{"id":5808,"date":"2025-04-09T12:34:11","date_gmt":"2025-04-09T10:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/?p=5808"},"modified":"2025-04-22T14:25:11","modified_gmt":"2025-04-22T12:25:11","slug":"frauen-in-der-politik-eine-zielorientierte-nestbeschmutzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/en\/frauen-in-der-politik-eine-zielorientierte-nestbeschmutzung","title":{"rendered":"Women in politics? \u2013 Targeted littering"},"content":{"rendered":"<p>Im Bild: Gertrude Guillaume-Schack (1845-1903) <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Gertrud-Guillaume-Schack-zugeschnitten.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gemeinfrei<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/0f7d0d3a925641459051917e2b203b2d\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"> &#8222;<em><strong>&#8230; Frau Guillaume Schack<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-1\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Gertrude Guillaume-Schack (1845-1903), geb. Schack von Wittenau, war eine Aktivistin der zweiten Internationale, Frauenrechtlerin und Gr\u00fcnderin des Deutschen Kulturbundes.\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-1\">1<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Gertrude Guillaume-Schack (1845-1903), geb. Schack von Wittenau, war eine Aktivistin der zweiten Internationale, Frauenrechtlerin und Gr\u00fcnderin des Deutschen Kulturbundes.<\/span> hielt im Arbeiterinnen-Verein vor etwa 300 Frauen und mehreren M\u00e4nnern, darunter sozialdemokratische Abgeordnete, einen Vortrag, in dem sie die Notwendigkeit betonte, da\u00df die Frauen sich um die \u00f6ffentlichen Arbeiten k\u00fcmmern, da\u00df sie das aktive und passive Wahlrecht erhielten, event. durch Strikes h\u00f6here L\u00f6hne erzielten \u204ac. In die Debatte griff ein zun\u00e4chst die bekannte Frau Staegemann, welche namentlich den reichen Damen die Putzsucht vorwarf; andere Frauen traten f\u00fcr das Wahlrecht der Frauen ein; wenn erst Frauen im Reichstage s\u00e4\u00dfen, w\u00fcrde es der weiblichen Arbeiterwelt besser gehen. Der sozialdemokratische Abg. Bock ist f\u00fcr die Bewegung der Arbeiterfrauen, r\u00e4t aber davon ab, sich zuweitgesteckte Ziele zu setzen, w\u00e4hrend der ebenfalls sozialdemokratische Abg. Stolle die Frauen ermahnt, ihre M\u00e4nner zur Beteiligung an der politischen Bewegung (d.i. sozialdemokratischen) anzufeuern. Unter \u00e4hnlichen Redereien schlo\u00df die Versammlung um 11 \u00bd Uhr nachts. So geschehen in der deutschen Residenz am Donnerstag den 12. M\u00e4rz 1885<\/strong><\/em>&#8222;<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-2\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"NWVZ vom 15.3.1885, S. 2\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-2\">2<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">NWVZ vom 15.3.1885, S. 2<\/span>  <\/p>\n<h2 id=\"kap1\">Kapitel 1 \u2013 Die Ausgangslage und die Quote<\/h2>\n<p>Drei Jahre vor dieser Versammlung nannte sich die erste Frau &#8222;Feministin&#8220;, und zwar die Franz\u00f6sin <strong>Hubertine Auclert<\/strong> (1848-1914), die sich als eine der ersten Frauen f\u00fcr das Frauenwahlrecht einsetzte.<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-3\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Privater Feminismus ist sicherlich so alt wie das Patriarchat. In der Franz\u00f6sischen Revolution entwickelte sich erstmals eine Bewegung.\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-3\">3<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Privater Feminismus ist sicherlich so alt wie das Patriarchat. In der Franz\u00f6sischen Revolution entwickelte sich erstmals eine Bewegung.<\/span> Die Begr\u00fcndung f\u00fcr die Forderung war von Beginn an, dass es Frauen besser gehen solle und dass sie mehr Geld verdienen w\u00fcrden. Es sollten Frauen in die Politik kommen, damit konkrete Ziele im Parlament zur Sprache kommen und so die Chance besteht, dass etwas erreicht wird. Es ging also noch nicht um Parit\u00e4t und nicht um gleiche Teilhabe um ihrer selbst willen. Vielleicht, weil sich f\u00fcr Verbesserungen auch schon fr\u00fch M\u00e4nner einsetzen, war eine 50:50-Parit\u00e4t noch gar nicht im Gespr\u00e4ch, und die Abstimmung 1918 f\u00fcr das Frauenwahlrecht war ja auch eine reine M\u00e4nnerabstimmung. In der Theorie also braucht es nur M\u00e4nner mit einer feministischen Einstellung, dann k\u00f6nnen Frauen alle Rechte haben. So provokant das ist, so wenig realistisch ist das nat\u00fcrlich, denn wir leben trotz gesetzlicher Gleichstellung im Patriarchat.<br \/>\nEs war die KPD, die 1932 die Frauenquote erfand, und zwar &#8222;ein Viertel bis ein Drittel&#8220;. Erst die Gr\u00fcnen forderten die 50:50-Quote und setzten sie auch durch. In keiner anderen Partei haben auch die Frauen, die kein Ministeramt innehaben, so viel Macht. Die Frauenquote ist also keine urfeministische Forderung, aber sie ist eine linke. Obwohl auch l\u00e4ngst auf der rechten Seite Frauen sitzen, ist diese Forderung noch lange nicht Konsens.<br \/>\nEs scheint heute bei vielen Frauen der feste Glaube umzugehen, dass es in unserem Patriarchat nur deshalb keine Gleichstellung g\u00e4be, weil es die parit\u00e4titsche Beteiligung der Frauen in der Politik noch nicht gibt. Aber stimmt das \u00fcberhaupt? Frauen haben nat\u00fcrlich seit jeher an Politikerinnen die Erwartung, dass sie etwas f\u00fcr die Verbesserung von Frauenleben tun. Politikerinnen haben, da sie ohne Frauenbewegung gar nicht im Amt w\u00e4ren, die moralische Pflicht das auch zu tun! Alles andere w\u00e4re und ist Verrat. Dass sie diesen Grundsatz in den letzten Jahren mit F\u00fc\u00dfen treten, l\u00e4sst mich an der Idee der Quote zweifeln, nicht nur das, ich halte sie f\u00fcr nicht zielf\u00fchrend, sogar kontraproduktiv und daher f\u00fcr r\u00fcckst\u00e4ndig. Doch meine Argumente sind nicht die \u00fcblichen vom Stammtisch, sondern die einer Patriarchatsforscherin. <\/p>\n<h3 id=\"bevoelkerungsstatistik\">Etwas Bev\u00f6lkerungsstatistik<\/h3>\n<p>Schon die \u00dcberpr\u00fcfung der harten Zahlen l\u00e4sst an der Zweckm\u00e4\u00dfigkeit der 50:50-Quote zweifeln. Die 50:50-Quote geht davon aus, dass gleich viel Frauen wie M\u00e4nner existieren. Im Jahr 2022 gab es etwa 4.024.000.000 M\u00e4nner und Jungen und 3.976.000.000 Frauen und M\u00e4dchen auf der Welt. Das hei\u00dft, von den ca. acht Milliarden Menschen sind 50,3 Prozent m\u00e4nnlich und 49,7 Prozent weiblich (Stand: 2022). Der Anteil der Frauen k\u00f6nnte \u00fcber 50% liegen, denn durch Femizide, Unterern\u00e4hrung der M\u00e4dchen mit Todesfolge und die T\u00f6tung von weiblichen Embryonen, steigt der Anteil der M\u00e4nner weltweit.<br \/>\nVeraltete Zahlen, die immer noch unhinterfragt herangezogen werden, veranschlagen das evolution\u00e4re sekund\u00e4re Geschlechterverh\u00e4ltnis von 100 weiblichen Neugeborenen zu 107 m\u00e4nnlichen Neugeborenen<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-4\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Diese Zahlen erhob der amerikanische Ethnologe William Tulio Divale 1972 bei sog. Naturv\u00f6lkern. Obwohl sie Populationen betreffen, die keine offene Manipulation der Reproduktion vornehmen, handelte es sich dennoch um V\u00f6lker, in denen Ehen geschlossen werden, also patriarchalisierte V\u00f6lker. Divale hatte die Prinzipien von Matrilinearit\u00e4t und Patrilinearit\u00e4t und deren Zustandekommen nicht durchstiegen, wie ich es bereits an anderer Stelle (Uhlmann 2012) ausgef\u00fchrt habe. Die Zahlen k\u00f6nnen damit nicht den Anspruch erheben, das nat\u00fcrliche sekund\u00e4re Geschlechterverh\u00e4ltnis der Spezies Homo Sapiens widerzuspiegeln.\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-4\">4<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Diese Zahlen erhob der amerikanische Ethnologe William Tulio Divale 1972 bei sog. Naturv\u00f6lkern. Obwohl sie Populationen betreffen, die keine offene Manipulation der Reproduktion vornehmen, handelte es sich dennoch um V\u00f6lker, in denen Ehen geschlossen werden, also patriarchalisierte V\u00f6lker. Divale hatte die Prinzipien von Matrilinearit\u00e4t und Patrilinearit\u00e4t und deren Zustandekommen nicht durchstiegen, wie ich es bereits an anderer Stelle (Uhlmann 2012) ausgef\u00fchrt habe. Die Zahlen k\u00f6nnen damit nicht den Anspruch erheben, das nat\u00fcrliche sekund\u00e4re Geschlechterverh\u00e4ltnis der Spezies Homo Sapiens widerzuspiegeln.<\/span>, also 48,3% weiblichen und 51,7% m\u00e4nnlichen. Neuere Zahlen veranschlagen 105 m\u00e4nnliche Neugeborene, also 51,2%, was kaum einen Unterschied ausmacht. Wesentlich f\u00fcr diese Zahlen ist ein schwerer methodischer Fehler: Der Einfluss der m\u00e4nnlichen Kontrolle auf die weibliche Reproduktion bzw. die Unterdr\u00fcckung der <a href=\"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/en\/female-choice\/\">Female Choice<\/a><sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-5\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Sexuelle Selektion nach Darwin: vollst\u00e4ndig freie Wahl des Sexualpartners durch die Weibchen. Siehe verlinkter Text.\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-5\">5<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">Sexuelle Selektion nach Darwin: vollst\u00e4ndig freie Wahl des Sexualpartners durch die Weibchen. Siehe verlinkter Text.<\/span> in der Ehe \u2013 die nichts anderes als Menschenzucht ist \u2013, wurde und wird dabei aber bis heute nicht nur untersch\u00e4tzt, sondern er bleibt unber\u00fccksichtigt. Einzig Zahlen aus urspr\u00fcnglichen Matrifokalen<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-6\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"6\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Das Matrifokal bezeichnet &#8222;ein real vorhandenes, naturgem\u00e4\u00dfes, dynamisches Habitat, das von Beginn des Menschseins als existenzsichernde Schutzsph\u00e4re f\u00fcr die M\u00fctter und ihren Nachwuchs fungierte. In der Regel bestehend aus konsanguinen Angeh\u00f6rigen beiderlei Geschlechts innerhalb der fr\u00fchen matrilinear und matrilokal sowie generations\u00fcbergreifend lebenden Menschengruppen. Was bedeutet: durch Geburt verwandte Menschen interagierten in ihrem Alltag in \u00fcberschaubaren mutterbasierten und geschwisterbezogenen F\u00fcrsorge-Gruppen, in denen in der Regel jedes Individuum von der Geburt bis zum Tod, integriert und geborgen lebte.&#8220; (Gogolin 2022)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-6\">6<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"6\">Das Matrifokal bezeichnet &#8222;<em>ein real vorhandenes, naturgem\u00e4\u00dfes, dynamisches Habitat, das von Beginn des Menschseins als <strong>existenzsichernde Schutzsph\u00e4re<\/strong> f\u00fcr die M\u00fctter und ihren Nachwuchs fungierte. In der Regel bestehend aus konsanguinen Angeh\u00f6rigen beiderlei Geschlechts innerhalb der fr\u00fchen <strong>matrilinear und matrilokal<\/strong> sowie <strong>generations\u00fcbergreifend<\/strong> lebenden Menschengruppen. Was bedeutet: durch Geburt verwandte Menschen interagierten in ihrem Alltag in \u00fcberschaubaren <strong>mutterbasierten<\/strong> und <strong>geschwisterbezogenen<\/strong> F\u00fcrsorge-Gruppen, in denen in der Regel <strong>jedes Individuum von der Geburt bis zum Tod, integriert und geborgen lebte<\/strong>.<\/em>&#8220; (Gogolin 2022)<\/span> sind daher vertrauensw\u00fcrdig, k\u00f6nnen aber nicht erhoben werden, weil nur unkontaktierte V\u00f6lker hierf\u00fcr in Frage kommen. Auch Neo-Matridurate<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-7\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"7\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Ich definiere das Matridurat als ein Matrifokal (vgl. Gogolin 2022), das vom Patriarchat umgeben und bedroht ist und sich erfolgreich, bewusst und resilient mit Regeln und\/oder mittels Verteidigung gegen die patriarchale Einverleibung sch\u00fctzt.\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-7\">7<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"7\">Ich definiere das Matridurat als ein Matrifokal (vgl. Gogolin 2022), das vom Patriarchat umgeben und bedroht ist und sich erfolgreich, bewusst und resilient mit Regeln und\/oder mittels Verteidigung gegen die patriarchale Einverleibung sch\u00fctzt.<\/span>, wie die Mosuo in S\u00fcdchina, haben eine patriarchale Vorgeschichte, sind also genetisch \u00fcberformt und existieren noch nicht lange genug, als dass die patriarchalen Zuchteffekte aus den Genen ausgemendelt w\u00e4ren.<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-8\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"8\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Uhlmann 2024\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-8\">8<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"8\">Vgl. Uhlmann 2024<\/span>\nIn Deutschland lebten nach Statista.com im Jahr 2023 8.463.400 Menschen, davon ungef\u00e4hr 42,9 Millionen Frauen und 41,8 Millionen M\u00e4nner. Das entspricht einem Verh\u00e4ltnis von 50,7% zu 49,3%. Das sind also, anders als in der Weltbev\u00f6lkerung, mehr Frauen als M\u00e4nner. Aber auch hier schwand bereits in den letzten Jahrzehnten der Frauenanteil durch die Migration von \u00fcberwiegend jungen M\u00e4nnern. Das bedeutet einerseits, dass das angeblich nat\u00fcrliche Geschlechterverh\u00e4ltnis von 50:50 falsch ist, eben das Patriarchat unber\u00fccksichtigt l\u00e4sst, und andererseits, dass Deutschland scheinbar weniger patriarchal ist als der Weltdurchschnitt, sich dies aber schon bald \u00e4ndern wird. <\/p>\n<h3 id=\"etwas_genetik\">Etwas Genetik<\/h3>\n<p>Vereinfachend wird seit dem letzten Jahrhundert von einen 50:50-Verh\u00e4ltnis ausgegangen, es sei die nat\u00fcrliche Verteilung. Diese Annahme passt ideologisch zur patriarchalen Grundannahme der Nat\u00fcrlichkeit der monogamen Ehe, dem Paar. In allen kleinen Urmenschen-Populationen jedoch muss es wesentlich mehr Frauen gegeben haben, denn es waren immer die M\u00fctter, Schwestern und Gro\u00dfm\u00fctter, die die im Vergleich zu anderen Arten sehr lange Kindheit begleiteten. In diesen Matrifokalen lebten auch die Br\u00fcder und Onkel der m\u00fctterlichen Linie, jedoch hatten sie biologisch gesehen eine Schutzfunktion nach au\u00dfen und stellten Kontakte zu anderen Matrifokalen her, um die Exogamie in matrilokaler Aus\u00fcbung zu f\u00f6rdern. Diese hohe Anzahl von Frauen muss &#8211; ebenso wie unser angeborenes matrifokales Sozialverhalten &#8211; in den urspr\u00fcnglichen Matrifokalen genetisch verankert gewesen sein, bevor das Patriarchat im wahrsten Sinne des Wortes zuschlug. Dazu passt ein neuer jungsteinzeitlicher Befund aus der Nekropole von Panor\u00eda (S\u00fcdspanien), wo doppelt so viele Frauen bestattet worden waren wie M\u00e4nner.<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-9\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"9\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. ScienceVega 2024\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-9\">9<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"9\">Vgl. ScienceVega 2024<\/span> Auch haben j\u00fcngst amerikanisch-chinesische Wissenschaftler ein Gen identifiziert, dass daf\u00fcr verantwortlich sein soll, dass in manchen Familien nur M\u00e4dchen geboren werden. &#8222;<em>Verursacht wird die m\u00e4dchenf\u00f6rdernde Mutation durch den Austausch nur einer einzigen Base im Code der DNA, wie das Team berichtet. Diese Punktmutation liegt in der N\u00e4he des Gens ADAMTS14. Gene aus der ADAMTS-Familie sind daf\u00fcr bekannt, an der Spermienbildung und Befruchtung beteiligt zu sein.<\/em>&#8222;<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-10\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"10\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Vgl. Song\/Zhang 2024\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-10\">10<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"10\">Vgl. Song\/Zhang 2024<\/span> Die Entdeckung soll in der Tierzucht erprobt werden, so dass mehr K\u00fche als Stiere geboren werden und mehr H\u00fchner als H\u00e4hne. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie auch beim Menschen Anwendung findet. Dann k\u00f6nnen wenige Potentaten noch zu ihren Lebzeiten zahllose Kinder mit den eigenen Genen mithilfe missbrauchter Frauenk\u00f6rper produzieren, ohne dass es eine Fabrik mit sog. k\u00fcnstlichen Geb\u00e4rm\u00fcttern braucht.<br \/>\nEine entsprechende Mutation, mit der Familien nur Jungen bekommen, wurde noch nicht gefunden. Gefunden wurden aber zwei weitere Mutationen, die eventuell auch an der Geschlechtsverteilung beteiligt sind. Es muss Phasen geben, in denen das heute seltene &#8222;M\u00e4dchen-Gen&#8220; geh\u00e4uft auftritt, sonst h\u00e4tte es sich nicht so lange gehalten. &#8222;<em>Umgekehrt nehmen in Phasen, in denen weniger Jungs zur Welt kommen, Mutationen zu, die f\u00fcr mehr m\u00e4nnliche Babys sorgen<\/em>\u201c, so die Mutma\u00dfung, die auf einer Beobachtung beruht.<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-11\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"11\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Krapp 2024\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-11\">11<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"11\">Krapp 2024<\/span> Anderenfalls k\u00e4me es nicht zu dem 50:50-Verh\u00e4ltnis. Diese Phasen-Theorie, entwickelt von dem britischen Evolutionstheoretiker Ronald Fisher (1890-1962)<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-12\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"12\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"In der Studie wird noch differenziert: &#8222;In most dioecious species, especially mammals, the population-level sex ratio (fraction of males) at birth, or PSR, is approximately 0.5, meaning that roughly equal numbers of males and females are born in a population. This parity is commonly explained by Fisher\u2019s principle, an idea that can be traced back to Charles Darwin, Carl D\u00fcsing and Ronald Fisher&#8222;. (Song\/Zhang 2024)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-12\">12<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"12\">In der Studie wird noch differenziert: &#8222;<em>In most dioecious species, especially mammals, the population-level sex ratio (fraction of males) at birth, or PSR, is approximately 0.5, meaning that roughly equal numbers of males and females are born in a population. This parity is commonly explained by Fisher\u2019s principle, an idea that can be traced back to Charles Darwin, Carl D\u00fcsing and Ronald Fisher<\/em>&#8222;. (Song\/Zhang 2024)<\/span>, korreliert mit dem Sinuskurvenmodell der Zukunfts- und Patriarchatsforscherin Riane Eisler, wonach im Patriarchat Zeiten starker Frauenfeindlichkeit Kriegen vorausgehen.<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-13\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"13\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Eisler 2005, S. 233\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-13\">13<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"13\">Eisler 2005, S. 233<\/span> Dass pl\u00f6tzlich mehr &#8222;Mutationen&#8220; f\u00fcr Jungen sorgen, muss erst noch bewiesen werden, klar ist schon jetzt, dass das patriarchale Zuchtprogramm k\u00fcnstlich eingreift.<\/p>\n<p>Nun, jedes Gen hat einmal als Mutation angefangen und setzte sich als Anpassung durch. Ich vermute, dass diese heute als Mutation gesehene Besonderheit, die auf dem Chromosom Nr. 9 liegt, urspr\u00fcnglich in vorpatriarchaler Zeit nicht die Ausnahme, sondern die Regel war, und zwar als Anpassung an die lange Kindheit. Das Patriarchat mit seiner Viehz\u00fcchtermentalit\u00e4t hat sie demnach einfach weggez\u00fcchtet, z.B. indem T\u00f6chter als minderwertig galten, die keine Br\u00fcder hatten. Damit w\u00fcrde sich heute die vorpatriarchale Genetik gelegentlich noch als vermeintliche Mutation zeigen.<br \/>\nDa viele Parameter, soziale und genetische, in das Geschlechterverh\u00e4ltnis einflie\u00dfen, ist es statistisch zwingend, dass sich die Unterschiede zwischen einzelnen Populationen verwischen, je gro\u00dfer die Bev\u00f6lkerungszahl wird. W\u00e4hrend Matrifokale stabil bleiben, solange keine Naturkatastrophe eintritt, f\u00fchren patriarchale Populationen immer zu <a href=\"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/en\/explosion-und-expansion-wie-vatermacht-die-welt-unterjocht\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">\u00dcberbev\u00f6lkerung<\/a> und kompensieren Katastrophen aller Art mitunter sehr schnell und effektiv, allerdings ist die Lebensqualit\u00e4t dann \u00fcberwiegend deutlich schlechter und <a href=\"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/en\/gewalt-garant-und-symptom-des-patriarchats\/\" target=\"_blank\">Gewalt<\/a> geh\u00f6rt zur Tagesordnung. Die Regel 50:50 ist also ein Effekt der patriarchalen \u00dcberbev\u00f6lkerung und der Wahrscheinlichkeitsrechnung, eine erstaunliche, mathematische Ann\u00e4herung an die Ideologie der Monogamie des Menschen. <\/p>\n<h3 id=\"konsequenzen\">Konsequenzen f\u00fcr die Frauenpolitik<\/h3>\n<p>Eine Zementierung des Geschlechterverh\u00e4ltnisses von 50:50 in der Politik wird uns, wie oben gezeigt, im wahrsten Sinne des Wortes nicht gerecht und f\u00f6rdert das Patriarchat. Der sich am Gerechtigkeitsgef\u00fchl orientierende Konsens h\u00e4tte mittelfristig fatale Folgen, w\u00fcrde sich der wachsenden M\u00e4nnerzahl anpassen und die Politik w\u00fcrde immer m\u00e4nnerlastiger und damit auch immer patriarchaler. Das bl\u00fcht uns Frauen, wenn die sogenannte Gerechtigkeit die Oberhand beh\u00e4lt, statt das Patriarchat an seiner Wurzel (lat. <em>radix<\/em>) zu packen, d.h. echten <strong>radikalen Feminismus<\/strong> zu betreiben.<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-14\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"14\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Eine gute Begriffserkl\u00e4rung liefert Broens 2022.\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-14\">14<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"14\">Eine gute Begriffserkl\u00e4rung liefert Broens 2022.<\/span>\nG\u00e4be es kein Patriarchat, d.h. k\u00f6nnten Frauen ihre evolution\u00e4re Female Choice frei aus\u00fcben, g\u00e4be es weltweit nicht nur keine \u00dcberbev\u00f6lkerung, sondern einen weit h\u00f6heren Frauenanteil als 50%. Das monogame Paar aus Mann und Frau ist das patriarchale Konstrukt, das den biologischen Vater als Herrscher installiert und den vereinzelten Mann mit Zuwendung, Geborgenheit und Angeh\u00f6rigkeit versorgt. Das Konstrukt ist nachweislich dysfunktional, wogegen eine Population mit h\u00f6herem Frauenanteil bzw. matrifokaler Lebensweise nachweislich stabil und in jeglicher Hinsicht gesund ist. Aus F\u00fcrsorge f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, um das Patriarchat zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, m\u00fcsste daher ein deutlich \u00fcber 50%-Anteil Frauen in der Politik gefordert werden. Die Frauenquote, gefordert von Politikerinnen, war zumindest ein Schritt in diese Richtung. Aber hat das auch eine bessere Politik hervorgebracht? Insbesondere die Parteien, die eine Frauenquote eingef\u00fchrt haben, sind inzwischen die Beweisf\u00fchrung angetreten. Die Koalitionen aus SPD, Gr\u00fcnen m\u00fcssten demnach eine f\u00fcr Frauen und damit auch f\u00fcr die gesamte Bev\u00f6lkerung entlastende Politik betreiben, und zwar nicht nur in Hinblick auf Teilhabe, sondern auf Finanzen, Gesundheit und Gewaltschutz. <\/p>\n<p>Das Private ist politisch; kein Satz des Feminismus ist so bedeutsam. Der Soziologe Ulrich Beck schrieb dazu: &#8222;<em>Dass auch die Verh\u00e4ltnisse hinter den Mauern der Privatsph\u00e4re nicht immer in den traditionellen Mustern von Ehe und Familie, M\u00e4nner- und Frauenrolle ablaufen m\u00fcssen, hatte der historisch Kundige geahnt, musste aber erst durch Enttraditionalisierungen in das Wissen, mehr noch: in die Entscheidung hineingeholt werden. Dem Gesetzgeber steht weder das Recht noch die M\u00f6glichkeit offen, hier hineinzuregieren. Die &#8218;Nebenregierung der Privatheit&#8216; kann die Verh\u00e4ltnisse des Zusammenlebens ohne Gesetzesvorlage und Beschlu\u00dffassung hier und jetzt ver\u00e4ndern und tut dies auch, wie die emporschnellenden, querliegenden, wechselnden Lebensverh\u00e4ltnisse verdeutlichen.<\/em>&#8222;<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-15\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"15\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Beck 1986, S. 369 f\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-15\">15<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"15\">Beck 1986, S. 369 f<\/span> Eine Politik, die das Private in Ruhe l\u00e4sst, ist also einerseits gut, denn so k\u00f6nnen sich Frauen das Patriarchat im Rahmen des ihnen M\u00f6glichen vom Halse halten, z.B. indem sie einfach keinen Mann ins Boot holen. Andererseits passieren gerade hinter verschlossenen T\u00fcren immer noch die schlimmsten Verbrechen an M\u00e4dchen und Frauen durch ihre Partner oder m\u00e4nnlichen Verwandten.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen heute sogar feststellen, dass das Private von der Politik mehr als je zuvor gesteuert wird, auch wenn lange die Forderung im Raum stand, dass die Politik sich herauszuhalten hat. Letzteres n\u00fctzt vor allem M\u00e4nnern, das haben Feministinnen schon der ersten Stunde angemahnt und seitdem forderten sie das Wahlrecht, das Recht zur Berufst\u00e4tigkeit, den Unterhalt f\u00fcr geschiedene Frauen, das Recht, ein Konto zu er\u00f6ffnen, die Abschaffung der Vergewaltigung in der Ehe und allgemeinen Gewaltschutz. Zwar \u00fcben die meisten Ministerien direkten Einfluss auf Frauenleben aus, aber im Ministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie dem Justizministerium wurden und werden die wesentlichen Gesetze gemacht. In diesen Ministerien wirkten in den letzten Jahrzehnten immer wieder Frauen und die Zahl der Ministerinnen war insgesamt noch nie so hoch wie in der Legislaturzeit der Ampelkoalition aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP. Es gab zwischenzeitlich sogar 4 Ministerpr\u00e4sidentinnen, <em>Manuela Schwesig<\/em> (MV) und <em>Anke Rehlinger<\/em> (Saarland, nach <em>Annegret Kramp-Karrenbauer<\/em>), <em>Franziska Giffey<\/em> (Berlin, reg. Oberb\u00fcrgermeisterin), wobei die vierte, <em>Malu Dreyer<\/em> (RlP) nach 11 Jahren zugunsten eines Mannes aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden zur\u00fccktrat. Die bislang einzige Bundeskanzlerin <em>Angela Merkel<\/em> trat nach 16 Jahren amtsm\u00fcde zur\u00fcck und wurde ebenfalls per Bundestagswahl durch einen Mann ersetzt. Mit der Bundestagswahl 2025 sitzt wieder ein Mann im Kanzleramt.<\/p>\n<p>Was macht weibliche Politik eigentlich aus? Die FDP-Politikerin und ehemalige Justizministerin <strong>Sabine Leutheusser-Schnarrenberger<\/strong> meint, &#8222;<em>Frauen h\u00e4tten m\u00f6glicherweise eine andere F\u00fchrungsweise als M\u00e4nner, pflegten einen gewissen Teamgedanken und das &#8218;Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Partizipation Vieler&#8216;. Aber nat\u00fcrlich wollten sie auch Macht aus\u00fcben und s\u00e4hen das eben nicht mehr als etwas Negatives, sondern als Gestaltungsm\u00f6glichkeit, die sie genau wie die M\u00e4nner nutzen wollten.<\/em>&#8222;<sup id=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-16\" class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--hover-on-desktop\" data-mfn=\"16\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000b1b0000000000000000_5808\"><a href=\"javascript:void(0)\"  title=\"Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. (K\u00f6hler 2018)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-16\">16<\/a><\/sup><span role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"16\">Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. (K\u00f6hler 2018)<\/span>\n<p>Und genau hier liegt das Problem, Frauen wollen einen Teil vom Kuchen, v\u00f6llig zurecht, aber es ist ein vergifteter Kuchen. Das f\u00fchrt letztlich zu einem Dilemma. Alle Frauen, die keine politische Macht haben, sind m\u00e4nnergesteuert, aber Frauen in der Politik sind es erst recht. Denn das Patriarchat bleibt ja bestehen, aber nun d\u00fcrfen sie andere Frauen mitbestimmen, jedoch immer im Rahmen der patriarchalen Vorgaben. Sonst k\u00e4men sie gar nicht an die Macht, w\u00fcrden in ihrer Parteilaufbahn von Parteifreunden und -genossen ausgebremst. Jede Frau, die mit viel feministischem Idealismus in eine Partei eingetreten ist, ist nach Jahren nicht wieder zu erkennen. Dass Frauen jetzt Politik gegen Frauen machen, geh\u00f6rt nun untrennbar dazu. Frauen haben also mit der Emanzipation das Recht bekommen, Frauen zu verraten, und ihr Spielraum, f\u00fcr Frauen etwas zu verbessern, ist beinahe ungebrochen gering. <a href=\"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Gabriele-Uhlmann_Frauen-in-der-Politik-Eine-zielorientierte-Nestbeschmutzung.pdf\">26 brisante Seiten WEITERLESEN als PDF<\/a><\/p>\n<h2 id=\"literatur\">LITERATUR<\/h2>\n<ul id=\"liste2\">\n<li>Beck, Ulrich: Risikogesellschaft \u2013 Auf dem Weg in eine andere Moderne.  Frankfurt a. M. 1986. 23. Auflage. 2016<\/li>\n<li>Broens, Selena: Radfem. Norderstedt 2022<\/li>\n<li>DER SPIEGEL 7\/94: Lila Frevel. Niedersachsens gr\u00fcne Frauenministerin Waltraud<br \/>\nSchoppe wird von der eigenen Partei demontiert. Online-Ressource vom 13.02.1994 auf <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/lila-frevel-a-369a7cc7-0002-0001-0000-000013684359\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/lila-frevel-a-369a7cc7-0002-0001-0000-000013684359<\/a><\/li>\n<li>Divale, William Tulio: Systemic Population Control in the Middle and Upper Palaeolithic: Inferences Based on Contemporary Hunter-Gatherers. In: World Archaelogy, 1972, 4, S. 222\u2013243<\/li>\n<li>Eberhard, Anne: Das Verbot der Leihmutterschaft ist \u00fcberholt. Aus: DER SPIEGEL online vom 23.10.2024. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/das-verbot-der-leihmutterschaft-ist-ueberholt-a-bb3d7cc1-cbec-45dd-9896-1905fb0674c3\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/das-verbot-der-leihmutterschaft-ist-ueberholt-a-bb3d7cc1-cbec-45dd-9896-1905fb0674c3<\/a><\/li>\n<li>Eisler, Riane: Kelch und Schwert. Unsere Geschichte, unsere Zukunft. Weibliches und m\u00e4nnliches Prinzip in der Geschichte. Freiamt 2005. Am. Originalausgabe 1987<\/li>\n<li>EMMA online vom 25.10.2024: \u201eSexist Man Alive 2024\u201c geht an Strack-Zimmermann. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/www.emma.de\/artikel\/sexist-man-alive-2024-geht-strack-zimmermann-341357\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.emma.de\/artikel\/sexist-man-alive-2024-geht-strack-zimmermann-341357<\/a>. Printausgabe EMMA 11-12-2024, S. 98 f<\/li>\n<li>Gersemann, Katja: Was bleibt am Ende von Annegret Kramp-Karrenbauer? Aus: Deutscher BundeswehrVerband e.V. online vom 04.01.2022 auf <a href=\"https:\/\/www.dbwv.de\/aktuelle-themen\/blickpunkt\/beitrag\/was-bleibt-am-ende-von-annegret-kramp-karrenbauer\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.dbwv.de\/aktuelle-themen\/blickpunkt\/beitrag\/was-bleibt-am-ende-von-annegret-kramp-karrenbauer<\/a><\/li>\n<li>Gogolin 2019-2024: Gogolin, Stephanie: Das patriarchale Stockholmsyndrom Teil I-IV. Online-Ressourcen auf <a href=\"https:\/\/marthastochter.wordpress.com\/2019\/09\/06\/das-patriarchale-stockholm-syndrom\/\" target=\"_blank\">https:\/\/marthastochter.wordpress.com\/2019\/09\/06\/das-patriarchale-stockholm-syndrom\/<\/a>vom 06.09.2019-09.07.2024<\/li>\n<li>Gogolin 2022: Gogolin, Stephanie: Das Matrifokal \u2013 die menschenartgerechte F\u00fcrsorgegemeinschaft. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/marthastochter.wordpress.com\/2022\/05\/05\/das-matrifokal-die-menschenart-gerechte-fursorgegemeinschaft\/\" target=\"_blank\">https:\/\/marthastochter.wordpress.com\/2022\/05\/05\/das-matrifokal-die-menschenart-gerechte-fursorgegemeinschaft\/<\/a><\/li>\n<li>Hauck, M.: Justizministerin k\u00fcndigt Reform an Unterhaltsrecht: M\u00fcssen V\u00e4ter bald weniger zahlen? Aus: VAMV vom 21.11.2019. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/vamv-bw.de\/justizministerin-kuendigt-reform-an-unterhaltsrecht-muessen-vaeter-bald-weniger-zahlen\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/vamv-bw.de\/justizministerin-kuendigt-reform-an-unterhaltsrecht-muessen-vaeter-bald-weniger-zahlen\/<\/a><\/li>\n<li>Hitzler, Ronald: \u201cRisiko: Eine \u00f6ffentliche Inszenierung &#8211; im Rekurs auf Ulrich Beck.\u201c In: Sozialwissenschaftliche Informationen, 21(2), S. 102-109.<br \/>\nOnline-Ressource auf <a href=\"https:\/\/nbn-resolving.org\/urn:nbn:de:0168-ssoar-54540\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/nbn-resolving.org\/urn:nbn:de:0168-ssoar-54540<\/a> abgerufen am 25.10.2024<\/li>\n<li>Ismar, Georg: Lambrechts Silvesterbotschaft: ein Video mit Knalleffekt. Aus: SZ online vom 02.01.2022. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/lambrecht-video-silvester-verteidigungsministerin-knalleffekt-1.5725689\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/lambrecht-video-silvester-verteidigungsministerin-knalleffekt-1.5725689<\/a><\/li>\n<li>Kelek, Necla: Aydan \u00d6zu\u011fuz: Es ist nicht neu&#8230; . In: EMMA Online vom 22.02.2017. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/www.emma.de\/artikel\/ministerin-aydan-oezuguz-entlarvt-334201\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.emma.de\/artikel\/ministerin-aydan-oezuguz-entlarvt-334201<\/a>, akt. 21.10.2024<\/li>\n<li>Kern, Tom: Wie viel Geld braucht die Liebe? In: Spektrum Online vom 03.04.2025. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/partnerschaft-wie-viel-geld-braucht-die-liebe\/2257115\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.spektrum.de\/news\/partnerschaft-wie-viel-geld-braucht-die-liebe\/2257115<\/a><\/li>\n<li>K\u00f6hler, Michael: Frauen in der Politik &#8222;Wir erleben deutliche Angriffe auf die Gleichberechtigung&#8220;. DLF vom 11.11.2018. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frauen-in-der-politik-wir-erleben-deutliche-angriffe-auf-100.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frauen-in-der-politik-wir-erleben-deutliche-angriffe-auf-100.html<\/a><\/li>\n<li>Krapp, Claudia: Warum manche Familien nur T\u00f6chter haben &#8211; Neu entdeckte genetische Mutation erh\u00f6ht die Chance auf eine Tochter. Aus: Scinexx vom 22. Oktober 2024. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/warum-manche-familien-nur-toechter-haben\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.scinexx.de\/news\/biowissen\/warum-manche-familien-nur-toechter-haben\/<\/a><\/li>\n<li>Kr\u00f6ning, Anna: Innenministerium verliert vor Gericht gegen Reichelt-Portal. Aus: Welt online vom 21.10.2024. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article254116956\/Bundesinnenministerium-verliert-vor-Gericht-gegen-Reichelt-Portal.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article254116956\/Bundesinnenministerium-verliert-vor-Gericht-gegen-Reichelt-Portal.html<\/a><\/li>\n<li>Louis, Chantal: Warum M\u00e4dchen verzweifeln. Aus: EMMA online vom 23.09.2024. Auf: <a href=\"https:\/\/www.emma.de\/artikel\/jugend-generation-angst-341211\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.emma.de\/artikel\/jugend-generation-angst-341211<\/a><\/li>\n<li>Mae\u00dfe, Jens: Die vielen Stimmen des Bologna-Prozesses. Zur diskursiven Logik eines bildungspolitischen Programms. Bielefeld 2010<\/li>\n<li>MIA e.V. 2018: Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/die-mias.de\/blog\/2018\/05\/06\/die-schrittweise-abschaffung-der-freiheit\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/die-mias.de\/blog\/2018\/05\/06\/die-schrittweise-abschaffung-der-freiheit\/<\/a> abgerufen am 25.10.2024<\/li>\n<li>Neuerer, Dietmar; Delhaes, Daniel: Seehofer gibt Merkel Schuld an &#8222;gef\u00e4hrlichem Aufbl\u00fchen der AfD&#8220;. Aus: Handelsblatt online vom 25.09.2024. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/afd-aufstieg-seehofer-gibt-merkel-schuld-an-gefaehrlichem-aufbluehen-der-afd\/100072938.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/afd-aufstieg-seehofer-gibt-merkel-schuld-an-gefaehrlichem-aufbluehen-der-afd\/100072938.html<\/a><\/li>\n<li>NWVZ 1885: Neue westf\u00e4lische Volks-Zeitung 9 (15.3.1885) 63, Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/zeitpunkt.nrw\/ulbms\/date\/day\/2245579?d=1885-03-15\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/zeitpunkt.nrw\/ulbms\/date\/day\/2245579?d=1885-03-15<\/a><\/li>\n<li>Schindler, Frederik: FDP will Legalisierung. Organspende erlaubt, Leihmutterschaft nicht \u2013 &#8222;Eklatanter Widerspruch&#8220;. Aus: Welt online vom 06.04.2021. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article228964093\/FDP-zu-Leihmutterschaft-Frauen-muessen-das-Recht-dazu-haben.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article228964093\/FDP-zu-Leihmutterschaft-Frauen-muessen-das-Recht-dazu-haben.html<\/a><\/li>\n<li>Schneider, Reto U.: Die k\u00fcnstliche Geb\u00e4rmutter soll Fr\u00fchgeborene retten. Sie k\u00f6nnte ver\u00e4ndern, wie wir auf die Welt kommen. Aus: NZZ online vom 28.04.2023. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/folio\/die-kuenstliche-gebaermutter-soll-fruehgeborene-retten-sie-koennte-veraendern-wie-wir-auf-die-welt-kommen-ld.1734460\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.nzz.ch\/folio\/die-kuenstliche-gebaermutter-soll-fruehgeborene-retten-sie-koennte-veraendern-wie-wir-auf-die-welt-kommen-ld.1734460<\/a><\/li>\n<li>ScienceVega 2024: Twice as many women buried in Panor\u00eda necropolis. Online-Ressource vom 30.9.2024 auf <a href=\"https:\/\/sciencevega.com\/social-sciences-and-humanities\/twice-as-many-women-buried-in-panoria-necropolis\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/sciencevega.com\/social-sciences-and-humanities\/twice-as-many-women-buried-in-panoria-necropolis\/<\/a><\/li>\n<li>Song, Siliang; Zhang, Jianzhi: In search of the genetic variants of human sex ratio at birth: was Fisher wrong about sex ratio evolution? Proc. R. Soc. B.29120241876 Online-Ressource auf: <a href=\"http:\/\/doi.org\/10.1098\/rspb.2024.1876\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">http:\/\/doi.org\/10.1098\/rspb.2024.1876<\/a><\/li>\n<li>Uhlmann, Gabriele: Zum 25-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des gr\u00fcnen M\u00fcttermanifestes. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/braunschweig-spiegel.de\/zum-25-jaehrigen-jubilaeum-des-gruenen-muettermanifestes\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/braunschweig-spiegel.de\/zum-25-jaehrigen-jubilaeum-des-gruenen-muettermanifestes\/<\/a> vom 16.10.2011<\/li>\n<li>Uhlmann, Gabriele: Arch\u00e4ologie und Macht, Norderstedt 2012<\/li>\n<li>Uhlmann, Gabriele: Female Choice \u2013 unser unbekanntes Menschenrecht. Online-Ressource von 2015 auf <a href=\"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/en\/female-choice\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/female-choice<\/a><\/li>\n<li>&#8211;\tUhlmann, Gabriele: Nazikeule Mutterkult \u2013 Wie mit Halbwissen M\u00fctter mundtot gemacht werden und was dagegen hilft. 20.04.2017. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/wahrscheinkontrolle.wordpress.com\/2017\/03\/20\/nazikeule-mutterkult-wie-mit-halbwissen-muetter-mundtot-gemacht-werden-und-was-dagegen-hilft\/\" target=\"_blank\">https:\/\/wahrscheinkontrolle.wordpress.com\/2017\/03\/20\/nazikeule-mutterkult-wie-mit-halbwissen-muetter-mundtot-gemacht-werden-und-was-dagegen-hilft\/<\/a><\/li>\n<li>Uhlmann, Gabriele: Pechmarie \u2013 Warum wir die Faulheit der M\u00e4dchen zum \u00dcberleben brauchen. 14.12.12017. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/wahrscheinkontrolle.wordpress.com\/2017\/12\/14\/pechmarie-warum-wir-die-faulheit-der-maedchen-zum-ueberleben-brauchen\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/wahrscheinkontrolle.wordpress.com\/2017\/12\/14\/pechmarie-warum-wir-die-faulheit-der-maedchen-zum-ueberleben-brauchen\/<\/a><\/li>\n<li>Uhlmann, Gabriele: Frauen \u2013 woher nehmen, wenn nicht stehlen? \u00dcber Frauenraub und seine historischen Grundlagen. Vortrag, gehalten am 3.11.2018 an der Freien Universit\u00e4t Berlin im Rahmen der Tagung \u201eFrauenraub \u2013 Interdisziplin\u00e4re Tagung zum Frauenraub im Altertum\u201c vom 2.-3-11.2018. Online-Ressource mit Aktualisierungen auf <a href=\"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/en\/frauen-woher-nehmen-wenn-nicht-stehlen\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/frauen-woher-nehmen-wenn-nicht-stehlen<\/a><\/li>\n<li>Uhlmann, Gabriele: 2030 \u2013 Die sog. K\u00fcnstliche Geb\u00e4rmutter. Online-Ressource auf <a href=\"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/en\/die-sog-kuenstliche-gebaermutter\/?tab=Bevoelkerungspolitik-und-Menschenproduktion\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/die-sog-kuenstliche-gebaermutter?tab=Bevoelkerungspolitik-und-Menschenproduktion<\/a> vom 09.06.2021<\/li>\n<li>Uhlmann, Gabriele: Vom Matrifokal zum Matridurat \u2013 Der Unterschied zwischen freiem Leben und dem \u00dcberleben im Patriarchat. Online-Ressource vom 30.05.2024 auf <a href=\"https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/en\/vom-matrifokal-zum-matridurat-der-unterschied-zwischen-freiem-leben-und-dem-ueberleben-im-patriarchat-auszuege-aus-dem-gleichnamigen-buchprojekt\/\" target=\"_blank\">https:\/\/blog.gabriele-uhlmann.de\/vom-matrifokal-zum-matridurat-der-unterschied-zwischen-freiem-leben-und-dem-ueberleben-im-patriarchat-auszuege-aus-dem-gleichnamigen-buchprojekt<\/a><\/li>\n<li>Welt 2021: &#8222;Islamismus ist keine Diskriminierung, das ist eine Terrororganisation, wenn Sie so wollen&#8220;. Online-Ressource: Welt Online vom 30.07.2021 <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article232824151\/Saskia-Esken-Islamismus-ist-keine-Diskriminierung.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article232824151\/Saskia-Esken-Islamismus-ist-keine-Diskriminierung.html<\/a><\/li>\n<li>Welt 2024: &#8222;Eine der schlimmsten Folgen von Merkels Kurs ist das gef\u00e4hrliche Aufbl\u00fchen der AfD&#8220;. Online-Ressource: Welt Online vom 25.09.2024. <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article253688568\/Seehofer-fordert-Merkel-zur-Selbstkritik-beim-Thema-Migration-auf.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article253688568\/Seehofer-fordert-Merkel-zur-Selbstkritik-beim-Thema-Migration-auf.html<\/a><\/li>\n<li>Zeit 2016: Minister will M\u00fctter zur Auskunft \u00fcber leiblichen Vater verpflichten. Aus: Zeit online vom 29.08.2016 auf <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-08\/heiko-maas-kuckuckskinder-mutter-sexualpartner-auskunftspflicht\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-08\/heiko-maas-kuckuckskinder-mutter-sexualpartner-auskunftspflicht<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"modern-footnotes-list modern-footnotes-list--show-only-for-print\"><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-1\"><span>1<\/span><div>Gertrude Guillaume-Schack (1845-1903), geb. Schack von Wittenau, war eine Aktivistin der zweiten Internationale, Frauenrechtlerin und Gr\u00fcnderin des Deutschen Kulturbundes. <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-1\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 1 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-2\"><span>2<\/span><div>NWVZ vom 15.3.1885, S. 2 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-2\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 2 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-3\"><span>3<\/span><div>Privater Feminismus ist sicherlich so alt wie das Patriarchat. In der Franz\u00f6sischen Revolution entwickelte sich erstmals eine Bewegung. <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-3\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 3 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-4\"><span>4<\/span><div>Diese Zahlen erhob der amerikanische Ethnologe William Tulio Divale 1972 bei sog. Naturv\u00f6lkern. Obwohl sie Populationen betreffen, die keine offene Manipulation der Reproduktion vornehmen, handelte es sich dennoch um V\u00f6lker, in denen Ehen geschlossen werden, also patriarchalisierte V\u00f6lker. Divale hatte die Prinzipien von Matrilinearit\u00e4t und Patrilinearit\u00e4t und deren Zustandekommen nicht durchstiegen, wie ich es bereits an anderer Stelle (Uhlmann 2012) ausgef\u00fchrt habe. Die Zahlen k\u00f6nnen damit nicht den Anspruch erheben, das nat\u00fcrliche sekund\u00e4re Geschlechterverh\u00e4ltnis der Spezies Homo Sapiens widerzuspiegeln. <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-4\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 4 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-5\"><span>5<\/span><div>Sexuelle Selektion nach Darwin: vollst\u00e4ndig freie Wahl des Sexualpartners durch die Weibchen. Siehe verlinkter Text. <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-5\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 5 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-6\"><span>6<\/span><div>Das Matrifokal bezeichnet &#8222;<em>ein real vorhandenes, naturgem\u00e4\u00dfes, dynamisches Habitat, das von Beginn des Menschseins als <strong>existenzsichernde Schutzsph\u00e4re<\/strong> f\u00fcr die M\u00fctter und ihren Nachwuchs fungierte. In der Regel bestehend aus konsanguinen Angeh\u00f6rigen beiderlei Geschlechts innerhalb der fr\u00fchen <strong>matrilinear und matrilokal<\/strong> sowie <strong>generations\u00fcbergreifend<\/strong> lebenden Menschengruppen. Was bedeutet: durch Geburt verwandte Menschen interagierten in ihrem Alltag in \u00fcberschaubaren <strong>mutterbasierten<\/strong> und <strong>geschwisterbezogenen<\/strong> F\u00fcrsorge-Gruppen, in denen in der Regel <strong>jedes Individuum von der Geburt bis zum Tod, integriert und geborgen lebte<\/strong>.<\/em>&#8220; (Gogolin 2022) <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-6\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 6 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-7\"><span>7<\/span><div>Ich definiere das Matridurat als ein Matrifokal (vgl. Gogolin 2022), das vom Patriarchat umgeben und bedroht ist und sich erfolgreich, bewusst und resilient mit Regeln und\/oder mittels Verteidigung gegen die patriarchale Einverleibung sch\u00fctzt. <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-7\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 7 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-8\"><span>8<\/span><div>Vgl. Uhlmann 2024 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-8\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 8 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-9\"><span>9<\/span><div>Vgl. ScienceVega 2024 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-9\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 9 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-10\"><span>10<\/span><div>Vgl. Song\/Zhang 2024 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-10\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 10 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-11\"><span>11<\/span><div>Krapp 2024 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-11\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 11 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-12\"><span>12<\/span><div>In der Studie wird noch differenziert: &#8222;<em>In most dioecious species, especially mammals, the population-level sex ratio (fraction of males) at birth, or PSR, is approximately 0.5, meaning that roughly equal numbers of males and females are born in a population. This parity is commonly explained by Fisher\u2019s principle, an idea that can be traced back to Charles Darwin, Carl D\u00fcsing and Ronald Fisher<\/em>&#8222;. (Song\/Zhang 2024) <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-12\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 12 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-13\"><span>13<\/span><div>Eisler 2005, S. 233 <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-13\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 13 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-14\"><span>14<\/span><div>Eine gute Begriffserkl\u00e4rung liefert Broens 2022. <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-14\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 14 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-15\"><span>15<\/span><div>Beck 1986, S. 369 f <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-15\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 15 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><li id=\"footnote-0000000000000b1b0000000000000000_5808-16\"><span>16<\/span><div>Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. (K\u00f6hler 2018) <a href=\"#mfn-content-0000000000000b1b0000000000000000_5808-16\" class=\"modern-footnotes-scroll-to-footnote\" aria-label=\"Back to reference 16 in text\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Bild: Gertrude Guillaume-Schack (1845-1903) Gemeinfrei &#8222;&#8230; Frau Guillaume Schack hielt im Arbeiterinnen-Verein vor etwa 300 Frauen und mehreren M\u00e4nnern, darunter sozialdemokratische Abgeordnete, einen Vortrag, in dem sie die Notwendigkeit&#8230;<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":5867,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[608,71,76,77,79,515,93,89,678,102],"tags":[686,691,696,694,699,697,182,679,682,683,681,687,693,692,680,685,695,684,690,688,689],"class_list":["post-5808","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-analysen-und-studien","category-diktatur","category-familie","category-frau","category-gender-studies","category-interdisziplinaere-patriarchatsforschung","category-miteinander-leben","category-muetterpolitik","category-politik","category-studie","tag-berufstaetigkeit-der-frau","tag-bundestagswahl","tag-cdu","tag-die-gruenen","tag-die-linke","tag-fdp","tag-feminismus","tag-frauen-in-der-politik","tag-frauenquote","tag-gender","tag-gleichstellung","tag-intersektionaler-feminismus","tag-kommunalwahl","tag-landtagswahl","tag-paritaet","tag-selbstbestimmungsgesetz","tag-spd","tag-transideologie","tag-wahlen","tag-woke","tag-wokeism"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Frauen in der Politik? 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