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Apokalyptische Reiter reloaded – Warum Kulturen immer wieder untergehen und was das für die Gesellschaft bedeutet

By 8. Juli 2024Juli 9th, 2024No Comments

Im Bild: Die vier Reiter der Apokalypse (Beatus-von-Osma-Codex, 11. Jahrhundert) von Martinus (Scribe-Petrus) – Archives de la Cathédrale, Gemeinfrei

Gesellschaftlicher Zerfall als Phänomen

Die Archäologie beobachtet schon seit Langem, dass sich in Europa ab einem gewissen Zeitpunkt in der Jungsteinzeit immer neue Kulturen quasi die Klinke in die Hand gaben. Kaum war eine neue Kultur entstanden, verschwand sie auch schon wieder. Bandkeramik, Hinkelstein Kultur, Groß Gartacher Kultur, Rössener Kultur, Michelsberger Kultur etc., sie alle entstanden und verschwanden in Zeitrahmen von nur wenigen hundert Jahren. Wo die Menschen geblieben sind, war lange ein Rätsel und Gegenstand von Spekulationen, bis die Genetik zeigen konnte, dass manche Kulturen tatsächlich spurlos verschwanden, andere dagegen in neuen Kulturen aufgingen, also assimiliert wurden.

Der Kultur-Begriff muss dabei kurz erklärt werden. Mit z. B. der Rössener Kultur ist eine prähistorische Gemeinschaft gemeint, die eine für sie typische materielle Ausprägung zeigt. So angewendet dient der Kultur-Begriff lediglich zur Unterscheidung von Gemeinschaften über Raum und Zeit, sagt aber noch nichts über das Wesen ihrer Sozialordnungen aus. Im Folgenden gebrauche ich den schwer definierbaren Kultur-Begriff – um den Rahmen nicht zu sprengen – als die Gesamtheit des tradierten Schaffens, Erfindens, Denkens und Verhaltens.
Im medialen Sprachgebrauch wird eher nicht vom Zusammenbruch von Kulturen gesprochen, sondern von Gesellschaften, womit meist Vorstellungen von Gesellschaft verbunden sind, wie wir sie leben. Der „Untergang der Gesellschaft“ ist zudem ein Schreckgespenst, das gerne an die Wand gemalt wird. Daher müssen wir uns dieses Wort ebenfalls genauer ansehen. Eine Gesellschaft ist entgegen dem Sprachgebrauch keine natürliche Sozialordnung, sondern immer von Männern gewaltsam hergestellt und aufrechterhalten. Dabei haben sie eine spezifische Kultur hervorgebracht, die nur im Patriarchat denkbar ist. Deshalb ist die Gewalt untrennbarer Teil der patriarchalen Kultur, die eine Andro-Kultur1Der Begriff „Andro-Kultur“ von Stephanie Gogolin beschreibt die männlich inszenierte und dominierte Kultur des Patriarchats. Sie beinhaltet Gewalt und Experimente, die massiv in die Natur eingreifen. ist. Einer Gesellschaft wird ihre Beschreibung allein über materielle Güter nicht mehr gerecht. In jeden Gegenstand kann nun potentiell auch eine höhere Bedeutung hineininterpretiert werden. Bis heute wird Gewalt und Gewaltverhalten kultiviert, was sich meist auch an den Gütern spiegelt. Kriegswaffenfunde bei einer archäologischen Grabung müssen in patriarchale Zeit datiert werden, wobei der regionale Ursprung der Waffe wie bei jedem anderen Einzelfund genauer untersucht werden muss. Bei z.B. dem Fund eines harmlosen Plastikeimers können wir darüber nachdenken, was alles geschehen musste, bis die Kultur in der Lage war, ihn herzustellen. Entsprechend muss hier auch mit einer immateriellen Gewalt-Kultur gerechnet werden. Findet sich aber ein solcher Eimer in einem bis dahin unkontaktierten Volk, muss das kein Beweis für eine Gewalt-Kultur sein.
Das globale Patriarchat, auch „die Gesellschaft“ genannt, setzt sich aus vielen Einzel-Gesellschaften zusammen, die auf Stämme mit Stammvätern zurückgehen, und die jede für sich zerfallen kann, ohne dass das Patriarchat bedroht wäre. Solange irgendwo Patriarchat, sprich ein „böser Nachbar“ zu finden ist, werden Gesellschaften zerfallen und neu entstehen, weil das Patriarchat aufgrund seiner Überbevölkerung expansiv ist und jeden verwaisten Landstrich wiederbesetzt, allen Überlebenden eine neue Herrschaft überstülpt. Dabei verändert sich die materielle Kultur und die Regierung wechselt, aber aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit werden die Menschen schnell wieder zur Normalität zurückfinden. Dafür arbeitet wiederum ihr privates Patriarchat, denn es gilt: Das Private ist das Politische. Daher ist das Szenario eines Untergangs der Gesellschaft ein Phantom, solange nicht die Gemeinschaft der Unterdrückten dieser Welt erkennt, dass ihre private Lebensweise das Problem ist.
Zerfällt eine bestimmte Gesellschaft, zerfällt auch ihre Kultur, und ohne die Kulturträger, die Menschen, ist alles nur noch ein archäologischer Fund. Es ist aber auch umgekehrt so, dass der Zusammenbruch einer Kultur sofort den Zusammenbruch einer Einzel-Gesellschaft nach sich zieht, die sie hervorgebracht hat, weil eine bestimmte Gesellschaft auch eine bestimmte Kultur mit einer entsprechenden Ideologie braucht, ohne die sich ihre Mitglieder in schwere Auseinandersetzungen verwickeln. Je mehr kulturelle Optionen vorhanden sind, desto größer auch die Meinungsvielfalt, die ohne sanktionierte Debattenkultur oder Unterdrückung anderer Meinungen zum Bürgerkrieg führt. Gemeint ist eigentlich immer die Frage, wie wir ein gutes Leben hinkriegen, und da unterscheiden sich im Patriarchat insbesondere Männer und Frauen fundamental. Auch Männer können sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen, dann aber geht es den Frauen noch schlechter. Die gewaltgeprägte Andro-Kultur ist der Kitt, der eine Gesellschaft zusammenhält, so paradox das klingt. Daher wird es trotz aller gutgemeinter Appelle kein Patriarchat ohne Gewalt gegen Frauen geben.
Der Zusammenbruch „der Gesellschaft“ ist daher genaugenommen eine Befreiung vom Patriarchat, jedoch nur wenn dabei auch das Patriarchat aus den Köpfen verschwindet. Eine vorherige Aufklärungsbewegung erweist sich dann überlebenswichtig für die gesamte Menschheit, die Idee muss schon irgendwo in petto sein. Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, ist die Gesellschaft immer ein patriarchales, also auch hierarchisches System. Eine Andro-Kultur bringt daher auch Güter hervor, die diese Hierarchie (übersetzt „heilige Herrschaft“) nicht nur ausdrücken, sondern ihr huldigen bzw. als heilsbringend verklären. In einer akut zu zerfallen drohenden Gesellschaft wird stets auch der Ruf nach einem Heilsbringer laut. Personenkult und die Radikalisierung der religiösen Weltanschauung oder gar die Entstehung von Ersatz-Religion gehören dazu. Beide, eine Gesellschaft und ihre Andro-Kultur bedingen sich gegenseitig. Die Frage ist, ob sie aufgrund interner Probleme quasi implodiert ist, oder ob sie durch Angreifer zerstört wird.

Dagegen braucht unser angeborenes Sozialverhalten, die Matrifokalität, keinen kulturellen Kitt, sondern ist egalitär und friedlich und bringt Kulturtechniken hervor, die das Leben erleichtern und den Nachwuchs in jeder Hinsicht fördern und erhalten, weshalb sie an die nächste Generation weitergegeben werden. Daher müssen z.B. über einen langen Zeitraum gleichartige Gefäße oder Werkzeuge nicht bedeuten, dass ihre Ausformung die gelebte Identität der Menschen ausdrückt, sondern können auch einfach bedeuten, dass der Gegenstand optimiert war. Selbst grafische Muster können sich ohne höheren Sinn so über einen langen Zeitraum wiederholen. Ähnlich wie die Sprache verändern sich die Dinge dennoch, weil kein Mensch immer alles genau so machen kann wie ein Vorfahr. Die sich wandelnden naturräumlichen Bedingungen beeinflussen ebenfalls quasi evolutionär die Ausgestaltung von Gegenständen. Im Matrifokal wird der Wandel nicht forciert oder nur herbeigesehnt, sondern er passiert und die Menschen passen sich unbewusst an. Entsprechend verändert sich auch Erinnerung und ihre erzählte Geschichte. Die Sozialordnung des Matrifokals ist äußerst stabil und sie war über 3 Millionen Jahre Menschheitsentwicklung die optimale Lebensweise. Sie ist von innen nicht bedroht, solange sich die Menschen nicht blindlings von einer Technologie abhängig machen, die konstante naturräumliche Bedingungen voraussetzt.

Die Gewalt als Voraussetzung von Gesellschaft und Andro-Kultur

Jede Gesellschaft wird von archäologisch oder gegenwärtig unsichtbarer Gewalt zusammengehalten: von Ideologie und entsprechender häuslicher Gewalt, deren Existenz nur durch empirischen Vergleich rückgeschlossen werden kann. Das Patriarchat baut auf Gewalt gegen seine eigenen Mitglieder, zuerst gegen die Frauen, auf, es ist der sprichwörtliche falsche Film.
Innerhalb eines Patriarchats sind nicht alle gleich, insbesondere werden die Frauen, die durchaus Raum gewinnen können, wenn sie sich zusammentun oder Einfluss haben und Forderungen stellen, immer wieder mehr oder weniger subtil auf ihre Plätze verwiesen. Dann haben wir es mit einem sogenannten Backlash (engl. für „Rückschlag“). Die Zukunftsforscherin Riane Eisler hat erkannt, dass jedem Krieg eine Welle der Frauenfeindlichkeit vorausging.2Vgl. Eisler 2005, S. 230 ff In den Nachkriegsjahrzehnten kommen die Menschen zur Besinnung, und erkennen, dass ein Krieg niemals die Lösung aller Probleme ist, um – zu vorgerückter Stunde – wieder zur patriarchalen Tagesordnung zurückzukehren. Der nächste Krieg ist damit vorprogrammiert.
Zur inneren Gewalt einer Gesellschaft tritt, wenn sie nicht bald zur Auslöschung führt, immer wieder auch äußere Gewalt durch benachbarte Gesellschaften hinzu, die zweierlei Wirkungen auf die bedrohte Gesellschaft haben kann. Einerseits kann ein gemeinsamer Feind, ein Angreifer, zusammenschweißen, andererseits können sich zwei Lager bilden, von denen sich das eine tendenziell unterwerfen will, während das andere versucht, sich zu wehren, wenn alle Diplomatie zu versagen droht, mit oder ohne Erfolg. Despoten setzen gerne auf die Propaganda des Zusammenhalts, während Demokratien dazu neigen, sich darüber zu zerstreiten, wovon dann die innere Gewalt angeheizt wird. So kann ein Feind allein durch seine Drohungen eine Gesellschaft von innen zermürben. Wir erleben das gerade. Die Spirale der Gewalt, die durch gleich starke, verfeindete Gesellschaften angekurbelt wird, schweißt auch Demokratien im Innern eher zusammen, es sei denn eine starke Gruppe mahnt zum Abrüsten und löst damit eine Debatte aus.

Eine Gesellschaft ist zwar nicht angelegt, um zu zerfallen, ganz im Gegenteil, aber sie kann nur so angelegt werden, dass sie zerfallen muss, früher oder später, weil gleich drei Faktoren gegen sie arbeiten: unser matrifokales Erbe, die innere Gewalt und die feindlichen Gesellschaften. Aus der Arbeit gegen den Zerfall ziehen im Übrigen wenige Privilegierte innerhalb der Gesellschaft Profit, nicht nur Politiker und Konzerne, sondern auch Kirchenfürsten und Militärs. Honig wird schon allein aus der Warnung vor dem Untergang gesaugt, wobei völlig andere Ziele durchgesetzt werden sollen.
Der endgültige Niedergang einer Gesellschaft ist immer mit vielen Toten verbunden, denn große patriarchalisierte Menschengruppen ringen gegeneinander ums Überleben, statt zu kooperieren. Das gefürchtete Chaos, das Faustrecht bricht aus. Aber es ist äußerst selten, dass niemand übrigbleibt. Die Überlebenden werden in der Regel ihre Andro-Kultur zu restaurieren versuchen. Es braucht aber schon ein starkes ideologisches Umdenken, um etwas Neues zu probieren, um nicht wieder an denselben Fehlern unterzugehen. Der Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg ist dafür ein Beispiel. Man bemühte sich, die alten sozialen Probleme zu bekämpfen, indem der billige Wohnungsbau vorangetrieben wurde, – wovon wenige Männer reich geworden sind -, viele dieser Bauten machen heute Probleme oder mussten schon wieder abgerissen werden -, und man machte den Fehler der autogerechten Stadt. Nicht das führt zum nächsten Untergang, aber er ist bereits vorprogrammiert, weil das Patriarchat mit dem 2. Weltkrieg nicht mituntergegangen ist und seine modernen Strömungen schon wieder zerstritten sind.

Zahlen statt Meinung – die Auswirkungen von Gewalt und Klima

Die Offenbarung des Johannes machte die vier apokalypischen Reiter als die Geißel der Menschheit aus. Der erste Reiter stand für Siegeslust und Gerechtigkeit, der zweite für Krieg, der dritte für Tod und Hunger, und der vierte für Angst und Krankheit.3Vgl. Bibel, NT, Offenbarung des Johannes, 6. Kapitel Mit Katastrophen war immer auch der Gedanke der göttlichen Reinigung verbunden, sie wurden durchaus auch als etwas Positives gesehen. Dies steht in der babylonischen Tradition des Atra-Hasis-Mythos, Vorläufer der Sintflut-Geschichte, wo Heimsuchungen als Begrenzung der Überbevölkerung durch die Götter verstanden wurden.4Vgl. Uhlmann 2019 In der jüngeren Vergangenheit gab es so manche spekulative Meinung, woran der schnelle Wechsel der jungsteinzeitlichen Kulturen liegen könnte, bis die Archäologie begann, das Phänomen des Zerfalls mit naturwissenschaftlichen und mathematischen Methoden eingehend zu untersuchen. In Deutschland federführend bei der Erforschung der Entwicklung ist der Prähistoriker und Paläoklimatologe Detlef Gronenborn, der im Jahre 2011 einen signifikanten Zusammenhang zwischen Klimaeinbrüchen und Migration entdeckt hat.5Vgl. Gronenborn 2011 Diese Studie habe ich vor einigen Jahren mit den Spuren der Entstehung des Patriarchats in Verbindung gebracht und konnte zeigen, dass der Beginn des Patriarchats nicht einfach mit dem Beginn der Landwirtschaft identisch ist, wie es vielfach behauptet wird, sondern ca. 3000 Jahre dazwischen liegen.6Vgl. Uhlmann 2019 Die Archäologie und die Archäogenetik konnten beweisen, dass die sog. Misox-Schwankung vor 8200 Jahren eine bis dahin beispiellose Migration auslöste. Aus dem gleichen Zeitraum finden sich erste Spuren von Kriegen und patrilokaler Lebensweise. Es war aber das Patriarchat selbst, das die völlig neue Dynamik aus Entstehung und Verfall von Kulturen im Gang hielt und eine Kette weiterer Migrationen – wir können auch sagen – Feldzügen nach sich zog. Es gab seitdem auch immer wieder Klimakrisen, die jedoch nur noch geringen Einfluss auf die Vorgänge hatten, denn nun war die Ideologie des Patriarchats der Motor, also geistige Gewalt, die andere Gewaltformen impliziert. Nicht das Klima allein kann für Gewalt und Untergang verantwortlich gemacht werden, es war lediglich die Initialzündung eines Prozesses, der zum Selbstläufer wurde. Es hat nun allenfalls verstärkende Wirkung.
Wesentlich dabei war, dass das Patriarchat an die Viehzucht geknüpft ist, die als Reaktion auf die Hungersnot zur Zeit der Misox-Schwankung in der südrussischen Steppe erfunden wurde, und die in sich nomadisch statt sesshaft angelegt war. Das enorme Wachstum der Herden erforderte die Migration der Hirten und ihres Besitzes, und solange die sesshafte Stallhaltung mit Zuchtaustausch bzw. die teilsesshafte Transhumanz noch nicht eingeführt war, führte das an den Stammesgrenzen zu den ersten Kriegen. Die Unterdrückung der Sexualität der Frau – also Menschenzucht – und die einseitige Ernährung mit gezüchtetem Fleisch führte zu einer nie dagewesenen Überbevölkerung, wobei männliche Kinder bevorzugt wurden. Aus den überzähligen Männern generierte sich eine gewaltbereite, patriarchatsideologisch gefestigte Kriegerkaste, die zum Selbstzweck immer wieder gen Westen oder weiter nach Osten strebte. Dieser archäologisch-kulturhistorische Ansatz, der insbesondere von der Archäologin Marija Gimbutas ausformuliert wurde – als sog. Kurgan-These – ist inzwischen auf breiter Basis anerkannt und erfährt seit Jahren durch immer neue Studien weitere Bestätigung.

Darüber, was Kulturen oder Gesellschaften zum Zusammenbruch bringt, wurde wie angedeutet lange mit empirisch-logischen Kausalketten diskutiert. Dabei waren vor allem zwei Argumente wesentlich, gesellschaftliche Konflikte und das Klima. Die Klima-These wurde dabei immer beliebter, ja Konsens, und sie bedient mittlerweile die aktuelle Politik, geht doch die Angst um, dass der Klimawandel nicht nur Katastrophen, sondern auch eine unbeherrschbare Migrationswelle auslöst. Das vorindustrielle Klima eignet sich hervorragend, die Verantwortung auf die böse Natur zu schieben.
Jedoch seit Mitte 2023 liegen Computer-Modelle vor, mit denen die Stichhaltigkeit der Argumente überprüft wurden. Ein interdisziplinäres Team unter der Leitung des russisch-US-amerikanischen Biologen, Komplexitätsforschers und Sozialwissenschaftlers Peter Turchin, dem wieder Detlef Gronenborn angehört, untersuchte die dabei simulierten Bevölkerungsdynamiken über die letzten 9000 Jahre, die, einmal angeworfen, von Kreisläufen aus boomen Kulturen und deren Zusammenbrüchen gekennzeichnet ist.7Vgl. Kondor et al.: 2023 Zwar wurde das Ergebnis dieser Studie sofort in einem der wichtigsten Fachmagazine publiziert, eine breitere Öffentlichkeit erfuhr aber erst ein halbes Jahr später davon, vielleicht, weil es zu unwichtig oder unspektakulär erschien. Anfang 2024 meldete die „Archäologie in Deutschland“: „Eine Metastudie soll zeigen, dass der Zusammenbruch vergangener Kulturen hauptsächlich mit dem Verfall von gesellschaftlichem Zusammenhalt einhergeht.8AiD Heft 1/2024, S. 76 Bei einer solchen Tautologie sollte es kein Wunder sein, dass die Resonanz mäßig bis gering ausfällt. Wer jetzt wenigstens erheitert weiterliest, verpasst nicht Detlef Gronenborns Auskunft, dass die Auswirkungen klimabedingter und gesellschaftlicher Faktoren in einer Simulation überprüft wurden.9Vgl. ebd., S. 77 Das hat meine Aufmerksamkeit endgültig erregt, denn ich kannte ja längst seine ältere Studie. Sollte er sich nun selbst widersprechen? Mitnichten! Die Studie bestätigt sogar seine älteren Ergebnisse, und sie ist es wert, näher angeschaut zu werden. Sie zeigt, dass der Impact von Klima und Gewalt (die er oben als „gesellschaftlicher Faktor“ verklausuliert hat) auf eine Gesellschaft unterschiedlich schnell abflaut. Das Klima kann eine ankurbelnde Wirkung auf die Gewalt haben, muss aber nicht. Während nach einer Klimakrise relativ bald alle Schäden an Gütern und Leben kompensiert sind und wieder Ruhe einkehren kann, wirft die Gewalt, sofern sie stattfindet, dann selbst einen Motor an. Ob Gewalt ins Spiel kommt, hängt davon ab, wie abhängig die Menschen zuvor von ihren Technologien geworden waren.
Die Blaupause dafür sind die Vorgänge während und nach der Misox-Schwankung. Während die noch wildbeuterisch lebenden Männer Mitteleuropas auf die Misox-Schwankung adaptiv reagierten und nicht gewalttätig gegen die Frauen und sich selbst wurden, haben die überlebenden, ehemals matrifokalen, nun aber mutterlosen anatolischen Bauern die Kühe aus dem ehemaligen Gesamthandseigentum in die Steppe getrieben, wo sie sie erstmals der Zucht unterwarfen. Analog entführten diese verrohten Männer auch überlebende Frauen und die indigenen Frauen der Steppe und vergewaltigten sie. Als sich die so entstandene sog. Sredny-Stog-Kultur etabliert hatte und begann sich auszubreiten, stieß sie im heutigen Nord-Kasachstan auf die indigene, sesshafte Botai-Kultur und deren Pferdebesitz. Die Botai, die keine Pferdezucht, sondern Pferdehaltung betrieben, um leichter an das Fleisch und die Milch zu gelangen, lebten noch matrifokal. Nachdem die Sredny-Stog-Männer sich deren Wissen, wie ein Pferd zu zähmen und zu reiten sei, angeeignet hatten, endete der „Kontakt“ mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Massaker an den Botai. Sie wurden demnach von diesen ersten Patriarchen ausgelöscht, jedoch ohne dass die Botai-Frauen das überlebt hätten. Ich vermute, dass die Botai-Frauen, die auf einem Pferd reiten konnten, leicht hätten aus ihrer Gefangenschaft fliehen können und das Wissen auch ihren Töchtern verraten hätten. Das musste künftig verhindert werden, wie später lange Zeit den Saudi-Arabischen Frauen das Autofahren nicht gelehrt werden durfte.

Zu Pferde wurde schließlich die gesamte Welt patriarchalisiert, heute können Drohnen den auch für Männer nicht ungefährlichen Job der Vorväter übernehmen. Der Motor der Gewalt kommt erst zum Stillstand, wenn der letzte Kraftstoff verbraucht ist, das letzte Pulver verschossen wurde. Der totale Ressourcen-Verbrauch, aber auch die Dynamik des „Auge um Auge“-Prinzips bilden sich daran trefflich ab. Die Ideologie, die systemische und häusliche Gewalt gegen Frauen bleiben dabei aber unsichtbar. Der letzte Mann wird kinderlos bleiben, ob er sich neuerdings als Frau identifiziert oder nicht. Ohne das Wissen um die Patriarchalisierung und das gewaltsame Wesen aller Gesellschaften ist das Ergebnis der Studie nicht zu verstehen. Wenn das Patriarchat erst einmal ins Rollen geraten ist, ist es praktisch fast nicht mehr zu stoppen, auch wenn sich das Klima wieder bessert, bzw. auch gerade dann, denn günstiges Wetter fördert auch den Wohlstand, es liefert Brot und animiert zu Spielen, verhindert also Revolutionen, und ändert nichts an der Ideologie und häuslichen Gewalt. Aber dieser Umstand taucht nirgendwo auf, wenn es um dieses Thema geht. Es darf alles sein, alles wird in Erwägung gezogen, nur nicht, dass die Herrschaft der Väter, das Patriarchat, Schuld ist an seinen Untergängen.

Ersatzmann Schwarzer Tod

In der Zeit ab 5550 Jahren vor heute wurden in ganz Europa Gebiete von Angehörigen der Jamnaja-Kultur aus der Steppe Südrusslands überfallen. Die Jamnaja waren die ersten Reiternomaden, hervorgegangen aus dem Sredny-Stog-Patriarchat. Der dänische Genetiker Eske Willerslev ist davon überzeugt, dass die Ausrottung von teils 90% der Bevölkerung nicht durch deren rohe Gewalt, sondern durch die Pest getötet und die Überlebenden so genetisch überformt worden seien. „Die Pest machte uns zu dem, was wir Nordeuropäer sind“, sagt er in einer Fernseh-Doku.10Eske Willerslev in ZDF 2019 ab Min. 40:45. Die Jamnaja hätten nicht nur die Pest, sondern eine neue Sozialordnung eingeführt, die Kleinfamilie – hier fällt erwartungsgemäß nicht das nötige Wort Patriarchat.11Vgl. ebd. Min 37:15. Dazu sehen wir romantische Bilder einer lachenden Mutter, die ihren Kindern zu essen gibt. Zwar haben wir es hier mit nicht weniger als der Anerkennung der Patriarchalisierung zu tun, aber die Kleinfamilie wird auf diese Weise als positive Neuerung hingestellt. Denn die Familie, die auch unter den Jamnaja vielmehr eine Großfamilie im heutigen Sinne war, der Großväter ihren Namen geben, ist das Herrschaftsgebiet des Pater familias (lat. für Familienvater) und damit für das Vorpatriarchat ein unzulässiger Begriff. Vor dem Patriarchat gab es keine Familienstrukturen irgendwelcher Art, sondern ausschließlich Matrifokale. Auch der Paläogenetiker Johannes Krause meint in der Doku, dass allein durch Krieg nicht so viele Menschen sterben könnten wie durch die Pest.12Vgl. Interview Johannes Krause ebd. ab Min. 38:08 Die neue Gewalt gegen die Frauen zeigt dagegen ganz klar: das war keine friedliche Migration, sondern ein klassischer Eroberungsfeldzug mit den ihn begleitenden Vergewaltigungen. Auf die beiden „Mitbringsel“ der Jamnaja hätten die Frauen gerne verzichtet. Aber es soll so aussehen: „war ja nicht alles schlecht“ unter den Jamnaja!

Mit dem Beginn des Patriarchats lebten deutlich weniger Menschen, es gab keinerlei Gesetze oder Moraltheologie, die die Kriegsopfer vor der Gewalt der Invasoren geschützt hätten, und die Jamnaja-Leute waren, anders als die Opfer, zu Pferde unterwegs, eine militärische Überlegenheit, die bis zur Atombombe nie wieder erreicht wurde. Dass die Jamnaja mit einer gewissen Resistenz gegen die Pest die Indigenen dann einfach aufgrund ihrer Anzahl genetisch dominierten haben sollen, blendet die unliebsame sexuelle Konkurrenz durch die indigenen Männer völlig aus. Besonders eindeutig ist da der archäogenetische Befund aus Spanien, wo vor 4500 Jahren die Hälfte der Bevölkerung durch Abkömmlinge der Jamnaja, die Glockenbecher-Leute, getötet wurde. Wenn es die Pest war, die sie tötete, warum blieben dann dort die indigenen Frauen am Leben, während die Männer umkamen? Mit Leichtigkeit hätte noch die weibliche Hälfte der Bevölkerung ausgerottet werden können, aber das haben weder die Steppenkrieger noch die Pest getan.

Eine Studie eines norwegischen Teams aus 2015 ergab, dass sich das Pest-Bakterium Yersinia pestis niemals in Europa festsetzte, sondern vor jeder Pestwelle stets aus der Steppe importiert wurde.13Vgl. Vieweg 2015 Dafür verantwortlich war ein ungünstiges Klima in der Steppe Zentralasiens:

„Es ist bereits bekannt, dass Klimaeffekte zu einem Ausbruch der Pest aus schlummernden Reservoirs führen können. Kommt es zu einem besonders warmen Frühling und feuchten Sommer, können sich Nagetierpopulationen besonders stark vermehren – und mit ihnen auch ihre Flöhe, in denen die Pesterreger leben. Werden die Bedingungen anschließend wieder schlechter für die Nager, geht ihr Bestand zurück – der ihrer Flöhe aber nicht analog: Die Parasiten suchen deshalb nach Alternativen. So nehmen die hungrigen Rattenflöhe auch Vorlieb mit dem Menschen – und das Unheil nimmt seinen Lauf.“14Ebd.

Die Bevölkerungen wurden von der Pest nie vollständig dahingerafft, sondern erholten und vermehrten sich wieder. Für eine Ausrottung von 90% der Menschen in einer Region ist nicht allein die klimaabhängige Pest verantwortlich, wie es Johannes Krause glaubt. Im Gegenteil, allein Gewalt kann solche Zahlen erklären. Das bestätigt auch die neue Studie unter Peter Turchin.15Vgl. Kondor et al., S. 6 Selbst modellhaft sollte sich die Theorie von den Epidemien, die ganze Gesellschaften auslöschen, nicht beweisen lassen. Die Studie erwähnt das am Rande. Die Forscher gehen davon aus, dass Epidemien vergleichbar dem Klima nur einen kurzfristigen Effekt nach sich ziehen.16Vgl. Kondor et al., S. 7 Die Pest muss als Ursache für die Ausrottung ganzer Kulturen ausgeschlossen werden. Auch die vollständige Ausrottung der Botai, über die wir in der o.g. Doku erfahren, die als Indigene längst immun gegen die Pest waren, kann nicht mit der Pest erklärt werden. Das Urbild der Apokalypischen Reiter waren niemand anderes als die Jamnaja-Reiter, aber nicht unabsichtlich, wie es in der o.g. Doku kolportiert wird.

Das Denkverbot über die Schuld des Patriarchats, der Urväter und ihrer männlichen Erben

Die Pest lenkt mit den gruseligen Vorstellungen, die mit ihr verbunden sind, von der Gewaltbereitschaft der frühen Patriarchen ab, wie generell darüber ein Denkverbot ausgesprochen wird, so auch im EU-Bericht über die bereits erwähnte Studie, nach der auf der iberischen Halbinsel vor 4500 Jahren alle indigenen Männer umkamen:
Der beste Beweis dafür sind die Überreste eines Mannes und einer Frau, die in der Bronzezeit zusammen an einem Ort in Spanien begraben wurden. Die Daten zeigen, dass die Frau eine Einheimische war und die jüngsten Vorfahren des Mannes aus Mitteleuropa stammten. ‚Es wäre ein Fehler, zu der Schlussfolgerung zu gelangen, dass die iberischen Männer getötet oder gewaltsam vertrieben wurden“, so Dr. Olalde gegenüber der ‚BBC‘. ‚Die archäologischen Befunde liefern keine eindeutigen Hinweise auf einen Gewaltausbruch in dieser Zeit.‘17Vgl. EK 2019 Nein, es ist kein „Fehler“, es ist sogar notwendig. Aus der Forensik ist hinlänglich bekannt, dass einem Leichnam nicht unbedingt die Gewalt anzusehen ist, die zum Tod geführt hat. Wirft man einen Leichnam sogar den Tieren zum Fraß vor, bleibt oft noch weniger übrig als z.B. bei einer Kremation. Wären die Männer als Sklaven in die Steppe verschleppt worden, wäre ebenfalls nichts von ihnen zurückgeblieben. Es dürften sich dennoch in der Zukunft klare Beweise zeigen, dass ihnen tötliche Gewalt angetan wurde, wo und wie auch immer. Iñigo Olalde von der Harvard Medical School, Hauptautor der Studie, blendet das vollständig aus: „Dies ist einer der stärksten Beweise für die sexuelle Selektion in der Vorgeschichte auf dem Gebiet der Erforschung alter DNA.“18Ebd. Die Gewalt gegen die Frauen, die sich den Eroberern verweigerten, interessiert den Autor gar nicht. Er will glauben machen, dass die Jamnaja in friedlicher Absicht nach Spanien kamen. Warum waren sie dann bis an die Zähne bewaffnet und warum starben nur die Männer? Mit seinem evolutionistischen Argument bedient er sich der Instrumentalisierung der Female Choice, der wahren Sexuellen Selektion. Das hat nicht nur das Potential, noch die Mörder in ein gutes Licht tauchen und die Frauen in ein schlechtes, sondern ist vor dem Hintergrund des Patriarchats, das eine „Male Choice“ gewaltsam herstellt, vollständig abzulehnen. Denn mit seiner Ideologie der Patrilinearität, welche die Female Choice unterdrücken muss und dafür gewaltsam Patrilokalität herstellt, praktiziert das von Viehzüchter-Mentalität geprägte Patriarchat gleichsam Menschenzucht, die die natürliche Evolution auszuschalten sucht. Unabhängig davon ist mehr als unwahrscheinlich, dass indigene Männer, die sich nicht mehr fortpflanzen durften, schadlos davonkamen. Der „indigene INCEL“ ist im Übrigen ein moderner Mythos, der herangezogen wird, um die Gefahr für Frauen, die von heutigen, real existierenden INCELs ausgeht, mit Pornographie und Prostitution, also wieder auf Kosten der Frauen, einzudämmen.19Vgl. Uhlmann 2021

Der Backlash unserer Zeit

Die Zukunfts- und Friedensforschung kann aus der Archäologie und der Archäogenetik jene Muster ableiten, die sich im Großen wie im Kleinen ständig wiederholen, schließlich ist wie erwähnt das Private das Politische. Demnach ist es nicht nur ein vages Gefühl „spätrömischer Dekadenz“ oder eine Untergangsstimmung, was gerade viele beschleicht, sondern durchaus auch eine Art kollektiver Weisheit, die aus der Erfahrung der Jahrtausende schöpft, die älter ist als die Geschichte von der troianischen Seherin Kassandra oder der apokalypischen Reiter der Offenbarung des Johannes. Die „letzte Generation“ dürfte aber noch lange nicht geboren sein.
Jeder Backlash sollte als Zusammenbruch eines andro-kulturellen Fortschritts, ja einer Kultur im besten Sinne gesehen werden, er ist der Krieg gegen die Frauen, eine Unkultur. Ein Beispiel ist die Familienpolitik der letzten 50 Jahre in der Bundesrepublik, insbesondere die Behandlung geschiedener Frauen und Mütter.20Vgl. Baudelaire 2018 Damit bedroht er auch unmittelbar die Gesellschaft, Männer selbst, Kinder wie Frauen. Frauen können sich auf ihren Errungenschaften nicht ausruhen, sondern müssen aufmerksam die Entwicklung beobachten, aufklären und weiterkämpfen, damit es nicht einen Schritt vorwärts und zwei zurück geht. Nichts bleibt selbstverständlich oder ist erledigt. Der aktuelle frauenfeindliche und antifeministische Backlash, der nach Riane Eisler einen baldigen Krieg als realistisch erscheinen lässt, wird gezielt von der Vaterrechtsbewegung, islamistischen und klerikalen Verbänden, NGOs und Medien, ja sogar aus dem Ausland lanciert, beworben und finanziert, während die demokratischen Parteien unter dem Druck dieser Lobbyisten Gesetze erlassen, die Frauen in prekäre Verhältnisse zwingen oder verhindern, dass sie sich befreien können. Verstärkt wird der Backlash noch, weil diese empörende Politik Teile der Bevölkerung dazu bringt, totalitäre Parteien zu unterstützen, die Abhilfe versprechen, ohne diese Versprechen halten zu wollen.
Mittel und Zweck zugleich des Patriarchats ist die Ausbeutung der Frauenkörper zur Menschenproduktion, daher haben totalitäre Parteien eine rigide Familienpolitik, die Restauration der Ehe und Homophobie im Programm. In einem Backlash bilden sich in den demokratischen Parteien zunehmend totalitäre Tendenzen heraus, womit sich der Effekt selbst verstärkt, ein Beispiel ist die Trans-Propaganda für das Selbstbestimmungsgesetz und seine reale Umsetzung, die nicht nur offen gebärneidisch, stillneidisch und frauenfeindlich, sondern auch homophob ist. Nicht umsonst wird Homosexuellen im Iran „nahegelegt“, sich einer Trans-OP zu unterziehen.
Zu einem Backlash gehört die Verrohung der Männer, denen Frauen- und Homorechte herzlich egal sind. Sie werden bei Gelegenheit nicht nur Belästigungen, Sexismus und Massenvergewaltigungen inszenieren, oder Femizide begehen, sondern auch die eigene Frau schlagen und vergewaltigen, damit sie nicht aufbegehrt. Die Heiratsindustrie und Romantikwelle des angehenden 3. Jahrtausends bildet die wieder zunehmende Ausbeutung der Frauenkörper in rosigen Bildern ab. Viele Stimmen fordern die Förderung der Prostitution, auch um INCELs zu befrieden, der Euphemismus der sog. Sexarbeiterin soll den Beruf normalisieren. Der Transhumanismus der libertären Bewegung fordert die Legalisierung der Leihmutterschaft und Eizellspende und die sog. künstliche Gebärmutter, womit Mütter überflüssig gemacht werden sollen.
Eins ist gewiss, jedem Backlash folgt ein Zusammenbruch, dann eine Schockstarre, ein „das konnten wir doch nicht ahnen“, dann wieder ein Aufbegehren und ein Zurückgewinn an Lebensqualität, die überwiegend durch die Arbeit der Frauen und Mütter hergestellt wird. Es sind immer nur Frauen, die entsprechende Forderungen stellen, und es muss Männer geben, die das zulassen. Das Patriarchat bewegt sich in Sinuskurven. Gerade sind wir wieder ziemlich weit unten. Es ist die Frage, ob wir noch rechtzeitig die Kurve kriegen.

Gabriele Uhlmann im Juli 2024

LITERATUR

  • 1
    Der Begriff „Andro-Kultur“ von Stephanie Gogolin beschreibt die männlich inszenierte und dominierte Kultur des Patriarchats. Sie beinhaltet Gewalt und Experimente, die massiv in die Natur eingreifen.
  • 2
    Vgl. Eisler 2005, S. 230 ff
  • 3
    Vgl. Bibel, NT, Offenbarung des Johannes, 6. Kapitel
  • 4
    Vgl. Uhlmann 2019
  • 5
    Vgl. Gronenborn 2011
  • 6
    Vgl. Uhlmann 2019
  • 7
    Vgl. Kondor et al.: 2023
  • 8
    AiD Heft 1/2024, S. 76
  • 9
    Vgl. ebd., S. 77
  • 10
    Eske Willerslev in ZDF 2019 ab Min. 40:45.
  • 11
    Vgl. ebd. Min 37:15.
  • 12
    Vgl. Interview Johannes Krause ebd. ab Min. 38:08
  • 13
    Vgl. Vieweg 2015
  • 14
    Ebd.
  • 15
    Vgl. Kondor et al., S. 6
  • 16
    Vgl. Kondor et al., S. 7
  • 17
    Vgl. EK 2019
  • 18
    Ebd.
  • 19
    Vgl. Uhlmann 2021
  • 20
    Vgl. Baudelaire 2018
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