellschaften-eine-notwendige-stellungnahme-von-stephanie-gogolin-und-gabriele-uhlmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/en\/gibt-oder-gab-es-matriarchale-gesellschaften-eine-notwendige-stellungnahme-von-stephanie-gogolin-und-gabriele-uhlmann","title":{"rendered":"Were there matriarchal societies? A necessary statement by Stephanie Gogolin and Gabriele Uhlmann"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/f7721289c1d343a0b68d3198a6187ec5\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"><strong>\u201cMatriarchale Gesellschaften\u201c ist ein Begriff, der uns oft begegnet, wenn eigentlich von Matrifokalit\u00e4t, unserem angeborenen Sozialverhalten, gesprochen wird oder von indigenen Ethnien, deren kulturelles Alltagsgeschehen noch im matrifokalem Kontext stattfindet. Von \u201ematriarchalen Gesellschaften\u201c wird aber auch gern gesprochen, wenn die oberste Gottheit eine G\u00f6ttin war oder ist und die Frauen \u201eselbstbewusst\u201c und \u201eemanzipiert\u201c gewesen sein sollen. \u201eMatriarchale Gesellschaften\u201c seien egalit\u00e4r und friedlich und manchmal st\u00fcnde eine K\u00f6nigin oder sogar ein K\u00f6nig an ihrer Spitze, die ihre Untertanen weise regierten.<\/strong><\/p>\n<p>Die f\u00fchrende Mariarchatsforscherin Heide G\u00f6ttner-Abendroth setzt der Definition von Matriarchat als \u201eHerrschaft der M\u00fctter\u201c eine eigene dagegen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;<em>Die begriffliche Verwirrung geht auf die scheinbare Parallele der Begriffe \u201aPatriarchat\u2019 und \u201aMatriarchat\u2019 zur\u00fcck. Doch der Schein tr\u00fcgt! In sprachlicher Hinsicht muss man keineswegs der \u00fcblichen, vorurteilshaften \u00dcbersetzung des Begriffs als \u201aHerrschaft der M\u00fctter\u2019 folgen. Das griechische Wort \u201aarch\u00e9\u2019 hat n\u00e4mlich eine doppelte Bedeutung und hei\u00dft sowohl \u201aAnfang\u2019 als auch \u201aHerrschaft\u2019. Der Begriff \u201aMatriarchat\u2019 bedeutet daher korrekt \u00fcbersetzt \u201aam Anfang die M\u00fctter\u2019, und das trifft die Sache. Im Falle der patriarchalen Gesellschaftsform ist hingegen die \u00dcbersetzung mit \u201aHerrschaft der V\u00e4ter\/M\u00e4nner\u2019 zutreffend.<\/em>\u201c<!--<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-1\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"https:\/\/www.goettner-abendroth.de\/matriarchat\/der-begriff-matriarchat\/ abgerufen am 27.01.2020\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-1\">1<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\"><a href=\"https:\/\/www.goettner-abendroth.de\/matriarchat\/der-begriff-matriarchat\/\">https:\/\/www.goettner-abendroth.de\/matriarchat\/der-begriff-matriarchat\/<\/a> abgerufen am 27.01.2020<\/span><\/blockquote>\n<p>Auf diese Weise erf\u00e4hrt man jedoch nicht, dass es der niederl\u00e4ndische Rechtsethnologe George Alexander Wilken war, der die Bezeichnung <em>Matriarchat<\/em> 1884 einf\u00fchrte. In seinem Buch <em>Das Matriarchat (Das Mutterrecht) bei den alten Arabern<\/em> schrieb er:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die Frage nach einem urspr\u00fcnglichen Matriarchat (Mutterrecht) hat in letzter Zeit die Aufmerksamkeit Vieler auf sich gelenkt. Man wei\u00df, was darunter verstanden werden muss. Das Matriarchat ist die Verwandtschaft durch die Mutter, wie das Patriarchat (Vaterrecht) die durch den Vater ist; bei jenem wird die Abstammung ausschlie\u00dflich in der weiblichen, bei diesem in der m\u00e4nnlichen Linie verfolgt. Von diesen beiden ist die m\u00fctterliche Verwandtschaft die am meisten urspr\u00fcngliche. Man k\u00f6nnte behaupten, dass sie einer der Phasen ist, welche das Familienleben \u00fcberall in seiner Entwicklung durchlaufen hat.&#8220;<!--<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-2\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"http:\/\/menadoc.bibliothek.uni-halle.de\/ssg\/content\/pageview\/421896?query=matriarchat abgerufen am 27.01.2020\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-2\">2<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\"><a href=\"http:\/\/menadoc.bibliothek.uni-halle.de\/ssg\/content\/pageview\/421896?query=matriarchat\">http:\/\/menadoc.bibliothek.uni-halle.de\/ssg\/content\/pageview\/421896?query=matriarchat<\/a> abgerufen am 27.01.2020<\/span><\/blockquote>\n<p>Wilken sagte damit, dass ein Matriarchat ein umgedrehtes Patriarchat sei, dies, weil er nicht verstanden hatte, dass <em>Patrilinearit\u00e4t<\/em> (&#8222;m\u00e4nnliche Linie&#8220;) nicht einfach der nat\u00fcrliche Gegenpart zur <em>Matrilinearit\u00e4t<\/em> (&#8222;weibliche Linie&#8220;) ist. Denn Matrilinearit\u00e4t ist die unmittelbare Folge der angeborenen <em>Matrilokalit\u00e4t<\/em> (Kinder bleiben bei der Mutter) unserer Spezies. M\u00e4nner stellten eine kulturelle Ideologie von Patrilinearit\u00e4t dagegen. Und nur wenn sie zus\u00e4tzlich <em>Patrilokalit\u00e4t<\/em> (Kinder m\u00fcssen beim Vater wohnen) erzwingen, wird aus der Idee auch eine stabile Realit\u00e4t. Zwar bezieht Wilken sich in der Tat auf den Ursprung, aber er setzt den Begriff mit Bachofens \u201eMutterrecht\u201c gleich und schafft damit die Grundlage f\u00fcr die Begriffsverwirrung und angeblich \u201escheinbare Parallele\u201c. Denn schon bei Bachofen haben wir die Verkn\u00fcpfung von Recht und Herrschaft.<br \/>\nDer Patriarchatsforscher Gerhard Bott schrieb dazu in der Antwort auf einen Leserinnenbrief, nach dem Bachofen deutlich gemacht habe, dass aus &#8222;dem geb\u00e4renden Muttertum&#8220; eben nicht &#8222;Weiberherrschaft&#8220; aufsteige, sondern &#8222;die allgemeine Br\u00fcderlichkeit aller Menschen, deren Bewusstsein und Anerkennung mit der Ausbildung der Paternit\u00e4t untergehe&#8220;, (sie zitiert Bachofen, 1954, S. 89) das Folgende:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;<em>Das &#8218;<\/em><strong>Mutterrecht<\/strong><em>\u2019 ist f\u00fcr Bachofen <strong>immer<\/strong> grausam und negativ. (&#8230;) Aus Bachofens \u201a<\/em><strong>Mutterrecht<\/strong><em>&#8218; geht (&#8230;) eindeutig hervor, dass er immer dann, wenn er vom <\/em><strong>MutterTUM<\/strong><em> spricht, nicht etwa die f\u00fcrchterliche Zeit des <\/em><strong>MutterRECHTS<\/strong> <em>meint, sondern die \u201a<strong>befriedete Zeit<\/strong><\/em>\u2019<em>, <strong>nach der \u201a<\/strong><\/em><strong>Vers\u00f6hnung<\/strong><em><strong>\u2019<\/strong> der Frauen mit dem Primat der M\u00e4nner. Er bezieht sich damit auf jene &#8218;gute&#8216; Zeit, <strong>die nach dem Ende des <\/strong><\/em><strong>Mutterrechts<\/strong><em><strong>, der <\/strong><\/em><strong>Gynaikokratie<\/strong><em><strong> oder \u201a<\/strong><\/em><strong>Weiberherrschaft<\/strong><em><strong>&#8218;<\/strong>, ihren Anfang nahm, und zwar durch die \u201aVers\u00f6hnung\u2019 der Frau mit dem Mann. Erst in der vaterrechtlichen monogamen Ehe, in der sich die Frau dem Mann \u201a<\/em><strong>lustvoll<\/strong><em>\u2019. unterordnet, wurde das \u201a<\/em><strong>Durchdringen<\/strong><em>\u2019 der Frau zum \u201a<\/em><strong>Muttertum<\/strong><em>\u2019 m\u00f6glich. Das &#8218;<\/em><strong>Mutterrecht<\/strong><em>\u2019, hingegen stellt Bachofen durchgehend als negativen ZERR-Spiegel des \u201a<\/em>Vaterrechts<em>&#8218;, des Patriarchats, dar.<\/em>&#8222;<!--<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-3\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"http:\/\/gerhardbott.de\/zu-den-palaeolithischen-homines-sapientes\/mutterrecht-versus-muttertum-bei-bachofen.html abgerufen am 27.01.2020\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-3\">3<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\"><a href=\"http:\/\/gerhardbott.de\/zu-den-palaeolithischen-homines-sapientes\/mutterrecht-versus-muttertum-bei-bachofen.html\">http:\/\/gerhardbott.de\/zu-den-palaeolithischen-homines-sapientes\/mutterrecht-versus-muttertum-bei-bachofen.html<\/a> abgerufen am 27.01.2020<\/span><\/blockquote>\n<p>Schon Bachofens Begriff der <em><strong>Br\u00fcder<\/strong>lichkeit<\/em> h\u00e4tte aufmerken lassen m\u00fcssen, dass da etwas grunds\u00e4tzlich nicht stimmig ist. <!--more-->Der Begriff \u201e<strong>Recht<\/strong>\u201c selbst zeigt auf eine nicht egalit\u00e4re Absprache. Denn Recht, auch das sogenannte Mutterrecht, setzt bereits so was wie eine Gesetzeslage (wiederholbare Abmachung oder angeordnetes Gebot) voraus, die verbindlich f\u00fcr bestimmte Interessengruppen und exponierte Personen festgelegt und f\u00fcr diese einzufordern sind. <strong>Im Naturkontext gibt es keine Rechte<\/strong>, sondern nur nat\u00fcrliche Effekte, die in evolution\u00e4ren Abl\u00e4ufen wirksam sind. Beispiel: Das Muttertier zieht ihr Junges auf und wird dabei von einer sie umgebenden Gruppe unterst\u00fctzt (aus einem angeborenen, epigenetisch hinterlegten, Reflex heraus) oder es ist in der Lage, ihren Nachwuchs selbst zu verteidigen und optimal zu besch\u00fctzen (siehe einige Raubtiere, hier die gr\u00f6\u00dferen Katzenarten). Ein Muttertier kann sich beispielsweise auf kein Recht berufen, ihr Junges st\u00f6rungsfrei aufzuziehen &#8211; es muss selbst daf\u00fcr sorgen bzw. wird bei bestimmten Spezies vor allem der S\u00e4ugetiere von einer N\u00e4hegemeinschaft unterst\u00fctzt. Die Mensch lebte lange genug innerhalb eines Naturgeschehens, um eine bio-soziale Alltagsethik zu entwickeln, die eine egalit\u00e4re Gemeinschaft hervorbrachte und als erfolgreiche \u00dcberlebensstrategie epigenetisch verankerte &#8211; auf <strong>geschwisterlich<\/strong>er Basis, sowie <strong>m\u00fctterzentriert<\/strong> und vor allem <strong>generations\u00fcbergreifend<\/strong>.<\/p>\n<p>Der Begriff <strong><em>Mutterrecht <\/em><\/strong>ist also der patriarch\u00f6sen Vorstellungswelt der letzten Jahrhunderte entsprungen und ist in seiner Variante <em>Matriarchat<\/em> eine \u00e4hnlich missverst\u00e4ndliche Wortsch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>Ein <em>Recht<\/em> ist nicht nur als allgemeines Bekanntsein determiniert, sondern gilt auch nicht f\u00fcr jeden. Ein Recht zieht als Einrichtung eine Art Exekutive nach sich, die eingef\u00fchrtes Recht und Gesetz beaufsichtigt, dessen Einhaltung kontrolliert und gegebenenfalls Sanktionen durchf\u00fchrt.<\/p>\n<p><em>Matriarchat<\/em> (als angenommene Gesellschaftsform) sowie<em> Mutterrecht<\/em> (als eine Art konstituierte \u00dcberlieferung) setzt als inhaltlicher Begriff die organisierte Form einer (An)Leitung zur Steuerung des <strong>kollektiven Verhaltens <\/strong>voraus &#8211; sowie eine Art \u00fcbergeordnetes Schema, was wiederum einen stringenten komplexen Kommunikationsfluss erforderlich macht, wie wir ihn nicht aus der Natur, sondern nur von Herrschaftsstrukturen her kennen. Eine (Gro\u00df)Gesellschaft, die auf dem Primat der M\u00e4nner basiert, hat nichts mehr mit dem <strong>Naturgeschehen einer auf die Mutter bezogenen Gemeinschaftsform<\/strong> zu tun, die evo-biotisch, also damit menschenartgerecht agiert und sich als beginnende Kulturgemeinschaft an \u00fcberliefertem Brauchtum orientiert, das keinerlei Recht oder Gesetz unterworfen ist.<\/p>\n<p><strong><em>Ein Recht zu haben,<\/em><\/strong> setzt eine Kontrolle der Einhaltung voraus und eine Art Gremium, das die Einhaltungen der Rechte \u00fcberwacht. Sobald der Begriff <em>Recht <\/em>ins Spiel kommt, schwingt Instruktion und Herrschaft mit. Nur das willk\u00fcrliche Herrschaftsverhalten fordert eine Steuerung durch festgelegte Rechte und willk\u00fcrliche gesetzlich festgelegte Privilegien heraus.<\/p>\n<p>Eine egalit\u00e4r lebende, auf gegenseitiger F\u00fcrsorge beruhende (M\u00fctter)Gemeinschaft bedarf keiner festgelegten (auf Gebote und Gesetzes gest\u00fctzte) Rechte, hier werden Unstimmigkeiten oder Ungerechtigkeiten ausger\u00e4umt, indem Absprachen im Konsens das Zusammenleben im Sinne einer lebenswerten Gemeinsamkeit ausbalanciert werden.<\/p>\n<h4>Die G\u00f6ttin-Heros-Theorie, eine nicht beweisbare Hypothese<\/h4>\n<p>G\u00f6ttner-Abendroth greift das Mutterrecht des Erzpatriarchen Bachofen auf und versch\u00e4rft noch das Problem mit ihrer G\u00f6ttin-Heros-Theorie: Sie zeichnet damit das Vollbild einer patriarchalen Gesellschaft, aber mit weiblichem Vorzeichen, nach der das <strong>bronzezeitliche<\/strong> sumerische Ritual der <em>Heiligen Hochzeit<\/em> das zentrale matriarchale Fest sei. Aus der Warte der Evolutionstheorie stellt es jedoch eine Missachtung der <a href=\"https:\/\/www.gabriele-uhlmann.de\/femalechoice.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>female choice<\/em><\/a> dar, womit es sich um die Vergewaltigung der Priesterin handelt, und auch kulturwissenschaftlich muss es als Initialisierung der k\u00f6niglichen und damit v\u00e4terlichen Macht gewertet werden. G\u00f6ttner-Abendroth aber deutet das Wilkensche Matriarchat positiv. Die Unterscheidung sei, dass die K\u00f6nigin\/der K\u00f6nig nicht grausam sei, sondern eine m\u00fctterlich-weise Leitung innehabe. Damit f\u00fcttert sie unbeabsichtigt aber in fataler Weise den Mythos vom Matriarchat als Frauenherrschaft.<\/p>\n<p>Es sprechen aber alle Indizien daf\u00fcr, dass die Bronzezeit mit ihrer voll ausgebildeten Kriegstechnik die erste Epoche mit einem fl\u00e4chendeckenden Patriarchat gewesen ist, mit nicht egalit\u00e4ren Hierarchien, ersten Kriegen (beginnend in der Sp\u00e4ten Jungsteinzeit), Sklavenhalterei, fundamentaler Frauenunterdr\u00fcckung und Besitztum des Kindes. All das wurde in den beginnenden kapitalistischen Wirtschaftsstrukturen etabliert. Mit der Schrift, die die Sumerer als angeblich erste <em>Hochkultur<\/em> ausweist, \u00fcberlieferten sie ihre in Stein gehauene K\u00f6nigsliste und damit ein rein patrilineares, also auch nach Wilkens, patriarchales Weltbild. Wirkliche Patrilinearit\u00e4t geht immer mit dem v\u00f6lligen Verlust an Selbstbestimmung f\u00fcr die Frau und Mutter einher, und ist damit der Hauptmarker der Patriarchose.<\/p>\n<p><a title=\"HJunghans [CC BY-SA (https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0)]\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Sumerische_K%C3%B6nigsliste.JPG\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/5\/52\/Sumerische_K%C3%B6nigsliste.JPG\/256px-Sumerische_K%C3%B6nigsliste.JPG\" alt=\"Sumerische K\u00f6nigsliste\" width=\"256\"><\/a><br \/>\n<span style=\"font-size:10px;\">Sumerische K\u00f6nigsliste, Larsa\/Tell Senkerech (Irak), 1740 v. Chr., Ton, Museum Oxford.<br \/>\nSiehe auch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sumerische_K%C3%B6nigsliste\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sumerische K\u00f6nigsliste bei Wikipedia<\/a><\/span>.<\/p>\n<p>Allerdings besteht Heide G\u00f6ttner-Abendroths gro\u00dfes Verdienst darin, das Volk der Mosuo in Europa bekannt gemacht und damit Beweismaterial geliefert zu haben, dass es M\u00e4nnern nicht schlechter geht, wenn sie keine Macht besitzen. Die Mosuo leben matrilokal und matrilinear, und die Vaterschaft bedeutet ihnen nichts. Kapitalismus ist ihnen unbekannt, denn sie leben subsistent in einer von der Natur beg\u00fcnstigten Umwelt.<br \/>\nDie Mosuo begehen keine Heilige Hochzeit und es gibt keine K\u00f6nigin. Wichtige Entscheidungen, die oft auch erst das patriarchale Umland aufn\u00f6tigt, werden im Konsens getroffen. Erst auf Befehl der chinesischen Regierung erhielten M\u00e4nner das Amt des B\u00fcrgermeisters. Von den Modernen Matriarchatsforscherinnen werden die Mosuo als \u201eMatriarchale Gesellschaft\u201c bezeichnet.<\/p>\n<h4><strong>Aber ist es sinnvoll ein solches Zusammenleben eine Gesellschaft zu nennen?<\/strong> <strong>Und was \u00fcberhaupt ist eine Gesellschaft?<\/strong><\/h4>\n<p>Befragen wir das Internet, so zeichnet sich ein sehr facettenreiches Meinungsbild, je nachdem, welche Disziplin zu Rate gezogen wird, ob Soziologie, Ethnologie, Staats- oder Wirtschaftsrecht.<\/p>\n<p>Gerhard Bott zog es daher vor, ausgehend von der Begriffsgeschichte, die auf das Zunftrecht der Handwerker mit ihren Lehrlingen, Gesellen, Jungmeistern und Altmeistern zur\u00fcckgeht, Gesellschaft als eine hierarchische, m\u00e4nnerb\u00fcndische Organisation anzusehen, die er, wie schon der Philosoph Friedrich Schleiermacher, klar von <em>Gemeinschaft<\/em> abgrenzte<!--<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-4\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Aus privater Korrespondenz mit Gabriele Uhlmann\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-4\">4<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Aus privater Korrespondenz mit Gabriele Uhlmann<\/span>.<\/p>\n<p><strong>Eine Gesellschaft hat eine hierarchische Struktur. Sie wird durch Gewalt(en) und Verwaltung zusammengehalten. Wir finden hier keine zwingende, die Gesellschaft kennzeichnende Verwandtschaft innerhalb der Bev\u00f6lkerung. <\/strong><\/p>\n<p>Gesellschaft ist ein<strong> pluralistisches <\/strong>(politisches, wirtschaftliches sowie Personen bezogenes allt\u00e4gliches)<strong> Geschehen<\/strong> in einem begrenzten Territorium bzw. einem ideellen Hoheitsgebiet.<br \/>\nDie ersten, durch Eroberung entstandenen Staatsgebilde (Herrschaftsbereiche) sind die Basis dessen, was wir heute unter <strong><em>Gesellschaft <\/em><\/strong>verstehen. Zuvor gab es eine gewachsene indigene Grundbev\u00f6lkerung, die in der Regel noch keine \u00fcbergeordnete politische Struktur besa\u00df und sich wie das evolution\u00e4re Lebenssystem selbstorganisierend darstellte, indem notwendige Anpassungen um des \u00dcberlebens willen umgesetzt wurden.<\/p>\n<p>Die Arch\u00e4ologin Marija Gimbutas hat mit ihrer inzwischen von der Genetik best\u00e4tigten Kurgan-These nachgewiesen, dass die jungsteinzeitlichen, noch matrifokalen Kulturen von Kriegern aus der Steppe S\u00fcdrusslands unterworfen wurden. Die seitdem Herrschenden sind dabei immer die Abk\u00f6mmlinge oder G\u00fcnstlinge der einstmaligen Eroberer aller in der Gesellschaft versammelten <em>Volksgruppen<\/em> und <em>Kulturen<\/em>. Sie legte Wert darauf, die vorpatriarchalen Kulturen nicht als Gesellschaft, sondern als Zivilisationen zu benennen. Sie schrieb dazu in ihrem Buch \u00fcber die Jungsteinzeit im Alten Europa &#8222;Die Zivilisation der G\u00f6ttin&#8220;:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;<em>Ich lehne die Ansicht ab, dass der Begriff Zivilisation nur auf androkratische Kriegergesellschaften angewendet werden d\u00fcrfe. Die generative Basis jeder Zivilisation liegt in ihrem jeweiligen Ma\u00df an k\u00fcnstlerischem Schaffen, \u00e4sthetischen Errungenschaften, immateriellen Werten und Freiheit, die das Leben sinnvoll und lebenswert machen, sowie in einem ausgeglichenen Verh\u00e4ltnis zwischen den Geschlechtern. Die Jungsteinzeit in Europa war keine Zeit &#8218;vor der Zivilisation&#8216; (Before civilization &#8211; so der Titel eines 1973 erschienenen Buches von Colin Renfrew \u00fcber Europa zur Jungsteinzeit und Kupferzeit); sie war vielmehr wirklich eine Zivilisation im besten Sinne des Wortes. <\/em>(&#8230;)<em>.<\/em>&#8222;<!--<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-5\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Gimbutas, Marija: Die Zivilisation der G\u00f6ttin, Frankfurt a.M. 1996 (am. Originalausg. 1991)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-5\">5<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">Gimbutas, Marija: <em>Die Zivilisation der G\u00f6ttin<\/em>, Frankfurt a.M. 1996 (am. Originalausg. 1991)<\/span><\/blockquote>\n<p>Im Grunde nimmt also Gimbutas auch hier eine Neudefinition vor, allerdings ohne Verwirrung zu stiften, denn sie kann sich auf die seit Kant und Goethe landl\u00e4ufig positive Konnotation des Adjektivs \u201ezivilisiert\u201c im Gegensatz zu \u201eunmoralisch\u201c berufen. Zudem findet sich ungeachtet der historischen Entwicklung in der Sprache eine Abgrenzung der <em>Zivilgesellschaft<\/em>, also des <em>B\u00fcrgertums<\/em>, vom Milit\u00e4r.<br \/>\nDas Problem ist ein grunds\u00e4tzliches. Unsere Wirtschafts-, Umgangs- sowie literarische Sprache ist patriarchal. Sie geht auf die Eroberer aus der Steppe, die Viehz\u00fcchternomaden waren, zur\u00fcck. Daher ist sie von Metaphern aus der Viehzucht durchdrungen, insbesondere, wenn es um die Beziehung der Menschen zueinander geht, wie z.B. bei <em>Erziehung, Beziehung<\/em> und <em>Unzucht<\/em> oder im Begriff von <em>Zucht und Ordnung<\/em>. Nachdem sich Ursprachen quasi organisch entwickelt hatten, wurde mit der Patriarchalisierung Sprache von oben vorgeschrieben und damit \u00fcber gro\u00dfe Fl\u00e4chen vereinheitlicht als das, was wir heute \u201eIndoeurop\u00e4ische Sprachfamilie\u201c nennen. Sie zeigt sich in Form von einzuhaltenden Sprachformeln (wie Herrscheranreden) und auch das generische Maskulinum stammt aus dieser Zeit. In dem Herrschaftsgebiet, in dem es anfangs nur m\u00fcndliche \u00dcberlieferung gab, war Kontrolle nur mit einer gut organisierten Verwaltung und m\u00f6glichst einheitlichen Sprache m\u00f6glich. Die patriarchalisierte Sprache trug dazu bei, unser angeborenes Sozialverhalten, die Matrifokalit\u00e4t, in Vergessenheit zu bringen.<\/p>\n<p>Der veraltete Begriff des <em>Oheims<\/em>, des Bruders der Mutter, geh\u00f6rt wie auch die <em>Geschwister<\/em> zu den letzten Resten matrifokalen Verst\u00e4ndnisses von verwandtschaftlichem Zusammenleben. Das Wort kennt kaum noch jemand. Allgegenw\u00e4rtig ist dagegen das Wort <em>Onkel<\/em>, mit dem sich der <em>Oheim<\/em> sprachlich durch nichts mehr vom Vaterbruder unterscheidet. Die noch weniger bekannte <em>Muhme<\/em> als die Bezeichnung der Mutterschwester, ist aus dem Sprachgebrauch fast vollst\u00e4ndig verschwunden. Die <em>Muhme<\/em> besa\u00df vielfach eine besondere Bedeutung. Sie galt da, wo es keine Gro\u00dfmutter im Wohnumfeld (mehr) gab, als Beimutter und manche Frau sch\u00e4tzte sich gl\u00fccklich, wenn ihre (unverheiratete und Kinderlose) Schwester mit in ihrem Haushalt lebte. Die Patrilokalit\u00e4t war\/ist f\u00fcr jede Frau eine strapazi\u00f6se Lebensvariante. Die Muhme wurde gern als Patin f\u00fcr ein Kind (wohl vor allem f\u00fcr eine Tochter) genommen und die Pate oder Gode oder die immer noch im hessischen Raum \u00fcbliche G\u00f6tti, erhielt so gemeinsam mit der Mutter ein matrifokales Feeling, dessen sie sich meist nicht bewusst waren\/sind. Sie folgten damit nur ihrem menschen-m\u00fctterlichen Instinkt.<\/p>\n<p>F\u00fcr das verwandtschaftliche Zusammenleben gibt es heute die Begriffe <em>Familie<\/em>, <em>Blutsverwandtschaft, Geschlecht, Verwandtschaft, Sippe,<\/em> <em>Clan, Stamm, und Angeh\u00f6rige<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Familie <\/strong>definiert sich im urspr\u00fcnglichen (r\u00f6mischen) Sinn lediglich als Hausgemeinschaft und somit als der Herrschaftsbereich eines (privilegierten) Mannes \u2013 Familie ist <strong>keine<\/strong> konsanguine Zugeh\u00f6rigkeit f\u00fcr alle beteiligten Personen.<br \/>\nDerzeit finden wir unter dem Begriff der Familie die verschiedensten Ableitungen. Im Sinne der Kleinfamilie wird eine alleinerziehende Mutter mit Kindern genauso als Familie bezeichnet, wie ein kinderloses Paar. Der Ausdruck Gro\u00dffamilie bezieht sich heute eher auf die Anzahl (der Kinder), als auf einen generations\u00fcbergreifenden Status, bei dem die v\u00e4terlichen Gro\u00dfeltern mit im Hause wohnen.<\/p>\n<p><strong>Blutsverwandtschaft<\/strong> (oder durch Geburt verwandt, vornehm auch <strong>Gebl\u00fct<\/strong>) ist nur im matrilinearen Sinne schl\u00fcssig. Hier beziehen wir uns ausschlie\u00dflich auf die direkte Herkunft innerhalb der weiblichen plazentaren Fortpflanzungslinie, daher bin ich auch als Frau mit meinem Bruder blutsverwandt, mit meinem Vater jedoch nicht (allerdings kann jedeR diesen Punkt sehen wie sie m\u00f6chte).<\/p>\n<p>Ein <strong>Geschlecht<\/strong> bezeichnet miteinander \u00fcber die v\u00e4terliche Linie Verwandte, die sich auf einen gemeinsamen adligen Stammvater zur\u00fcckf\u00fchren. Es entspricht einer Gro\u00dffamilie, die hier jedoch aufgrund von Eroberungen und Heiratspolitik nicht auf ein geografisches Gebiet begrenzt ist. In neuerer Zeit kommt der Begriff auch im B\u00fcrgertum zur Anwendung, wenn der Stammvater in der Gesellschaft Bedeutung erlangt hat und seine Nachkommen sein Lebenswerk fortf\u00fchren oder gewisse Bekanntheit erreicht haben.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verwandtschaft<\/strong> meint heute sowohl Blutsverwandte als auch durch Bereitschaftserkl\u00e4rung verbundene Zusammenlebende, also bei Heirat, Adoption, Pflegschaft, Beziehungsformen aller Art. Umgangssprachlich ist der Begriff der Verwandtschaft in heutiger Anwendung viel weitreichender, als im gesetzlichen oder juristischen Sinne.<\/p>\n<p>Die <strong>Sippe<\/strong> wird heute soziologisch praktisch nur als patrilineares Verwandtschaftssystem verstanden, wenngleich der Begriff in der Bev\u00f6lkerung eher auf die Mutterlinie bezogen ist, und zwar als <em>Sippschaft<\/em>, die jedoch eine negative Konnotation hat. Die Bedeutung als Mutterlinie geht auf das Althochdeutsche zur\u00fcck, wo das Wort &#8222;kunni&#8220; f\u00fcr die Sippe steht. Dieses Wort geht wiederum auf die Ur-Silbe &#8222;kun&#8220; zur\u00fcck, die &#8222;Vulva&#8220; oder &#8222;Frau&#8220; bedeutet, z.B. indoeurop\u00e4isch Lateinisch &#8222;cunnus&#8220; f\u00fcr die Vulva und im ureurop\u00e4ischen Baskischen &#8222;gun&#8220; f\u00fcr Frau.<!--<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-6\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"6\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Fester, Richard: Das Protokoll der Sprache. In: Weib und Macht. F\u00fcnf Millionen Jahre Urgeschichte der Frau. 3. Aufl., Frankfurt 1983, S. 79-106\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-6\">6<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"6\">Vgl. Fester, Richard: Das Protokoll der Sprache. In: Weib und Macht. F\u00fcnf Millionen Jahre Urgeschichte der Frau. 3. Aufl., Frankfurt 1983, S. 79-106<\/span>\n<p>Der <strong>Clan<\/strong> ist ein (pseudo)patrilinearer Verbund von mehreren Patrilokalit\u00e4ten (Familien), die einen begrenzten Lebensraum miteinander teilen und einem patriarchalen Kodex unterworfen sind. Es ist \u00fcblich, auch sogenannte matriarchale Gruppierungen als Clans zu bezeichnen, weil sie sich heute mit einen Kodex gegen die Patriarchalisierung zur Wehr setzen m\u00fcssen. Dazu geh\u00f6rt der m\u00fctterliche Rat, sich nicht mit M\u00e4nnern des patriarchalen Umlandes zu verpartnern, um nicht von deren Ideologie unterminiert zu werden.<\/p>\n<p>Der <strong>Stamm<\/strong> impliziert die Auffassung der sogenannten m\u00e4nnlichen Abstammung, eine bis in unser letztes Jahrhundert nicht genetisch nachweisbare Patrilinearit\u00e4t, die sich auf einen mythischen Urvater, aber auch auf ein weibliches Tierwesen, und dessen Sohn zur\u00fcckf\u00fchrt. Daher ist dieser Begriff in Bezug auf die Matrifokalit\u00e4t, unserem angeborenen Sozialverhalten, ebenfalls unbrauchbar.<\/p>\n<p>Als <strong>Angeh\u00f6rige<\/strong> werden heute die entweder unmittelbar (durch Geburt) verwandten, aber auch angeheiratete oder anderweitig (mit und ohne Bereitschaftserkl\u00e4rung) einer Lebens- bzw. Wohngemeinschaft zugeh\u00f6rige Personen verstanden. (Ohne eigene Bereitschaft &#8211; z.B. ein junges Kind wird nicht wirklich gefragt, ob es der neuen Lebenspartnerschaft der Mutter beitreten will.)<\/p>\n<p>F\u00fcr das matrifokale Verwandtschaftssystem gibt es keinen solchen anerkannten, feststehenden Begriff, au\u00dfer, dass es als \u201eKultur mit matrilokalen Residenzregeln\u201c und \u201eMatrilinearit\u00e4t\u201c besprochen wird. Am ehesten passt der Begriff der Sippe, der jedoch rehabilitiert und attributiv spezifiziert werden muss. Die<strong> matrilokale und matrilineare Sippe<\/strong> k\u00f6nnen wir als eine generations\u00fcbergreifende, geschwisterliche und sich aufeinander beziehende Gemeinschaft aller in unmittelbarer N\u00e4he lebenden Gruppierungen, verorten. Sippe deutet hier die direkte m\u00fctterliche Bindung an (laut Wahrig W\u00f6rterbuch: Gesamtheit der Blutsverwandten). Die konsanguinen<!--<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-7\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"7\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Konsanguine Angeh\u00f6rige sind durch Geburt in Matrilinearit\u00e4t verbunden. (abgeleitet von dem Begriff cognati consanguinii &#8211; \u201evon der Mutter her\u201c siehe Bott, Gerhard, Die Erfindung der G\u00f6tter, S. 350)\n\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-7\">7<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"7\">Konsanguine Angeh\u00f6rige sind durch Geburt in Matrilinearit\u00e4t verbunden. (abgeleitet von dem Begriff <em>cognati consanguinii<\/em> &#8211; \u201evon der Mutter her\u201c siehe Bott, Gerhard, <em>Die Erfindung der G\u00f6tter<\/em>, S. 350)<br \/>\n<\/span> Angeh\u00f6rigen, die <strong>Sipplinge<\/strong>, sind \u00fcber Mutterbindung miteinander verwandt und damit matrifokal.<\/p>\n<p>Matrifokale V\u00f6lker leben demnach in matrilokalen und matrilinearen Sippen. Nach dem zur Verf\u00fcgung stehenden Vokabular leben solche \u00fcber die Mutter nicht verwandten Sippen, die sich sexuell und materiell oder in Ideen austauschen, in <em>Gemeinschaft. <\/em>F\u00fcr das au\u00dferpatriarchale Leben aller Menschen gibt es bislang keinen unpolitischen, <strong>eindeutigen<\/strong> Begriff. Stephanie Gogolins Wortsch\u00f6pfung \u201e<strong><em>das Matrifokal<\/em><\/strong>\u201c behebt diesen Mangel.<\/p>\n<p><em>Das Matrifokal<\/em> ist ihre Bezeichnung f\u00fcr das naturgem\u00e4\u00dfe Bindungssystem der Menschen (der menschlichen Mutter) in einem real vorhandenen, dynamischen Habitat<!--<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-8\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"8\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Wohnplatz von Ur- und Fr\u00fchmenschen\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-8\">8<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"8\">Wohnplatz von Ur- und Fr\u00fchmenschen<\/span>, welches von Beginn des Menschseins als <strong>existenzsichernde Schutzsph\u00e4re<\/strong> <strong>f\u00fcr<\/strong> M\u00fctter <strong>und<\/strong> ihren Nachwuchs fungierte.<\/p>\n<p>Matrifokale bestehen aus den konsanguinen Angeh\u00f6rigen (beiderlei Geschlechts), innerhalb der matrilinear und matrilokal sowie generations\u00fcbergreifend lebenden fr\u00fchen Menschengruppen. Das bedeutet: durch Geburt verwandte Menschen interagierten in ihrem Alltag in einer \u00fcberschaubaren, <strong>mutterbasierten<\/strong> und <strong>geschwisterbezogenen F\u00fcrsorge- also N\u00e4hegemeinschaft<\/strong>, in der <strong>jedes Individuum integriert und geborgen lebte<\/strong>. Das Matrifokal ist die naturgem\u00e4\u00dfe, menschenartgerechte F\u00fcrsorgegemeinschaft.<\/p>\n<p>Matrifokalit\u00e4t \u2013 ist unser ur-nat\u00fcrliches Dasein im evolution\u00e4r entstandenen Kontinuum des Menschseins und unser angeborenes Sozialverhalten<!--<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-9\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"9\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Zitat von Gabriele Uhlmann &#8211; \u201eMatrifokalit\u00e4t ist keine Gesellschaftsform, sondern unser angeborenes Sozialverhalten.\u201c\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-9\">9<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"9\">Zitat von Gabriele Uhlmann &#8211; \u201eMatrifokalit\u00e4t ist keine Gesellschaftsform, sondern unser angeborenes Sozialverhalten.\u201c<\/span>.<\/p>\n<p><strong><em>Die Menschheit wurde in einem Matrifokal geboren<\/em><\/strong> \u2013 in einer unmittelbaren N\u00e4he- und m\u00fctterlichen F\u00fcrsorgegruppe. Diese Form des Zusammenlebens der Spezies Mensch beruht auf biologisch angelegter Bindung, ist also die nat\u00fcrliche, durch Evolution entstandene menschliche \u00dcberlebensstrategie. Das Matrifokal ist die Basis des menschenartgerechten Kontinuums.<\/p>\n<p>Die Mosuo leben demnach in Matrifokalen. Sie sollten nicht als Gesellschaft verallgemeinert werden. Auch die Kulturen der vorpatriarchalen Zeit waren keine Gesellschaft. Das laut oder deutlich zu sagen, erregt jedoch regelm\u00e4\u00dfig den Protest der Matriarchatsforscherinnen, die den Begriff <em>Gesellschaft<\/em> offenbar f\u00fcr ein Pr\u00e4dikat, einen Ehrentitel halten. F\u00fcr Heide G\u00f6ttner-Abendroth ist <em>Matriarchat<\/em> nach eigener Aussage ein <strong>Kampfbegriff<\/strong>, also ein politischer Begriff. Daher wird er auch und insbesondere der vorpatriarchalen Zeit, als die Matrifokale noch nicht um ihre Existenz gegen das Patriarchat k\u00e4mpfen mussten, nicht gerecht.<\/p>\n<p>Ein weiterer Denkfehler der \u201eMatriarchatsfrauen\u201c besteht darin, zu glauben, dass eine K\u00f6nigin mit ihren Untertanen und Besitzt\u00fcmern Egalit\u00e4t auf dem Programm h\u00e4tte. Da, wo Macht ist, ist auch Machtmissbrauch nicht weit. Da, wo es Herrschaft gibt, ent- und besteht inhumane Hierarchie. Rechte, die Gleichheit garantieren sollen, k\u00f6nnen jederzeit von einer herrschenden Pers\u00f6nlichkeit oder Gruppierung zur\u00fcckgenommen werden. <strong><em>Egalit\u00e4t<\/em> darf daher nicht mit <em>Gleichberechtigung<\/em> verwechselt werden. <\/strong>Gem\u00e4\u00df obiger Ausf\u00fchrungen kann Gleichberechtigung nur eine Rechtsform sein aber keine nat\u00fcrliche Eigenschaft.<\/p>\n<h4><strong>Im Mainstream ist <em>Matriarchat<\/em> ein Schimpfwort<\/strong><\/h4>\n<p>Wie bereits angedeutet, gelten im allgemeinen Verst\u00e4ndnis \u201eMatriarchale Gesellschaften\u201c als noch viel schlimmer als das Patriarchat, denn dort w\u00fcrden ja M\u00e4nner unterdr\u00fcckt. Frauen zu unterdr\u00fccken w\u00e4re nach dieser Logik v\u00f6llig in Ordnung. Zu diesem Umkehrkehrschluss kommt mann aber nicht, leider auch nicht die Frauen. Die so unbedingt beschworenen \u201eMatriarchalen Gesellschaften\u201c hat es nie gegeben. Daher kann auch niemand wissen, ob eine matriarchale Gesellschaft schlimmer w\u00e4re als eine patriarchale Gesellschaft. Ein Beispiel einer solchen Umkehrung der Verh\u00e4ltnisse ist der Umgang mit dem \u201eMegxit\u201c (Austritt von Prinz Harry und Herzogin Meghan aus dem engl. K\u00f6nigshaus). Dar\u00fcber schreibt die Journalistin Margarete Stokowski:<\/p>\n<blockquote><p>\u201e\u201aDie Zeit\u2019 schreibt: \u2019Fr\u00fcher endeten die M\u00e4rchen so, dass die Frauen den Prinzen heiraten durften, im modernen M\u00e4rchen entf\u00fchren sie ihn aus dem Palast, um fortan in Kanada zu leben.\u2019 Eine Entf\u00fchrung also.\u201c<!--<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-10\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"10\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/meghan-markle-die-eigentliche-queen-kolumne-a-9cbe281d-72ae-413c-bf27-f423cfbfb98a abgerufen am 21.01.2020\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-10\">10<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"10\"><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/meghan-markle-die-eigentliche-queen-kolumne-a-9cbe281d-72ae-413c-bf27-f423cfbfb98a\">https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/meghan-markle-die-eigentliche-queen-kolumne-a-9cbe281d-72ae-413c-bf27-f423cfbfb98a<\/a> abgerufen am 21.01.2020<\/span><\/blockquote>\n<p>Das entspr\u00e4che nat\u00fcrlich dem Mythos vom schrecklichen Matriarchat. Solange ein Mann \u201eseine Frau\u201c \u201eentf\u00fchrt\u201c, solange ist das v\u00f6llig in Ordnung. Der Euphemismus f\u00fcr diese Entf\u00fchrung ist die \u201e<strong>Heimf\u00fchrung der Braut<\/strong>\u201c. Dass ein Partner dem anderen folgt, wird nat\u00fcrlich nicht als Entf\u00fchrung gewertet, sondern als <em>normal<\/em> angesehen. Die Betroffenen (in der Regel die Frau) unterwerfen sich dabei (den Interessen des m\u00e4nnlichen) Partners. In der Soziologie wird das <em>Patrilokalit\u00e4t<\/em> genannt, was als Begriff ebenso harmlos daher kommt, wie wir es schon bei Wilken beobachtet haben. Die Ehe ist in der Tat eine Entf\u00fchrung der Frau, denn unser angeborenes Sozialverhalten kennt keine Patrilokalit\u00e4t, sondern nur Matrilokalit\u00e4t, die wiederum keinen Vater kennt. Der Megxit zeigt: erst, wenn es einen Mann trifft, er also heimgef\u00fchrt wird, erkennen die Leute, dass es sich um eine Entf\u00fchrung handelt.<\/p>\n<p>Dem Mann mutet man das im sozialen Alltag<!--<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-11\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"11\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Ger\u00e4t ein Mann im patriarch\u00f6sen Milieu in Gefangenschaft oder in Sklaverei, wird ihm jedoch, auch als Kind, jedes Leid zugemutet.\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-11\">11<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"11\">Ger\u00e4t ein Mann im patriarch\u00f6sen Milieu in Gefangenschaft oder in Sklaverei, wird ihm jedoch, auch als Kind, jedes Leid zugemutet.<\/span> nicht zu. Es ist allein dem Sohne vorbehalten, lebenslang bei seiner Mutter wohnen zu bleiben, er darf die Mutter-Kind-Bindung solange leben, wie er will, die Tochter aber nicht. Die Mutter-Sohn-Dyade, bis heute verehrt in Maria mit dem Jesuskinde und ihren religionshistorischen Vorl\u00e4ufern, ist in gewisser Weise der letzte Rest gelebter Matrifokalit\u00e4t, aber unter dem Dach der V\u00e4terlichkeit. Im Gegensatz dazu muss die Tochter ihre nat\u00fcrlichen Bindungen l\u00f6sen, insbesondere die zur <strong>Mutter. Von jedem M\u00e4dchen, jeder Frau wird erwartet, dass sie sich einem (nicht verwandten) Mann (oder einer anderen Person) auf Lebenszeit anschlie\u00dft<\/strong>, als w\u00e4re sie kein f\u00fchlendes Wesen mit einem Begriff von \u201ezuhause\u201c, \u201eHeimat\u201c oder \u201eFamilie\u201c, oder wie wir das sonst auch immer nennen m\u00f6gen, als sei sie eine Sache, die klaglos den Besitzer wechselt. Auch die moderne Grausamkeit eines verordneten sog. Wechselmodells geh\u00f6rt hier hin. Das Kind wird wie eine Sache eventuell jahrelang zwischen den getrennten Eltern hin und her gereicht.<\/p>\n<p>Es ist f\u00fcr alle, M\u00e4nner, Frauen und Kinder, in der Regel ein schwerer pers\u00f6nlicher Einschnitt, aus den vertrauten Bindungen gerissen zu werden. Das wird in unserem kulturellen Verst\u00e4ndnis verdr\u00e4ngt. Mobilit\u00e4t gilt sogar als Ausdruck einer anzustrebenden Unabh\u00e4ngigkeit. Tats\u00e4chlich ger\u00e4t die Mutter durch Mobilit\u00e4t in noch gr\u00f6\u00dfere Abh\u00e4ngigkeit vom Kindsvater, da sie ihr seit Kindheit aufgebautes, vertrautes Netzwerk verliert.<\/p>\n<p>Gesellschaftsleben ist eine nicht naturgem\u00e4\u00dfe Form des menschlichen Zusammenlebens und je komplexer und damit un\u00fcbersichtlicher eine Gesellschaft f\u00fcr das Individuum ist, desto ungeborgener muss es in ihr leben. Wir haben hier bereits den verst\u00f6renden Effekt, dass sich die Mensch per se in den bestehenden gesellschaftlichen Zusammenh\u00e4ngen verlassen f\u00fchlt.<\/p>\n<h4>Das kollektive Stockholmsyndrom<\/h4>\n<p>Die patriarchal performte Gesellschaft ist ein einziges Geiseldrama und damit ein Verbrechen, dessen Opfer wir alle sind. Was wiederum bedeutet, wir konnten in diesen Verh\u00e4ltnissen nur halbwegs \u00fcberleben, indem wir ein kollektives Stockholmsyndrom entwickelten. Im westlichen Kulturkreis ist es \u00fcblich, in die vorhandene Patrilokalit\u00e4t hineingeboren zu werden. Da die sogenannte Patrilinearit\u00e4t ohnehin nur ein gewaltsam aufrecht gehaltenes Ideengeb\u00e4ude ist, sind nach wie vor Angstausl\u00f6ser, Denkgebote und Tabus erforderlich, um das Stockholmsyndrom zu f\u00fcttern. Nur \u00fcber die geistige und gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfige H\u00f6rigkeit gegen\u00fcber den Geiselnehmern, ist die anonyme Masse der Gesellschaft steuerbar.<\/p>\n<p>Das kollektive Stockholmsyndrom, ohne das die Patriarchose nicht dauerhaft funktionieren w\u00fcrde, entstand unter den Bedingungen von Heimatlosigkeit, Kriegsschrecken, Gefangenschaft, Verschleppung, Sklaverei und als deren zivilisiert geltenden Form, der Ehe &#8211; die Zugeh\u00f6rigkeit zu <strong>einem<\/strong> Mann.<\/p>\n<p>Die gewaltsam eingef\u00fchrten patriarchalen Strukturen vereinzelten Menschen, die sich wiederum in Interessengruppen auf androzentrierter Basis zusammenschlossen oder in die Unterdr\u00fcckung gezwungen wurden. Hier traf es vor allem und allen voran <strong>die Leben erhaltende Frau<\/strong> \u2013 <strong><em>die Mutter. <\/em><\/strong>Und eigentlich noch bevor sie M\u00fctter wurden &#8211; die T\u00f6chter der \u201eAnderen\u201c waren ab nun der Kern der Begierde, die Beute. Die von den ersten Geiselnehmern verschleppten T\u00f6chter sind die M\u00fctter, die uns ihr \u00fcberlebensnotwendig entwickeltes Stockholmsyndrom vererbten, auch indem sie es wie ein Brauchtum pflegten.<br \/>\nDie Unterwerfung unter die Gewaltstrukturen des uns umgebenden gesellschaftlichen Aggregatzustandes ist Teil unserer weiblichen Identit\u00e4t geworden. Wir sind kulturell auf den Mann gepr\u00e4gt, da er als patriarchaler Herrschaftsvertreter seine Vorgaben als Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten festlegt, bestimmt, kontrolliert und durchsetzt.<\/p>\n<p>Ein entscheidender Hinweis auf unsere exzellente Konditionierung wird in dem Beispiel sichtbar, dass kaum eine alleinerziehende Mutter, die es in unserer Gesellschaft zuhauf gibt, auf die Idee kommt, mit ihren Kindern zu ihrer Mutter zur\u00fcckzukehren und vielleicht noch ihre Schwester mit ins Boot zu holen. Selbst wenn die Gro\u00dfmutter auch ohne Mann lebt, kommt es zu keinen wirklichen matrifokalen Allianzen. Das Dogma des angeblich \u201enat\u00fcrlichen Biotops\u201c <em>Gesellschaft <\/em>ist zu stark in uns verankert \u2013 durch permanente Gehirnw\u00e4sche und v\u00e4terlichen Territorialanspruch, selbst wenn diese V\u00e4ter als Person im Lebensraum von M\u00fcttern und Kindern gar nicht mehr vorkommen.<\/p>\n<p>Die Gesellschaft in die wir hineingeboren wurden, die uns erzieht und z\u00fcchtigt, ist der N\u00e4hrboden f\u00fcr das Stockholmsyndrom, das uns nicht selbstbestimmt denken und handeln l\u00e4sst. In einem <strong><em>Matrifokal<\/em><\/strong> g\u00e4be es keine Bedrohungssituationen und beides w\u00e4re v\u00f6llig unspektakul\u00e4r m\u00f6glich.<\/p>\n<h4>FAZIT<\/h4>\n<p>Es gab weder matriarchale noch matrifokale Gesellschaften. Gesellschaft ist ein Gebilde, bestehend aus teilweise anonym interagierenden Gruppierungen und bindungslos gemachten Einzelpersonen in einem ansonsten unverbindlichen System, das durch ideologische Vorgaben gesteuert wird. Es gab im naturgem\u00e4\u00dfen menschlichem Kontinuum keine zugewiesene Zugeh\u00f6rigkeit, wie wir sie heute verinnerlicht haben, sondern eine gewachsene, muttergebundene Angeh\u00f6rigkeit. In einer Gesellschaft sind Menschen in der Regel nicht verwandt im Sinne einer unmittelbaren geburtlichen Zu- bzw. Angeh\u00f6rigkeit, obwohl solche Konstellationen in gesellschaftlichen Strukturen vorhanden sind und auch sein m\u00fcssen, um die menschliche Reproduktion innerhalb der Gesellschaft zu sichern. Gesellschaft ist eine Errungenschaft patriarchaler Herrschaft und deren bindungsloser Ideologie.<\/p>\n<p>Als Kennzeichnung von Gesellschaft finden wir sozio-kulturell-politische Labels vor wie patriarchal, feudal, Sklaven haltend oder die modernen Formen des Kapitalismus oder Imperialismus<strong>.<\/strong> In diese illustre Reihe sollen Gemeinschaften gestellt werden, die von Matriarchatsforscherinnen als \u201ematriarchale Gesellschaft<em>\u201c<\/em> bezeichnet werden. Dieses Bestreben w\u00e4re also wirklich zu \u00fcberdenken.<br \/>\nWir hoffen damit deutlich gemacht zu haben, dass wir nicht mit anderen Denkerinnen konkurrieren, sondern aufkl\u00e4ren m\u00f6chten und an einer konstruktiven Definitionsarbeit interessiert sind. Im Allgemeinen leiden Frauen an einem Mangel an Loyalit\u00e4t und gegenseitiger Akzeptanz, weshalb es auch f\u00fcr forschende Frau nicht einfach ist, sich auf Augenh\u00f6he zu begegnen. Schlie\u00dfen m\u00f6chten wir daher mit einen Zitat von Mirna Funk:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cWir machten ein bisschen Small-Talk, bestellten Getr\u00e4nke und das Essen, und als alles nach 15 Minuten auf dem Tisch stand, sagte sie zu mir: \u201aIch finde die Quote unn\u00f6tig. Sexismus habe ich noch nie erlebt, sondern nur gro\u00dfe Unterst\u00fctzung von M\u00e4nnern erfahren. Das gr\u00f6\u00dfte Problem sind die Frauen selbst. Sie stehen sich im Weg, sind illoyal und schaden sich gegenseitig.\u2019 Ich starrte auf meinen Teller, rollte traurig die Pasta auf meine Gabel, verdrehte vor Ersch\u00f6pfung die Augen, ohne dass sie es sehen konnte, und antwortete nur: \u201aJa, das mit der fehlenden Loyalit\u00e4t ist wirklich schade.\u2019\u201c<!--<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a>--><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-12\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop \" data-mfn=\"12\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5239\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"https:\/\/editionf.com\/wie-gehe-ich-mit-frauen-um-die-feminismus-unnoetig-finden\/ abgerufen am 7.2.2020\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-12\">12<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"12\"><a href=\"https:\/\/editionf.com\/wie-gehe-ich-mit-frauen-um-die-feminismus-unnoetig-finden\/\">https:\/\/editionf.com\/wie-gehe-ich-mit-frauen-um-die-feminismus-unnoetig-finden\/<\/a> abgerufen am 7.2.2020<\/span><\/blockquote>\n<p>L\u00fcneburg und Braunschweig 12.02.2020<\/p>\n<p>Lesen Sie bitte im Anschluss an diesen Text das Update, mit dem die Fragestellung gekl\u00e4rt wird, wie wir matrifokale Gemeinschaften nennen k\u00f6nnen: <a href=\"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/vom-matrifokal-zum-matridurat-der-unterschied-zwischen-freiem-leben-und-dem-ueberleben-im-patriarchat-auszuege-aus-dem-gleichnamigen-buchprojekt\">Vom Matrifokal zum Matridurat \u2013 Der Unterschied zwischen freiem Leben und dem \u00dcberleben im Patriarchat<\/a>.<\/p>\n<p><!--<strong>Anmerkungen<\/strong>\n\n<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.goettner-abendroth.de\/matriarchat\/der-begriff-matriarchat\/\">https:\/\/www.goettner-abendroth.de\/matriarchat\/der-begriff-matriarchat\/<\/a> abgerufen am 27.01.2020\n\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"http:\/\/menadoc.bibliothek.uni-halle.de\/ssg\/content\/pageview\/421896?query=matriarchat\">http:\/\/menadoc.bibliothek.uni-halle.de\/ssg\/content\/pageview\/421896?query=matriarchat<\/a> abgerufen am 27.01.2020\n\n<a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"http:\/\/gerhardbott.de\/zu-den-palaeolithischen-homines-sapientes\/mutterrecht-versus-muttertum-bei-bachofen.html\">http:\/\/gerhardbott.de\/zu-den-palaeolithischen-homines-sapientes\/mutterrecht-versus-muttertum-bei-bachofen.html<\/a> abgerufen am 27.01.2020\n\n<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Aus privater Korrespondenz mit Gabriele Uhlmann\n\n<a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Gimbutas, Marija: <em>Die Zivilisation der G\u00f6ttin<\/em>, Frankfurt a.M. 1996 (am. Originalausg. 1991)\n\n<a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. Fester, Richard: Das Protokoll der Sprache. In: Weib und Macht. F\u00fcnf Millionen Jahre Urgeschichte der Frau. 3. Aufl., Frankfurt 1983, S. 79-106\n\n<a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Konsanguine Angeh\u00f6rige sind durch Geburt in Matrilinearit\u00e4t verbunden. (abgeleitet von dem Begriff <em>cognati consanguinii<\/em> - \u201evon der Mutter her\u201c siehe Bott, Gerhard, <em>Die Erfindung der G\u00f6tter<\/em>, S. 350)\n\n<a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Wohnplatz von Ur- und Fr\u00fchmenschen\n\n<a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Zitat von Gabriele Uhlmann - \u201eMatrifokalit\u00e4t ist keine Gesellschaftsform, sondern unser angeborenes Sozialverhalten.\u201c\n\n<a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/meghan-markle-die-eigentliche-queen-kolumne-a-9cbe281d-72ae-413c-bf27-f423cfbfb98a\">https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/meghan-markle-die-eigentliche-queen-kolumne-a-9cbe281d-72ae-413c-bf27-f423cfbfb98a<\/a> abgerufen am 21.01.2020\n\n<a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Ger\u00e4t ein Mann im patriarch\u00f6sen Milieu in Gefangenschaft oder in Sklaverei, wird ihm jedoch, auch als Kind, jedes Leid zugemutet.\n\n<a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> <a href=\"https:\/\/editionf.com\/wie-gehe-ich-mit-frauen-um-die-feminismus-unnoetig-finden\/\">https:\/\/editionf.com\/wie-gehe-ich-mit-frauen-um-die-feminismus-unnoetig-finden\/<\/a> abgerufen am 7.2.2020\n--><\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list modern-footnotes-list--show-only-for-print\"><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-1\"><span>1<\/span><div><a href=\"https:\/\/www.goettner-abendroth.de\/matriarchat\/der-begriff-matriarchat\/\">https:\/\/www.goettner-abendroth.de\/matriarchat\/der-begriff-matriarchat\/<\/a> abgerufen am 27.01.2020 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-1\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 1 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-2\"><span>2<\/span><div><a href=\"http:\/\/menadoc.bibliothek.uni-halle.de\/ssg\/content\/pageview\/421896?query=matriarchat\">http:\/\/menadoc.bibliothek.uni-halle.de\/ssg\/content\/pageview\/421896?query=matriarchat<\/a> abgerufen am 27.01.2020 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-2\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 2 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-3\"><span>3<\/span><div><a href=\"http:\/\/gerhardbott.de\/zu-den-palaeolithischen-homines-sapientes\/mutterrecht-versus-muttertum-bei-bachofen.html\">http:\/\/gerhardbott.de\/zu-den-palaeolithischen-homines-sapientes\/mutterrecht-versus-muttertum-bei-bachofen.html<\/a> abgerufen am 27.01.2020 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-3\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 3 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-4\"><span>4<\/span><div>Aus privater Korrespondenz mit Gabriele Uhlmann <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-4\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 4 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-5\"><span>5<\/span><div>Gimbutas, Marija: <em>Die Zivilisation der G\u00f6ttin<\/em>, Frankfurt a.M. 1996 (am. Originalausg. 1991) <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-5\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 5 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-6\"><span>6<\/span><div>Vgl. Fester, Richard: Das Protokoll der Sprache. In: Weib und Macht. F\u00fcnf Millionen Jahre Urgeschichte der Frau. 3. Aufl., Frankfurt 1983, S. 79-106 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-6\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 6 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-7\"><span>7<\/span><div>Konsanguine Angeh\u00f6rige sind durch Geburt in Matrilinearit\u00e4t verbunden. (abgeleitet von dem Begriff <em>cognati consanguinii<\/em> &#8211; \u201evon der Mutter her\u201c siehe Bott, Gerhard, <em>Die Erfindung der G\u00f6tter<\/em>, S. 350)<br \/>\n <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-7\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 7 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-8\"><span>8<\/span><div>Wohnplatz von Ur- und Fr\u00fchmenschen <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-8\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 8 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-9\"><span>9<\/span><div>Zitat von Gabriele Uhlmann &#8211; \u201eMatrifokalit\u00e4t ist keine Gesellschaftsform, sondern unser angeborenes Sozialverhalten.\u201c <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-9\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 9 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-10\"><span>10<\/span><div><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/meghan-markle-die-eigentliche-queen-kolumne-a-9cbe281d-72ae-413c-bf27-f423cfbfb98a\">https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/meghan-markle-die-eigentliche-queen-kolumne-a-9cbe281d-72ae-413c-bf27-f423cfbfb98a<\/a> abgerufen am 21.01.2020 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-10\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 10 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-11\"><span>11<\/span><div>Ger\u00e4t ein Mann im patriarch\u00f6sen Milieu in Gefangenschaft oder in Sklaverei, wird ihm jedoch, auch als Kind, jedes Leid zugemutet. <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-11\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 11 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5239-12\"><span>12<\/span><div><a href=\"https:\/\/editionf.com\/wie-gehe-ich-mit-frauen-um-die-feminismus-unnoetig-finden\/\">https:\/\/editionf.com\/wie-gehe-ich-mit-frauen-um-die-feminismus-unnoetig-finden\/<\/a> abgerufen am 7.2.2020 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5239-12\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 12 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cMatriarchale Gesellschaften\u201c ist ein Begriff, der uns oft begegnet, wenn eigentlich von Matrifokalit\u00e4t, unserem angeborenen Sozialverhalten, gesprochen wird oder von indigenen Ethnien, deren kulturelles Alltagsgeschehen noch im matrifokalem Kontext stattfindet&#8230;.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":5244,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[609,68,87,88,96],"tags":[537,636,629,633,632,628,291,294,295,638,637,627,539,630,631,372,639,622,635,634],"class_list":["post-5239","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-begriffe-und-definitionen","category-bronzezeit","category-matrifokalitaet","category-matrilinearitaet","category-patrilinearitaet","tag-bachofen","tag-clan","tag-gesellschaft","tag-goethe","tag-kant","tag-matriarchat","tag-matrifokal","tag-matrilinearitaet","tag-matrilokalitaet","tag-megxit","tag-mobilitaet","tag-mosuo","tag-patrilinearitaet","tag-recht","tag-schleiermacher","tag-sippe","tag-sozialverhalten","tag-stamm","tag-verwandtschaft","tag-zivilisation"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gibt oder gab es matriarchale Gesellschaften? 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